Samstag, 31. August 2013

Wofür ist eigentlich das Palmenüberwinterungshaus?

Da erzähle ich ein ums andere Mal vom Fortschritt unseres Palmenüberwinterungshauses und heute fällt mir ein, dass ich die Hauptdarsteller dabei noch garnicht richtig vorgestellt habe. Das muß ich selbstverständlich sofort nachholen.

Also da ist die höchste von allen. Ich habe sie als einblättrigen Sämling etwa 1988 vom Campingurlaub am Lago Maggiore mitgebracht. Seither haben wir schone einiges zusammen erlebt. Sie ist mittlerweile so hoch, daß sie nirgends mehr hineinpasst. Wir haben schon überlegt ein auf-und abbaubares Palmenüberwinterungsgewächshauszelt mit Beheizung zu kaufen. Aber wo stellen wir es hin? Da wurde die Idee des Palmenüberwinterungshauses geboren. Hier mußte "nur" die Zwischendecke entfernt und das Dach isoliert werden. Fenster und Tür neu einbauen und Heizung installieren. Schon wird aus dem ehemaligen Kanninchenstall ein Kübelpflanzenüberwinterungshaus.

Palme vom Lago Maggiore (C) by Joachim Wenk
Palmensämling vom Lagio Maggiore
Dann haben wir hier noch die  Palme von der ich unlängst erzählt habe. Das ist die Hauptpflanze im Mörtelkübel. Dieses Jahr ist sie sehr schön, hat keine Spinnmilben und weil nicht viel Wind ist sind die Blätter noch schön und intakt. Die Banane haben wir am Wochenmarkt in Lübeck als kleines Pflänzchen gekauft. Wir überlegen schon wann es war kommen aber nur ungefähr darauf. Es war wahrscheinlich so um 2008.




winterharte Banane (C) by Joachim Wenk
winterharte Banane
 Dann wäre da noch meine Washingtonia. Ca 1985 habe ich ein paar Washingtoniasamen geschenkt bekommen. Etliche Palmen sind daraus gewachsen. Ich habe welche verschenkt,die aber nicht lange überlebt haben. Ich selbst hatte 3 behalten. Eine ging ein, eine ist mir im Winterlager vertrocknet und eine hat überlebt. Sie hat auch schon schlechte Zeiten hinter sich. Ich hatte keinen richtigen Platz mehr für sie und habe sie in einer Garage überwintern müssen. Dunkel und kalt da nicht isoliert, Schiebetor mit Luftschlitzen oben, unten, links und rechts. Dauernd geht das Tor auf, dass die Autos ein- und ausfahren können. Nur eine Plastikplane trennt die Palmen vom Winter. Ein  kleiner Elektroradiator bringt auch nicht genügend wärme. Nach zwei solchen Wintern wäre sie beinahe kaputt gegangen. Sie kränkelte sehr. Aber sie hat sich erholt.

Washingtonia (C) by Joachim Wenk
selbst gesäte Washingtonia
Und nun noch die dritte im Bunde. Meine Dattelpalme. Sie gehörte meinem Bruder. Wie es eben so ist mit den kleinen Brüdern. Sie haben gerne auch das, was der große Bruder hat. (Naja ehrlich gesagt ist es natürlich auch umgekehrt, ich wollte auch viel zu oft das was mein Bruder hat, ob ich etwas damit anfangen konnte oder nicht). Aber mein Bruder ist vielmehr der Techniker nicht der Gärtner und so mußte schon bald ich mich um die Palme kümmern. Mittlwerweile ist sie in meinen Besitz übergegangen. Das ist schon so einige Jahre her. Ich glaube die ist etwa so alt wie die Washingtonia. Aber sie ist bei der EDEKA gekauft. Sie hat die kalten Winter in der Garage besser überstanden. Aber dann war ein besonders kalter Winter und im Frühjahr, nachdem ich sie ausquartiert habe sind alle Wedel bis auf zweieinhalb abgestorben. Es wuchs nichts nach. Aber die bestehenden kümmerlichen Wedel waren grün. Die Palme lebte also. So habe ich sie fast 3 Jahre weiter gepeppelt und nichts ging vorwärts oder rückwärts. Dieses Frühjahr dann schob sie durch. Erst die noch im Herz vorhandenen kaputten Spitzen und dann kamen grüne Stellen nach und nun richtige Wedel. sie hat sich erholt. Puhhh gottseidank. Sie ist hier am rechten Bildrand zu erkennen.

Dattelpalme (c) by Joachim Wenk
Dattelpalme

Dann kommen noch viele Pflanzen dazu. Hier noch ein Bild von meinem Olivenbaum. Gekauft am Gardasee als Erinnerung an super schöne Campingurlaube. Das war so etwa zwischen 1992 und 1994.




Olivenbaum vom Gardasee (C) by Joachim Wenk
Olivenbaum vom Gardasee

Donnerstag, 29. August 2013

Baufortschritt am Palmenüberwinterungshaus

Selbstverständlich geht auch der Ausbau unseres Palmenüberwinterungshauses weiter. Die Decke ist nun endgültig isoliert und fertig verkleidet. Die Fenster sind eingebaut, die Fläche um sie herum isoliert und verkleidet und die Tür ist eingebaut. Hier muß dann noch verputzt werden. Dann kann sauber gemacht und die Heizung installiert werden. Es ist immerhin schon recht herbstlich und ich will ja vorbereitet sein. Ende September kommen regelmäßig die ersten Nachtfröste. Danach wird es immer noch einmal länger warm. Die Palmen müssen zwar für die paar kalten Nächte noch nicht nach drinnen. Aber die empfindlichen Kübelpflanzen müssen zumindest für diese Kälteperiode nach drinnen. Mal sehen wie der September und Oktober dieses Jahr  wird. 


Palmenüberwinterungshaus (C) by Joachim Wenk


Palmenüberwinterungshaus (C) by Joachim Wenk

Palmenüberwinterungshaus (C) by Joachim Wenk

Palmenüberwinterungshaus (C) by Joachim Wenk

Es sind auch die Kleinigkeiten, welche das Gärtnerherz erfreuen


Auf meinem Gartenrundgang habe ich natürlich nicht nur die seltsamen Tiere (siehe  vor-vorhergehender Post) entdeckt, sondern auch noch andere schöne Angelegenheiten. So sind die Malven die ich vor kurzem abgeschnitten habe, da sie Blätter krank waren und Blüten zu Samenständen wurden, erneut wunderschön in Blüte. Das Laub ist wieder gesund und die Blüten mit kräftiger Farbe und zarter Erscheinung, genau wie im Frühsommer.

zweite Malvenblüte nach bodennahem Rückschnitt (C) by Joachim Wenk
2. Malvenblüte nach boden-nahem Rückschnitt
 Die Cassia blüht wirklich ohne auch nur ein einziges Mal Pause zu machen. Sie treibt auch stark. Aber ich kann sie nicht stutzen, daß an jedem Stückchen neuem Trieb wieder Knospen dicht auf dicht sitzen. Überhaupt sind meine Kübelpflanzen wirklich eine Pracht. Ich habe dieses Jahr erstmals Vinasse (ein Melasse-Bio-Dünger) eingesetzt. Der ist sehr dickflüssig, passt aber sogar durch meine automatische Tropfbewässerung. Einmal die Woche bekommen sie eine Dosis und danken es mit sehr gesundem dunklem Laub und wunderbaren Blüten. Sogar mein Oleander, dessen Samen ich vor etlichen Jahre aus Gran Canaria mitbrachte, hat diesen Sommer - also jetzt - seine allerersten Knospen. Was bin ich gespannt auf die Blüten. Die ersten Blüten  nach so vielen Jahren der Pflege und treue zu meinem zwar immergrünen aber bislang blütenlosen Oleander.

Cassia im Dauerblütenmarathon (C) by Joachim Wenk
Cassia im Dauerblütenmarathon
In meiner Olive ist eine Kolonie Kornblumen aufgegangen. Letztes Jahr hatte ich welche in der Palme ausgesät und die haben ihre Samen wohl erfolgreich  verbreitet. Schöne Blüten, von ganz allein ohne Arbeit und Mühen. Man darf eben nur nicht immer gleich alles herausreißen was so aufkeimt.
Kornblumenblüte (C) by Joachim Wenk
Kornblumenblüte im Oleanderlaub


Kornblumen im Olivenbaumkübel (C) by Joachim Wenk
Kornblumen im Olivenbaum-Kübel


 2 "Enzian" als 1 Hochstamm gezogen (C) by Joachim Wenk
2 "Enzian" als 1 Hochstamm gezogen
 Mein Feigenkaktus, ein  Mitbringsel (1 kleines Ohr) aus dem Rhodos-Urlaub 2003. Ich habe noch das Foto von der ursprünglichen Pflanze am Wegesrand. Mehr als mannshoch und mindestens die Höhe auch in der Breite. Dort hat er geblüht und gefruchtet. Vielleicht bekomme ich von ihm hier auch noch einmal Blüten. Wer weiß.
Feigenkaktus (C) by Joachim Wenk
Feigenkaktus aus Rhodos
 Diese hübsche gelbe Rose haben wir im Juni geschenkt bekommen. Wir haben sie ausgepflanzt und sie hat die Hitze und Dürre (mit viel gießen) überstanden. Sie blüht laufend. Eine Blüte nach der anderen erfreut uns hier auf Augenhöhe, wenn man mit dem Auto  heimkommt oder fortfährt. Sie begrüßt uns und verabschiedet uns. Und wir erwidern erfreut.
(C) by Joachim Wenk




 Einen kleinen Ableger meiner winterharten Banane habe ich nach dem Umtopfen hier ausgepflanzt. Es hat seine Zeit gedauert, aber mittlerweile ist es eine sehr schöne  kräftige Pflanze geworden. Wir werden sie hier stehen lassen. Das Ganze ist ein Versuch. Angeblich friert sie bis auf den Boden zurück und treibt, wenn sie die Wurzeln durch Laub etc. geschützt waren im Frühjahr wieder aus. Da die Mutterpflanze mir im Kübel im vorletzten Winter während der Kältewochen im Hasenstall auch bodeneben abgefrohren war und wieder überaus reichlich austrieb wagen wir jetzt den Freilandversuch.
Winterharte Banane ein Freilandversuch   (C) by Joachim Wenk
winterharte Banane - ein Freilandversuch

Mein Khakibaum hatte ja im Frühjahr nach ein paar Jahren ohne Blüten wieder einmal geblüht. Er hatte einige Früchte angesetzt, aber leider ist es wohl wie bei Äpfeln auch, daß ein Teil der Früchte nicht reift, sondern abfällt. Zu dumm, wenn erst gar nicht viele Früchte auf dem Baum hängen. Aber 2 Khakis hängen noch immer am Baum und ich hoffe dass sie tatsächlich  - wie im Gartenkatalog versproche - ausreifen.
Khakifructh am Baum (C) by Joachim Wenk
erste Khakifrucht am Baum 



Die herbstliche Ernte beginnt.

Ist es nicht wundervoll eingerichtet? Rechtzeitig vor dem dunklen, kalten und feuchten Winter ohne Pflanzenwuchs in unseren Breiten liefert die Natur alles was wir für den Winter und unser leibliches Wohl brauchen. Vor vielen Jahren habe ich mir eine Aronia-Beere gekauft. Sie stand dann lange in einem Waschbetonkübel im begrünten Hinterhof. Dann durfte sie letztes Jahr in unseren schönen Garten auf den sonnigen Westhang umziehen. Sie ging gut an und hat auch letztes Jahr schon geblüht und gefruchtet. Unsere gefiederten Mitbewohner im Garten waren so begeistert von den Beeren, dass ich nicht eine einzige geerntet habe. Dieses Jahr hängt der Strauch reichlich voll mit den wertvollen schwarzen Beeren. Ich habe immer wieder getestet, wie reif sie schon sind. Und ich habe immer wieder befürchtet, daß sie bald weg sein werden. Aber dieses Jahr haben die Vögeln nicht eine Beere geholt und so machte ich mich an die Arbeit. Es ist sonnig-bewölkt, warm, riecht wunderbar und es ist ruhig. Hinter der Hecke scharren die nachbarlichen Hühner und einer der beiden Hunde liegt unter der Korkenzieherhasel im Schatten und schaut mir zu. Ich genieße es zu ernten. Sicher wäre ich auch schneller fertig geworden damit, aber es war einfach  ein zu schöner Moment zum Hudeln. Zwei Schüsseln Beeren sind geerntet. Leider haben sie sehr viel Gerbstoffe in sich. Aber auch sehr viele wertvolle Stoffe von Vitaminen über Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie färben unwahrscheinlich stark. Für Marmelade sind sie nicht geeignet. Ich habe sie, wie sonst auch  mit Wasser und etwas Zucker gekocht.  Dann wanderten sie durch die Beerenpresse. Schalen und Kerne und Stiele kommen auf den Kompost, der wertvolle Rest wird nochmals  mit etwas Zucker genießbarer gemacht, aufgekocht und in Flaschen gefüllt. Zuschrauben fertig. Ich verwende ihn im Winter als Gesundheitssirup. Verdünnt mit Mineralwasser und vor allem mit meinem morgentlichen  Kefir kann man ihn gut trinken und hat gleich noch was für die Gesundheit getan.

Aroniabeerenstrauch (C) by Joachim Wenk
Aroniabeerenstrauch

erntereife Aroniabeeren (C) by Joachim Wenk
Erntereife Aroniabeeren

Aroniabeerenernte (C) by Joachim Wenk
Aroniabeerenernte

Als nächstes sind meine Frühkartoffeln dran. Ein paar Mal haben wir ja schon davon gegessen. Da habe ich immer eine Pflanze ausgebuddelt damit wir ein paar Kartoffeln haben. Das Kraut ist abgestorben und ich grabe heute alle aus. Die Erde ist wunderbar. Locker, feucht, riecht gut und lässt sich leicht durchgraben. Da vorher dort Meerrettich stand sind natürlich auch einige Pflanzen von diesem aufgegangen. Die schönen Blätter sammle ich und trockne sie für meinen Krätuertee und ein paar bleistiftdicke Wurzeln verwende ich gleich in der Küche. Die Kartoffelsorte heißt Orla, kommt aus Irland. Sie ist angeblich äußerst Resistent gegen Krautfäule und resistent gegen Schorf. Krautfäule war keine zu erkennen. Ich hatte ja einige Jahre in Folge mit Totalausfällen bei den Kartoffeln. Der nasse April und Mai und zum Teil Juni haben den Kartoffeln aber nichts ausgemacht. Sehr gut. Schorf ist allerdings an einigen Kartoffeln, hält sich aber in Grenzen. Ich habe schon schlimmeres erlebt. Die Kartoffeln sind bis zu handtellergroß. Feste, beinahe glasige Konsistenz. Geschmack ist nicht sehr intensiv. Sie sind festkochend.

Kartoffelernte - die Grabegabel steckt schon (C) by Joachim Wenk
Kartoffelernte - die Grabegabel steckt schon

Kartoffelernte  (C) by Joachim Wenk
Die Gabel lupfen und was kommt zum Vorschein?
Frühkartoffelbeet im Frühjahr (C) by Joachim Wenk
Das Frühkartoffelbeet im Frühjahr
Frühkartoffelbeet im Sommer (C) by Joachim Wenk
das Frühkartoffelbeet im Sommer
Frühkartoffelbeet im Hochsommer (C) by Joachim Wenk
Das Frühkartoffelbeet im Hochsommer

Kartoffelernte das abgeerntete Beet (C) by Joachim Wenk
das abgeerntete Frühkartoffelbeet
Frühkartoffel Orla

die Frühkartoffelernte 2013 (C) by Joachim Wenk
Die Frühkartoffelernte 2013


Der erste Meerrettich dieses Jahr ist auch ausgebuddelt. Von den Pflanzen die zwischen den Kartoffeln aufgingen, weil im Vorjahr dort Meerrettich stand. Ich liebe diese Wurzel. Ich habe im Herbst - Winter- Frühling immer geriebenen Meerrettich im Kühlschrank. Diese  Wurzel hat es in sich. Wer frischen Meerrettich gekostet hat wird mir nicht wiedersprechen. Und diese Inhaltsstoffe sind nebenbei auch noch so gesund. Neuerdings gibt es pflanzliche Tabletten bei Erkältungskrankheiten. Die Inhaltsstoffe: Meerrettich und Kapuzinerkresse. Da verwende ich lieber meinen eigenen Meerrettich. Auflagen, mit  Honig vermengt als Medizin zum Schleimlösen und Vitaminschub, die Blätter im Tee. Er ist für so vieles so gesund. Ich habe mir sogar extra ein Büchlein ausschließlich über den Meerrettich gekauft. Und da schwärmen die Leute immer vom Ingwer wie gesund der ist. Warum in die Ferne schweifen, hier haben wir den - wie ich ihn immer nenne - Franken-Ingwer. Also wenn jemand unbedingt darauf schwört, daß nur Ingwer voller gesunder Heilstoffe ist, dann soll er oder sie sich einmal  über den Meerrettich informieren.
Die Haupternte wird dann Ende Oktober stattfinden. Eingelagert in feuchten Torf in einer Holzkiste mit Deckel und kühl aber frostfrei gelagert, werde ich noch im April Wurzeln zur Verfügung haben. Von den jungen frischen Blättern, die deutlich milder sind als die Wurzeln, mache ich im Laufe des Sommers auch gerne Pesto (mit Walnüssen und Sonnenblumenöl)

erste Meerrettichernte (C) by Joachim Wenk
erste Meerrettichernte


Von meinem Hirschhornwegerich mache ich schon laufend einzelne Blätter ab. Hier wächst er im Schneckenzaunbeet mit Kohlrabi und Blattsellerie.

Hirschhornwegerich (C) by Joachim Wenk
Hirschhornwegerich

Schneckenzaunbeet (C) by Joachim Wenk
Schneckenzaunbeet



Seltsame Tiere und ein tragischer Wildunfall am helllichten Tag....

Heute bin ich wie so oft durch unseren Garten geschlendert und habe alles inspiziert, bewundert, mich erfreut und da sind mir seltsame Mitbewohner im Grün aufgefallen. Die sind überhaupt noch nicht erwähnt worden hier an dieser Stelle und so nehme ich es zu Anlass sie heute vorzustellen.

Regenmesser (C) by Joachim Wenk
Regenmesser
Paradiesvogel (C) by Joachim Wenk
Paradiesvogel

Keramikfigur (C) by Joachim Wenk
Keramikfigur





Die beiden Tierchen haben einen für sie selbst großen Vorteil zu anderen Bewohnern des Gartens. Sie sind so auffällig auch in der Farbgebung, daß man sie kaum übersehen kann. Und sie bleiben immer dort, wo sie hingehören und wo man weiß dass sie sind.

Das ist nicht bei allen Mitbewohnern der Fall und so mußte ich heute, als ich mit den beiden Hunden vom Tierarzt kam leider feststellen, daß ich am hellichten Tag, kurz vor Mittag einen Mitbewohner nicht gesehen habe und er oder sie nun kein Mitbewohner mehr ist. Vielmehr mußte ich ihn/sie flach wie eine Flunder von der Einfahrt kratzen. Das arme Mäuslein muß wohl versucht haben noch vor mir die Einfahrt zu queren und hatte aber keine Chance dazu. Nun auch solche traurigen Dinge gehören zum Alltag - zum Leben - im Garten und eben in und mit der Natur.

Montag, 26. August 2013

Regen, Dunst und Tristesse sorgen automatisch für Besinnung, In-Sich-Gehen und Nachdenken

Mein Lichtwecker rüttelt mich sanft wach. Draußen es es trüb. Ich stehe auf,  Bad, Parterre, Hunde zum Pinkeln rauslassen. Kaffee machen, Brötchen aufbacken und Frühstücken. Die Hunde liegen schnarchend auf ihren Decken. Ich blicke nach draußen. In den vergangenen Wochen war es voll-sonnig, klar, warm und hochsommerlich, als ich zum Wohnzimmerfenster hinausblickte. Heute ist es dunstig, der Himmel ohne Blau aber mit viel verschiedenem Grau. Es nieselt.So beginnt der Herbst. Mit richtig dauerhaft heißem Sommer ist es jetzt erfahrungsgemäß vorbei. Ich bin ein wenig erleichtert, weil ja die arge Hitze über Wochen mir immer Probleme mit dem Gießen im Garten bringt. Außerdem kann man bei der Hitze nichts richtig schaffen im Garten. Wehmütig bin ich auch, weil es dann somit auf den Herbst-Winter und die langen langen dunklen, trüben, kalten und nassen Monate zugeht. Dann wieder ist ein Gefühl dabei, welches den Neustart im Frühjahr vorausahnt. Was werde ich im kommenden Jahr anders machen als dieses Jahr? Aus welchen Fehlern lerne ich, wo habe ich Fehler gemacht? Was lief gut und wird fortgesetzt oder wiederholt?
Dieses Jahr habe ich schon ganz anders gegärtnert als letztes Jahr.  Bewusster, ordentlicher, konsequenter. Ich bin stolz auf mich aus meinen Gefühlen von letztem Jahr gelernt zu haben. Da waren Gefühle von Wiedersprüchen dabei. Ich hatte einen schönen ordentlichen, liebevoll gepflegten Biogarten im Kopf. Dann kam alles so schnell, das Wachstum, die Ernte, die Hitze und Trockenheit, das Ende der Hauptwachstumsperiode, der Herbst. Ich kam ins stolpern, agierte nicht mehr sonder reagiert nur noch und immer einen Tick zu spät und alles zu hastig. Diesjahr habe ich mehr agiert. Geplant. Vor Ende der Hauptwachstumsperiode - jetzt eben - habe ich mir Samen besorgt, die im August und September noch gesät werden. Ich habe schon gesät und vorgezogen. Das Ende trifft mich nicht so abrupt und unerwartet wie im ersten Jahr. Der Anbau geht weiter und jetzt erst wieder richtig los. Gegen die  Weiße Fliege am Kohl habe ich rechtzeitig Niehmöl eingesetzt, sie fast auf Null reduziert. Letztes Jahr habe ich sie zu spät bemerkt und meinen  herrlichen Grünkohl vollständig entsorgen müssen. Ich habe meine in die Wege hängenden Pflanzen hochgebunden und  verschiedenen Stützen und Stecken. Sie liegen nicht unschön kreuz und quer im Garten herum. Und so ist noch einiges, was dieses Jahr besser, erfahrener, schöner, mehr nach meiner Vorstellung verlaufen ist.
Und jetzt bei dem Wetter welches absolut nicht einlädt im Garten zu arbeiten, mache ich Pause. Die Gedanken schweifen ab und ich überlege was war und was ich nächstes Jahr möchte. Das was ich mir vorstelle wird immer mehr Realität. Letztes Jahr, als ich "stolperte" und hetzte hatte ich einen sehr wichtigen Gedanken. Oder sollte ich sagen eine Eingebung? Das Garteln ist für mich Leidenschaft. Mein ein und alles, mein Hobby. Ich lese viele Gartenzeitschriften, Gartenbücher und schau mir gern die Bilder in entsprechenden Magazinen an. Zu beneiden solche Menschen mit den herrlichen Gärten, mit den super romantischen und entspannten Sitzecken, mit den schönen Beeten und dem Gemüse im Garten. Und da viel mir auf, daß es bei mir ja auch so ist, dass ich das ja auch schon habe. Ich sah bei mir immer nur das Unkraut, die Trockenheit, die Krankheiten. Das was noch nicht fertig ist. Und in den Heften ist alles fertig, kein Unkraut am Foto, keine Krankheiten? Nein, schaut man genau hin, sieht man auch zwischen den Gemüsereihen den trockenen rissigen Boden. Oder verfolge ich bei mir den Garten entdecke ich auch die Gemüsereihen wie sie perfekt da stehen. So einen Moment gibt es immer. Danach kann wohl Trockenheit eintreten, der Boden reißen, die Schädlinge kommen und so weiter, aber es gab den Moment wo alles schön war. Ich habe versucht diese Momente und Ausschnitte fotografisch festzuhalten. Wie in den Magazinen. Ein kurzer Ausschnitt und der ist Perfekt. Was davor war und danach ist, sieht man auf dem Foto nicht.
Nein ich habe wirklich so einen Garten wie ich ihn immer wollte. Und ich mache meine Arbeit darin zunehmend entspannter. Bei der Größe und geringen Zeit die ich dafür zur Verfügung habe, komme ich immernoch gerne mal ins Trudeln. Das muß noch und das und dann ist wichtig dass etc. pp. STOP ich mache es weil es Spass macht, weil ich es liebe und daher muß ich es bewußt machen, mit Bedacht und ohne Zwang. Ich will es machen, nicht ich muß es machen. So ist es doch im Leben auch. Immer muß man etwas machen und hofft auf besser, ruhiger Zeiten wo es dann erledigt ist. Und so durchhastet man sein Leben, ist plötzlich 85 oder 90 und liegt im Altenheim im Bett, wartet auf den Tod. Nein, der Weg ist das Ziel. Den Weg sollte man genießen und bewußt wahrnehmen. Was jetzt Probleme sind oder was lästig ist, sieht dann aus der Distanz oder wenn es nicht mehr da ist aus als wäre es das schönste und angenehmste auf Erden, wenn es doch nur (noch) da wäre.
Und so genieße ich die feuchte und erstaunlich milde Luft voller erdiger Geruchsnoten, gehe mit den Hunden Gassi und fahre dann zur Arbeit. Meine Gedanken sind auch während der Fahrt hier und da und resümieren, planen und träumen. Aber nicht damit ich dann, zurück im Garten, etwas tun muß, erledigen muß. Nein, damit ich meinem Traum näher komme. Dem Traum vom schönen romantischen Bio-Garten (als "fertigen" Garten)  UND meinem Ziel von einer schönen, ausgefüllten und  genossenen Lebenszeit  im und für den Garten - also für mich.

Sonntag, 25. August 2013

Gekaufte Blüten und eigene Blüten

Also gut, ich finde mich damit ab, daß es noch nicht bald Frühling wird. Wir waren heute bei Obi und haben das restliche Baumaterial für das Palmenhaus geholt. Selbstverständlich war ich sofort unterwegs in Richtung Gartenabteilung. Und wie es der Zufall so will, habe ich sofort 2 Stauden gefunden, die genau in mein Staudenbeet passen. Im Bild unten könnt ihr sie schon eingepflanzt sehen.... Auch hier war ich  wieder überrascht wie feinkrümelig und locker der Boden war, also ich die Löcher für die beiden Neuen ausgehoben habe. Auch dieses Beet habe ich erst im März oder April umgestochen. Das war Wiese, wie der Rest auch. Aber von Anfang an gemulcht mit Heckenhäcksel.


Staudenbeet (C) by Joachim Wenk
neues Staudenbeet aktuelle Ansicht
Und? Habt ihr die beiden Neuen entdeckt? Nicht? Gut ich helfe ein wenig nach. Das hier ist eine davon "Little Spire" steht auf dem Schild, eine kompakte Blauraute. Sie riecht angenehm Würzig und blüht fleißig. Sie mag Sonne und sie passt sehr gut zur rosa Jacques Cartier Rose.
Blauraute Littel Spire (C) by Joachim Wenk
Blauraute Littel Spire

Blauraute Little Spire (C) by Joachim Wenk
Blauraute Little Spire
Der zweite Neuling ist ein ganz entzückende Herbstanemone in Altrosa. Sie macht sich sehr gut im Grün der Pfingsttrose rechts, Aster links, Kapuzinerkresse vorne und der lila Malve hinten.

Herbstanemone Pretty Lady Emily (C) by Joachim Wenk
Herbstanemone Pretty Lady  Emily

Herbstanemone (C) by Joachim Wenk
Herbstanemone Pretty Lady Emily
Das ist schon schön, wenn man voll erblühte Stauden erwerben und in seinen Garten setzten kann. Gerade bei so ungeduldigen Menschen, wie ich einer bin, tut das gut, auch einmal sofort etwas sehen zu können im Garten und nicht immer Wochen, Monate oder ein ganzes Jahr warten zu müssen. Dabei bleibt aber immer das unschöne Gefühl nicht zu wissen, ob es der Pflanze hier wirklich gefällt, ob sie einwachsen wird und ob sie wieder kommt.
Darum ist es auch schön, neben den gekauften Blüten eigene Blüten im Garten zu haben. Hier etwa mein Topinambur, auf dessen Blüten wir so lange warteten, weil er immer wieder in die Höhe wuchs und wuchs und wuchs. Und immer wieder dachten wir, dass er jetzt sicher bald blüht. Aber anstelle der Blüten kamen Blätter hervor. Jetzt endlich ist Schluß mit Höhe jetzt geht es um Blüten.
blühender Topinambur (C) by Joachim Wenk
blühender Topinambur

blühender Topinambur(C) by Joachim Wenk
blühender Topinambur
Und deswegen waren wir beim Obi. Die beiden Fenster unterm Dach mußten noch geholt werden. Die Tür und die Fenster einbauen stand heute auf dem Programm. Beides ist geschafft. Jetzt muß noch verputzt werden und das Loch neben dem rechten Fenster geschlossen werden. Dann kann von Innen isoliert und gar verkleidet werden.
(C) by Joachim Wenk
neue Fenster und Tür im Palmenhaus
Gegen abend kommen dann immer mehr Wolken Für die nächsten Tage ist viel viel Regen angekündigt und nur noch 16-18°C. Die Gartenarbeit ist für heute beendet. Gießen werde ich nicht, nur im Gewächshaus ist der Boden zu bewässern. Hier wuchern mittlerweile die Gurken, die zu Beginn der Saison immer wieder und wieder ersetzt werden mußten, da sie eingingen. Eine kleine Melone hängt an der auch ehemals fürchterlich mikkrigen Pflanze. Nur die Tomaten scheinen alle kaputt zu gehen. Die Glockenpaprika blüht mittlerweile auch eifrig und ich bin gespannt auf die Früchte.
Meine Winterrettiche im Schnecknzaunbeet stehen auch sehr schön da. Die Schnecken innerhalb des Zauns habe ich wohl recht erfolgreich ausgerottet. Es sind ja ausserhalb der Umrandung noch genügend vorhanden.

Und so genieße ich noch ein wenig meinen Garten und machen einen abendlichen Rundgang.
Staudenbeet mit Gemüsegarten (C) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit Gemüsegarten dahinter
Staudenbeet mit Gemüsegarten dahinter (C) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit Gemüsegarten dahinter
Und dann stehe ich wieder vor der Scheune und stelle mir vor, wie meine vorgestern bestellte Snowflake  Rose daran aussehen wird. Sie kommt rechts neben das Tor und soll hochwachsen und dann oberhalb des Tores noch nach links. Vielleicht schafft sie es über die ganze Torbreite. Irgendwann baue ich mir dann dort oben hinter dem Türchen noch mein "Baumhaus" zum sommerlichen ausruhen und Träumen. Bis dahin wird auf alle Fälle die Snowflake, wenn sie denn gut einwächst und gedeiht einen passenden Rahmen geben. 


(C) by Joachim Wenk

Freitag, 23. August 2013

Wann wird es denn endlich Frühling?

So schön das Gärtnern ja für mich immer ist und immer war und immer sein wird. Bei meiner Ungeduld ist es oft die reinste Folter. Manche meinen ja, daß das Gärtnern aber gerade bei ungeduldigen Menschen zur Ruhe und Gelassenheit zwingt und auch führt.

Gelassenheitstherapie hin oder her -  ich habe gestern Abend und Nacht lange recherchiert. Ich möchte an unsere Scheune neben die Einfahrt eine Kletterrose setzen. Eigentlich habe ich das auch 2012 im Frühjahr gemacht. Und als sie endlich anfing zu treiben haben wir sie versehentlich mit der Motorsense abgemäht. Davon hat sie sich nie wieder erholt. Sie 2 oder 3 Blätter und das war alles in diesem 2. Standjahr.

Da ich ja die beiden Jahre im Garten immer im Frühjahr meine Rosen pflanzte und immer das Wetter nicht mitspielte habe ich mir vorgenommen im Herbst zu pflanzen. Herbst ist bald uns so mußte ich mich für eine Rose entscheiden. Sie soll mindestens so hoch werden wie das Scheunentor und am besten dann oben quer noch weiterwachsen. Sie soll möglichst nicht so sparrige Triebe und harte Dornen haben. Sie muß riechen und möglichst den ganzen Sommer oder remontierend blühen. Die Blütengröße und Form muß zum Landgarten passen. Sie sollte nicht anfällig gegen Mehltau sein und Sonne vertragen.

Und wo man im Internet liest wird so eine Rose anders beschrieben. Einer sagt die hat keine Dornen, der andere beklagt die argen Dornen. Einmal wird sie 2-3 m hoch und ein anderes mal 7 m. Ganz zu schweigen von den Blütenfotos, die angeblich diese Rose abbilden. Also wie entscheidet man sich da. Ich habe mich jetzt entschieden und bestellt. Es war beinahe 1 Uhr in der Nacht. And the winner is.......taraaaaaaaa die Snowflake . Also remontierend ist sie nicht, dafür blüht sie wohl echt wie der Teufel in der Zeit, in der sie blüht. Und ich glaube die Blüte passt auch zum Landgarten. Zumahl die Scheune ja in einem Braunton gestrichen ist, passt das Weiß sicher sehr gut. Meine eigentliche Rose die Climbing Mme Caroline Testout wäre in intensivem Rosa erblüht und das hätte vor der Wand doch nicht so gut ausgesehen. Die Caroline hatte ich schon einmal im Innenhof an einem Seil entlang die wird auch höher als im Katalog. Sie ist wahnsinnig Wuchsfreudig, super starke Triebe mit sehr gefährlichen Stacheln. Aber die Blüten.... ein Traum in Rosa, über und über, remontierend und von unbeschreiblichem Duft. Leider ist sie im vorletzten Winter erfrohren. Das ist auch ein Kriterium für die Neue hier in diesem Garten gewesen. Die Snowflake erfüllt das Kriterium der Frosthärte angeblich.
Climbing Mme Caroline Testout (C) by Joachim Wenk
meine ehemalige Mme Caroline Testout (leider erfrohren)


Na gut, dann werde ich mich jetzt bis nächstes Jahr gedulden, bis ich sehe wie meine Snowflake wachsen wird. Romantisch wird es dann bestimmt ums Scheunentor herum. Hier sieht man die Scheune obn rechts mit Rolltor. Und rechts neben dem Tor wird sie stehen.

(C) by Joachim Wenk

Mittwoch, 21. August 2013

Ein ruhiger Tag im Garten

Heute war ein richtig schöner und ruhiger Tag im Garten. Sonnenschein, 24°C und alles steht frisch weil es geregnet hatte. Man merkt, daß es langsam herbstlich wird. Irgendwie steht die Sonne anders, das Licht ist anders und die Pflanzen sind anders. Die ersten Asternblüten gehen auf. Die Büsche sind so groß dass ich sie ein wenig zusammenbinden musste, damit sie nicht auseinander fallen. Praktisch ist, daß sie vor dem Maschendrahtzaun zum ehemaligen Hühnerlauf stehen. Dort konnte ich sie gleichzeitig anbinden. Die grüne Schnur ist auch kaum zu sehen. Es soll ja möglichst natürlich aussehen im Staudenbeet.
Staudenbeet in spätsommerlicher Nachmittagsonne (C) by Joachim Wenk
Staudenbeet in spätsommerlicher Nachmittagssonne

Asternblüten (C) by Joachim Wenk
erste Asternblüten

Durch den Regen vorgestern ist der Boden so richtig schön feucht. Ich will heute meine vorgezogenen Winterrettiche auspflanzen. Im Schneckenzaunbeet hacke ich zuerst das Unkraut weg. Dann arbeite ich eine Reihe mit der Grabegabel durch. Ich dachte der Boden sei recht hart. Ich habe das Beet erst im Frühjahr von Rasen zu Gemüsebeet umgearbeitet. Und als es jetzt so trocken war hatte der Boden schon Risse und war steinhart. Jetzt aber merke ich dass er wunderbar locker ist. Das Grabegabeln allein langte zum Lockern. Die Pflanzlöcher hätte ich mit den Fingern ausheben können. Ich bin begeistert. Das Grasmulchen im Frühjahr zwischen den Reihen hat mal wieder geholfen. Ich habe etwa 20 Pflanzen gesetzt. Nochmal gegossen und Schneckenkorn gestreut. Jetzt bin ich gespannt, ob morgen noch Pflanzen am Beet stehen oder ob sie wieder ab gefressen sind. Eigentlich hoffe ich ja, daß ich die Schnecken im Beet drinnen größtenteils ausgerottet habe. Und dass mir die Erdflöhe oder Käfer nicht wieder die Rettichblätter zerfressen, werde ich den Boden immer feucht halten und hacken. Beides mögen sie angeblich nicht. Jetzt kann ich ihn ja durch regelmäßiges Gießen feucht halten, da die Gefahr der Schneckenzuwanderung gebannt ist.

Winterrettichsetzlinge (C) by Joachim Wenk
frisch gesetzte Winterrettich-Pflanzen

Vorgezogen habe ich die Pflanzen in einer Styroporplatte.  Die steht auf einer Bewässerungmatte, die wiederum im Wasser in der Schale darunter endet. Das war vom Gartenversand ein Ausverkaufsangebot. Das System ist gut, es funktioniert sehr gut. Ohne den Wasservorrat und die Selbstversorgung der Setzlinge müsste man dauernd darauf achten genug zu gießen. Das ist bei der vergangenen Hitze und den kleinen Töpfchen sehr schwierig. Weil das System funktioniert habe ich mir professionellere Topfplatten und Bewässerungschalen gekauft. Vom Styropor war gleich beim Auspacken etwa abgebrochen. Es ist sehr empfindlich. Was bei beiden Systemen sehr praktisch ist, sind die großen Löcher am Boden jedes Töpfchens. Die Löcher sind beinahe so groß wie der gesamte Durchmesser der Töpfchens. Das verwundert am Anfang, da man meint, daß ja die  ganze Erde wieder herausfällt. Aber man muß sie nur auf ebenen Grund stellen, befüllen, leicht festdrücken und dann auf die Bewässerungsmatte umsetzen. Jetzt sähen und  der Rest geht von allein. Ich habe nicht einmal mehr angegossen. Das Wasser saugt sich selbst von unten durch die Löcher. Wenn die Pflänzchen - wie heute- zum Umsetzen groß genug sind bekommt man sie durch die großen Löcher sehr leicht heraus. Man muß nur von unten mit dem Finger hinein drücken und schon kommt oben das Pflänzchen heraus. Zu diesem Zweck gibt es für die Platten eigens gefertigte Gegenstücke mit ebenso vielen Herausstanzzapfen (anstelle der Finger) wie Töpfchen in der Platte sind. Das ist für den Kleingärtner aber unpraktisch. Bei da somit immer alle Pflänzchen herausgedrückt werden. Ich habe aber immer nur ein paar zum Auspflanzen, die ich dann lieber einzeln herausdrücke.

Styroporsaatplatte mit Winterrettich (C) by Joachim Wenk
Styroporsaatplatte mit Winterrettich

Saatplatte durchwurzelt mit Bewässerungsmatte (C) by Joachim Wenk
Saatplatte durchwurzelt mit Bewässerungsmatte
Dann habe ich noch Spinat und Lauchzwiebeln gesät. Im Freien, ohne Schneckenzaun. Ich lass mich da überraschen ob es klappt. Ich habe den Samen gekauft und die Zeit zum Sähen ist auch. Ich kann mir ja nicht den ganzen Spaß am Garteln von den Schnecken vermiesen lassen.

Im Gewächshaus habe ich schließlich noch ein paar Tomaten geerntet und Fingergürkchen.  2 Zucchini und Buschbohnen habe ich auch geerntet. Ich freue mich schon aufs Mittagessen, wenn es diese gibt.