Mittwoch, 21. August 2013

Ein ruhiger Tag im Garten

Heute war ein richtig schöner und ruhiger Tag im Garten. Sonnenschein, 24°C und alles steht frisch weil es geregnet hatte. Man merkt, daß es langsam herbstlich wird. Irgendwie steht die Sonne anders, das Licht ist anders und die Pflanzen sind anders. Die ersten Asternblüten gehen auf. Die Büsche sind so groß dass ich sie ein wenig zusammenbinden musste, damit sie nicht auseinander fallen. Praktisch ist, daß sie vor dem Maschendrahtzaun zum ehemaligen Hühnerlauf stehen. Dort konnte ich sie gleichzeitig anbinden. Die grüne Schnur ist auch kaum zu sehen. Es soll ja möglichst natürlich aussehen im Staudenbeet.
Staudenbeet in spätsommerlicher Nachmittagsonne (C) by Joachim Wenk
Staudenbeet in spätsommerlicher Nachmittagssonne

Asternblüten (C) by Joachim Wenk
erste Asternblüten

Durch den Regen vorgestern ist der Boden so richtig schön feucht. Ich will heute meine vorgezogenen Winterrettiche auspflanzen. Im Schneckenzaunbeet hacke ich zuerst das Unkraut weg. Dann arbeite ich eine Reihe mit der Grabegabel durch. Ich dachte der Boden sei recht hart. Ich habe das Beet erst im Frühjahr von Rasen zu Gemüsebeet umgearbeitet. Und als es jetzt so trocken war hatte der Boden schon Risse und war steinhart. Jetzt aber merke ich dass er wunderbar locker ist. Das Grabegabeln allein langte zum Lockern. Die Pflanzlöcher hätte ich mit den Fingern ausheben können. Ich bin begeistert. Das Grasmulchen im Frühjahr zwischen den Reihen hat mal wieder geholfen. Ich habe etwa 20 Pflanzen gesetzt. Nochmal gegossen und Schneckenkorn gestreut. Jetzt bin ich gespannt, ob morgen noch Pflanzen am Beet stehen oder ob sie wieder ab gefressen sind. Eigentlich hoffe ich ja, daß ich die Schnecken im Beet drinnen größtenteils ausgerottet habe. Und dass mir die Erdflöhe oder Käfer nicht wieder die Rettichblätter zerfressen, werde ich den Boden immer feucht halten und hacken. Beides mögen sie angeblich nicht. Jetzt kann ich ihn ja durch regelmäßiges Gießen feucht halten, da die Gefahr der Schneckenzuwanderung gebannt ist.

Winterrettichsetzlinge (C) by Joachim Wenk
frisch gesetzte Winterrettich-Pflanzen

Vorgezogen habe ich die Pflanzen in einer Styroporplatte.  Die steht auf einer Bewässerungmatte, die wiederum im Wasser in der Schale darunter endet. Das war vom Gartenversand ein Ausverkaufsangebot. Das System ist gut, es funktioniert sehr gut. Ohne den Wasservorrat und die Selbstversorgung der Setzlinge müsste man dauernd darauf achten genug zu gießen. Das ist bei der vergangenen Hitze und den kleinen Töpfchen sehr schwierig. Weil das System funktioniert habe ich mir professionellere Topfplatten und Bewässerungschalen gekauft. Vom Styropor war gleich beim Auspacken etwa abgebrochen. Es ist sehr empfindlich. Was bei beiden Systemen sehr praktisch ist, sind die großen Löcher am Boden jedes Töpfchens. Die Löcher sind beinahe so groß wie der gesamte Durchmesser der Töpfchens. Das verwundert am Anfang, da man meint, daß ja die  ganze Erde wieder herausfällt. Aber man muß sie nur auf ebenen Grund stellen, befüllen, leicht festdrücken und dann auf die Bewässerungsmatte umsetzen. Jetzt sähen und  der Rest geht von allein. Ich habe nicht einmal mehr angegossen. Das Wasser saugt sich selbst von unten durch die Löcher. Wenn die Pflänzchen - wie heute- zum Umsetzen groß genug sind bekommt man sie durch die großen Löcher sehr leicht heraus. Man muß nur von unten mit dem Finger hinein drücken und schon kommt oben das Pflänzchen heraus. Zu diesem Zweck gibt es für die Platten eigens gefertigte Gegenstücke mit ebenso vielen Herausstanzzapfen (anstelle der Finger) wie Töpfchen in der Platte sind. Das ist für den Kleingärtner aber unpraktisch. Bei da somit immer alle Pflänzchen herausgedrückt werden. Ich habe aber immer nur ein paar zum Auspflanzen, die ich dann lieber einzeln herausdrücke.

Styroporsaatplatte mit Winterrettich (C) by Joachim Wenk
Styroporsaatplatte mit Winterrettich

Saatplatte durchwurzelt mit Bewässerungsmatte (C) by Joachim Wenk
Saatplatte durchwurzelt mit Bewässerungsmatte
Dann habe ich noch Spinat und Lauchzwiebeln gesät. Im Freien, ohne Schneckenzaun. Ich lass mich da überraschen ob es klappt. Ich habe den Samen gekauft und die Zeit zum Sähen ist auch. Ich kann mir ja nicht den ganzen Spaß am Garteln von den Schnecken vermiesen lassen.

Im Gewächshaus habe ich schließlich noch ein paar Tomaten geerntet und Fingergürkchen.  2 Zucchini und Buschbohnen habe ich auch geerntet. Ich freue mich schon aufs Mittagessen, wenn es diese gibt.








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