Mittwoch, 7. August 2013

Gärtnersorgen

So, heute ist es mir ein Bedürfnis auch einmal über Dinge zu reden, die mir schon länger zu schaffen machen.
Es gibt zwar so viel schönes im Garten -  die Posts und Bilder zeigen das nur zu deutlich - aber auch Krankheiten und "Schädlinge".

Gegen die große Trockenheit in den  Sommermonaten bin ich jetzt gewappnet. Meine Schwitzschläuche, über die ich berichtet habe tun ihren Dienst gut. Momentan brauche ich sie nicht. Es hat zwar nur minimal geregnet und die Oberfläche benäßt, aber das ist besser als Nichts. Ich will und darf meine Pflanzen auch nicht zu sehr verwöhnen. Wenn in der Erdoberfläche immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht, wurzeln sie nicht tief. Und wenn dann das Wasser von der Oberfläche verschwindet, weil ich länger nicht gießen kann oder weil es immer heißer und trockener wird, dann sind sie rasch verdurstet. Haben sie aber tief gewurzelt auf der Suche nach Wasser so überstehen sie Trockenheit, Trockenperioden oder Hitzewellen. Daher sind die Schläuche auch nur zum Überbrücken der allerschlimmsten Tage gedacht.

Wogegen ich keine Lösung parat habe sind die Schnecken. Weder im Gemüsegarten noch auf den Wiesen kann ich im Moment, wenn es geregnet hat oder früh und abends der Boden feuchter ist, treten, ohne auf Schnecken zu treten. Sie machen mir so viel kaputt. So viel Hoffnung, so viel Arbeit, so viel Vorfreude und im Endeffekt auch viel Geld.

Schneckenplage im Garten   (c) by Joachim Wenk
Schneckenplage im gesamten Garten

Schneckenschaden am Weißkohl  (c) by Joachim Wenk
klägliche Weißkohl-Übereste
Der Salat hat sich im Schneckenring so schön erholt und war beinahe erntereif. Ich hatte so ein Freude dass die Ringe ihre Funktion übernommen haben, die der Katalog versprach. Gestern morgen nach Regen in der Nacht sind scheinbar die Schnecken zu übersinnlichen Kräften gekommen und 3 riesige Nacktschnecken saßen auf den Überresten meines Salates.....

Schneckenschaden am Salat trotz Schutzring   (c) by Joachim Wenk
Schneckenschaden am Salat trotz Schutzring

Dann kommen noch dazu die Kohlweißlinge, deren Raupen geschlüpft sind und zu fressen beginnen. Allerdings sind es nur zwei oder drei Nester glaube ich gewesen. Die Raupen habe ich gleich an Ort und Stelle ..... naja es gibt sie jedenfalls nicht mehr. Dann habe ich unter die Blätter vom Grünkohl und Rosenkohl geschaut und ein paar Nester der gelben Eier entdeckt. Die habe ich auch gleich an Ort und Stelle.... Vielleicht hat der Niemgeruch doch ein wenig geholfen? Sonst waren immer mehr Raupen unterwegs. Ich habe jetzt noch kein Neudorf Raupenmittel gespritzt, da ich keine weiteren Raupen mehr gesehen habe. Ich werde aber die Augen offen halten und rechtzeitig aktiv werden, sonst fressen die Raupen noch die Blätterreste, welche um die Schneckenlöcher herum stehengeblieben sind. Und ich habe nichts von meinem Gemüse. Ein paar Raupen wird es immer geben, genau wie ein paar Schnecken und der eine oder andere abgefressene Salat ja normal sind. Aber wenn das Ausmaß eine Grenze überschreitet, die meine Mühen und Hoffnungen zu nichte macht, muß ich eingreifen. Die weiße Fliege auch am Kohl ist fast weg fliegt aber immer noch und so werde ich ohnehin nocheinmal spritzen müssen.

Ich meine beinahe in meinem Garten hat jede Pflanze die Krankheiten und Schädlinge, die sie bekommen kann. Der Lauch ist von der Fliege befallen und krümmt sich jedes Jahr. Hier hilft tatsächlich bodenebenes Abschneiden. Aber der Wachstumsrückstand der damit verursacht wird ist ja klar. Gleiches galt für den Knoblauch. Im Gewächshaus sind zwei  Tomaten plötzlich am Absterben. Das deutet - und ich kenne das mittlerweile - darauf hin dass mal wieder Engerlinge an den Wurzeln sind.  Die schwarze Johannisbeere habe ich ausgeschnitten da die abgeernteten Zweige jetzt geschnitten werden sollen. Ich dachte mir: prima, dann kann ich die Blätter gleich trocknen und zu meinem Kräutertee dazu mischen. Aber das lasse ich. Alles voller Rost unterhalb der Blätter. Gibt es auch eine Garten in dem gesunde Pflanzen stehen? 

Nein. Jetzt  muß aber Schluss sein mit den negativen Erfahrungen des Hobbygärtners. Ich versuche mich an den schönen Dingen zu orientieren. Aber darüber schreibe ich dann im nächsten Post.





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