Mittwoch, 7. August 2013

Gärtnerfreuden

Nachdem der vorhergehende Post so düster war, scheußlliche Dinge beim Namen genannt wurden und somit die Lust aufs Garteln geschmälert wurde, werde ich mich hier wieder mit schöneren und hoffnungsvolleren Angelegenheiten beschäftigen.

Eine davon wäre wieder eine Rose, die die ersten Blüten öffnet. Sie ist noch klein. Eigentlich soll sie 150cm hoch werden, nachdem ich sie im Frühjahr erst gepflanzt hatte und sie dann lange unter Wasser stand (die Bilder sind auch hier im Blog zu sehen) fängt sie doch noch an zu wachsen und blüht jetzt. Ganz entzückend. Ein unwahrscheinlich vorsichtiges Rosa. Sehr romantisch. Ob die Blüte auch einmal dunkler ausfällt? Im Katalog schien sie mir deutlich dunkler. Darum habe ich neben sie noch die weiße Jacques Cartier gepflanzt. Aber egal, ich bin glücklich dass sie angegangen ist und nun mir schon die ersten Blüten schenkt.

Jacques Cartier   (c) by Joachim Wenk
Jacques Cartier - allererste Blüten
Ein weiteres Geschenk bekomme ich von einem unserer Walnußbäume. Wir haben im Winter die Haselnußhecke neben ihm auf  Stock gesetzt. Die Sträucher waren 4-5 Meter hoch und man sieht ihm an, wie er ihnen ausweichen wollte.  Er neigt sich in die entgegengesetzte Richtung. Und er hat erst hoch am Stamm die ersten Äste. Er war einfach zu bedrängt von den riesigen Sträuchern. Jetzt sind sie abgesägt und treiben wieder wunderbar von unten nach. Das sieht man dann auf dem Bild mit der Brombeere. Zum Dank, daß wir ihm Luft und Licht verschafft haben, treibt er in etwa Augenhöhe einen neuen Ast. Das freut mich aus zwei gründen. Einmal war das Frühjahr wohl zu hart für ihn. Er hat bald nach dem Austrieb viel Laub verloren. Tragen tut keiner von ihnen dieses Jahr. Und durch dir Trockenheit hängt das wenige verblieben Laub recht schief an den Ästen. Ich habe schon Sorge gehabt, er könnte Schaden genommen haben. Da er aber einen neuen Ast treibt, ist diese Sorge wohl hinfällig. Der zweite Grund für meine Freude ist ein eher eigennütziger. Ich habe an diesen  Baum meine Rose Marie Vieaud-RamblingRose gepflanzt. Da die unteren Äste sehr hoch oben sind muß die Rose erst an Schnüren emporgeleitet werden, bis sie sich im Geäst selbständig machen kann. Da sie nicht so wüchsig ist, wie die Pauls Himalayan Musk im anderen Walnussbaum weiß ich nicht, wie das dann auch optisch sein wird. Jetzt da aber ein neuer Ast kommt, weiß ich ja dass sie auch dort drüber hängen kann. Irgendwann einmal in einigen Jahren.

neuer Trieb am Walnußbaum  (c) by Joachim Wenk
neuer Trieb am Walnußbaum
 Der Trieb ist auf halber Höhe zwischen Oberkante Holz und Unterkante Brutkasten
der  Walnußbaum   (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum

Ich habe jetzt lange gekramt und noch ein Foto von 2011 gefunden. Zu erkennen sie links die Haselsträucher. Das Holzhüttchen ist nun seit ein paar Wochen aufgelöst. Nur noch die Frontstange steht und dient meiner Brombeere als Halt. Die Kompostbehälter sind meinen neuen Behältern gewichen, der Haufen links vor dem Bretterverschlag war meine erste Sammlung verrottbaren Materials. Ich wußte noch nicht wo hin damit da noch nichts angelegt war und habe es auf einen Haufen geworfen. Der ist immer noch nicht verottet und voller Stiele und Stängel und Äste.
ehemalige Haselnußhecke   (c) by Joachim Wenk
ehemalige riesige Haselnußhecke
Und so sieht es heute aus. Die Stangen waren die vordere Stütze fürs Häuschen und sind einbetoniert. Das bedeutet sie haben genug halt für eine später große Brombeerpflanze. Und es lassen sich gut Löcher hineinbohren und Drähte spannen. In der oberen Hälfte kommen auch noch Spanndrähte hin. Wir hatten nur keine mehr und konnten nicht weiter machen.



Mein Hirschhornwegerich fängt auch an zu blühen. Angeblich säht er sich dann auch selbst aus und verbreitet sich wie Unkraut. Bei meiner Schneckenplage habe ich da wenig Angst. Im Gegenteil er soll sich ruhig verbreiten. Ich brauche schließlich täglich Grünzeug für den grünen Smoothie. Und da nehme ich gerne das "Unrkraut" welches wild aufgeht, mir keine Arbeit macht und von den Schnecken komischer Weise nicht abgenagt wird. Darunter sind momentan noch Gundermann, Löwenzahn, Melde, Schafgarbe, Brennessel, Pfefferminze, Wegerich. Der  Hirschhornwegerich schmeckt angenehm, hat ein wenig biss und schmeckt wie Salat. 

Hirschhornwegerich mit Blüte   (c) by Joachim Wenk
Hirschhornwegerich mit Blüte

Meine Mairüben sind sehr schön mittlerweile. Eigentlich auch viel zu spät. Da ich der einzige bin, der sie isst stehen sie eben lange im Beet. Jetzt nach dem Regen sehen die Blätter fürchterlich aus nur noch Adern so zerfressen sind sie. Ich muß sie ernten und das Beet freimachen. Was damit geschehen ist könnt ihr hier lesen. Das Kraut wanderte auf den Kompost. Den Boden habe ich mit der Grabgabel gelockert. Er war garnicht so fest, wie befürchtet. Dann habe ich Saatwicken als Gründünger gesät und alles eben gerecht. Mal sehen ob der Dünger aufgeht. Die Wurzeln sollen tief gehen und Stickstoff sammeln (Leguminosen eben). Da dieser Gemüsegartenteil ja erst im Frühjahr von Wiese zu Garten gemacht wurde, schadet es nicht hier einmal eine Gründüngerpause zur Bodenverbesserung einzulegen.

abgeerntete Fläche zwischen Mangold und Grünkohl     (C) by Joachim Wenk
abgeerntetes Fläche zwischen Mangold und Grünkohl
Und zum Abschluß noch ein paar Blümchen, die das Herz und die Nase erfreuen.

Rose de Resht 2. Blüte     (C) by Joachim Wenk
Rose de Resht (2. Blüte)

no-name Lilie vom Discounter     (C) by Joachim Wenk
noname Lilie vom Discounter




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