Donnerstag, 29. August 2013

Die herbstliche Ernte beginnt.

Ist es nicht wundervoll eingerichtet? Rechtzeitig vor dem dunklen, kalten und feuchten Winter ohne Pflanzenwuchs in unseren Breiten liefert die Natur alles was wir für den Winter und unser leibliches Wohl brauchen. Vor vielen Jahren habe ich mir eine Aronia-Beere gekauft. Sie stand dann lange in einem Waschbetonkübel im begrünten Hinterhof. Dann durfte sie letztes Jahr in unseren schönen Garten auf den sonnigen Westhang umziehen. Sie ging gut an und hat auch letztes Jahr schon geblüht und gefruchtet. Unsere gefiederten Mitbewohner im Garten waren so begeistert von den Beeren, dass ich nicht eine einzige geerntet habe. Dieses Jahr hängt der Strauch reichlich voll mit den wertvollen schwarzen Beeren. Ich habe immer wieder getestet, wie reif sie schon sind. Und ich habe immer wieder befürchtet, daß sie bald weg sein werden. Aber dieses Jahr haben die Vögeln nicht eine Beere geholt und so machte ich mich an die Arbeit. Es ist sonnig-bewölkt, warm, riecht wunderbar und es ist ruhig. Hinter der Hecke scharren die nachbarlichen Hühner und einer der beiden Hunde liegt unter der Korkenzieherhasel im Schatten und schaut mir zu. Ich genieße es zu ernten. Sicher wäre ich auch schneller fertig geworden damit, aber es war einfach  ein zu schöner Moment zum Hudeln. Zwei Schüsseln Beeren sind geerntet. Leider haben sie sehr viel Gerbstoffe in sich. Aber auch sehr viele wertvolle Stoffe von Vitaminen über Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie färben unwahrscheinlich stark. Für Marmelade sind sie nicht geeignet. Ich habe sie, wie sonst auch  mit Wasser und etwas Zucker gekocht.  Dann wanderten sie durch die Beerenpresse. Schalen und Kerne und Stiele kommen auf den Kompost, der wertvolle Rest wird nochmals  mit etwas Zucker genießbarer gemacht, aufgekocht und in Flaschen gefüllt. Zuschrauben fertig. Ich verwende ihn im Winter als Gesundheitssirup. Verdünnt mit Mineralwasser und vor allem mit meinem morgentlichen  Kefir kann man ihn gut trinken und hat gleich noch was für die Gesundheit getan.

Aroniabeerenstrauch (C) by Joachim Wenk
Aroniabeerenstrauch

erntereife Aroniabeeren (C) by Joachim Wenk
Erntereife Aroniabeeren

Aroniabeerenernte (C) by Joachim Wenk
Aroniabeerenernte

Als nächstes sind meine Frühkartoffeln dran. Ein paar Mal haben wir ja schon davon gegessen. Da habe ich immer eine Pflanze ausgebuddelt damit wir ein paar Kartoffeln haben. Das Kraut ist abgestorben und ich grabe heute alle aus. Die Erde ist wunderbar. Locker, feucht, riecht gut und lässt sich leicht durchgraben. Da vorher dort Meerrettich stand sind natürlich auch einige Pflanzen von diesem aufgegangen. Die schönen Blätter sammle ich und trockne sie für meinen Krätuertee und ein paar bleistiftdicke Wurzeln verwende ich gleich in der Küche. Die Kartoffelsorte heißt Orla, kommt aus Irland. Sie ist angeblich äußerst Resistent gegen Krautfäule und resistent gegen Schorf. Krautfäule war keine zu erkennen. Ich hatte ja einige Jahre in Folge mit Totalausfällen bei den Kartoffeln. Der nasse April und Mai und zum Teil Juni haben den Kartoffeln aber nichts ausgemacht. Sehr gut. Schorf ist allerdings an einigen Kartoffeln, hält sich aber in Grenzen. Ich habe schon schlimmeres erlebt. Die Kartoffeln sind bis zu handtellergroß. Feste, beinahe glasige Konsistenz. Geschmack ist nicht sehr intensiv. Sie sind festkochend.

Kartoffelernte - die Grabegabel steckt schon (C) by Joachim Wenk
Kartoffelernte - die Grabegabel steckt schon

Kartoffelernte  (C) by Joachim Wenk
Die Gabel lupfen und was kommt zum Vorschein?
Frühkartoffelbeet im Frühjahr (C) by Joachim Wenk
Das Frühkartoffelbeet im Frühjahr
Frühkartoffelbeet im Sommer (C) by Joachim Wenk
das Frühkartoffelbeet im Sommer
Frühkartoffelbeet im Hochsommer (C) by Joachim Wenk
Das Frühkartoffelbeet im Hochsommer

Kartoffelernte das abgeerntete Beet (C) by Joachim Wenk
das abgeerntete Frühkartoffelbeet
Frühkartoffel Orla

die Frühkartoffelernte 2013 (C) by Joachim Wenk
Die Frühkartoffelernte 2013


Der erste Meerrettich dieses Jahr ist auch ausgebuddelt. Von den Pflanzen die zwischen den Kartoffeln aufgingen, weil im Vorjahr dort Meerrettich stand. Ich liebe diese Wurzel. Ich habe im Herbst - Winter- Frühling immer geriebenen Meerrettich im Kühlschrank. Diese  Wurzel hat es in sich. Wer frischen Meerrettich gekostet hat wird mir nicht wiedersprechen. Und diese Inhaltsstoffe sind nebenbei auch noch so gesund. Neuerdings gibt es pflanzliche Tabletten bei Erkältungskrankheiten. Die Inhaltsstoffe: Meerrettich und Kapuzinerkresse. Da verwende ich lieber meinen eigenen Meerrettich. Auflagen, mit  Honig vermengt als Medizin zum Schleimlösen und Vitaminschub, die Blätter im Tee. Er ist für so vieles so gesund. Ich habe mir sogar extra ein Büchlein ausschließlich über den Meerrettich gekauft. Und da schwärmen die Leute immer vom Ingwer wie gesund der ist. Warum in die Ferne schweifen, hier haben wir den - wie ich ihn immer nenne - Franken-Ingwer. Also wenn jemand unbedingt darauf schwört, daß nur Ingwer voller gesunder Heilstoffe ist, dann soll er oder sie sich einmal  über den Meerrettich informieren.
Die Haupternte wird dann Ende Oktober stattfinden. Eingelagert in feuchten Torf in einer Holzkiste mit Deckel und kühl aber frostfrei gelagert, werde ich noch im April Wurzeln zur Verfügung haben. Von den jungen frischen Blättern, die deutlich milder sind als die Wurzeln, mache ich im Laufe des Sommers auch gerne Pesto (mit Walnüssen und Sonnenblumenöl)

erste Meerrettichernte (C) by Joachim Wenk
erste Meerrettichernte


Von meinem Hirschhornwegerich mache ich schon laufend einzelne Blätter ab. Hier wächst er im Schneckenzaunbeet mit Kohlrabi und Blattsellerie.

Hirschhornwegerich (C) by Joachim Wenk
Hirschhornwegerich

Schneckenzaunbeet (C) by Joachim Wenk
Schneckenzaunbeet



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