Montag, 22. Juli 2013

Hochsommer

Es ist ein wunderschöner morgen nach einer leider zu warmen Nacht. Gottseidank scheint die Sonne nicht ins Schlafzimmer. Und wenn wir aufstehen und zum Fenster hinausblicken sehen wir unseren Garten vor uns. Hier und unten am Gartenzaun werde ich heute Nachmittag noch die neuen jeweils 15 m langen Schwitzschläuche auf dem Boden zwischen den Pflanzen verlegen und dann wir da umfangreich bewässert. Wenn ich mich mit dem Schlauch hinstelle komme ich zu nichts anderem mehr und meist bleibt dann der Gemüsegarten auf der Strecke. So bewässert das hier allein und ohne dass Wasser auf die Blätter kommt. Letztes Jahr habe ich mir versucht mit Regnern zu helfen. Das Ergebnis war dann Mehltau überall! 




(c) by  Joachim Wenk
Beet neben Hofeinfahrt

der Vorgarten (c) by  Joachim Wenk
Der Vorgarten

Bodendeckerrose  (c) by  Joachim Wenk
Wann  hängt sie wohl über das Mäuerchen ?
 Aber wir haben ja heute viel vor und sind nicht aufgestanden, um aus dem Fenster zu sehen. Nachmittag kommt die Familie und wir wollen Kaffee trinken und ausgiebig grillen. Aber vorher werden wir  noch ein wenig arbeiten. Die Erlenhecke um den Weiher muß geschnitten werden. Das geht relativ zügig, wären doch nur nicht die unerträglich lästigen Bremsen, die in der Hitze und der Arbeit geradezu zum Dreigestirn des Schreckens mutieren. Aber wir halten durch und bringen unser Werk zu Ende.
Erlenhecke am Weiher schneiden  (c) by  Joachim Wenk
Die Erlenhecke  am Weiher muß geschnitten werden


Erlenhecke am Weiher schneiden  (c) by  Joachim Wenk
Die Uferseite der Hecke ist ja leicht zu schneiden....

geschnittene Erlenhecke  (c) by  Joachim Wenk
Geschafft - trotz Hitze, Schwitzen und Bremsen

Erlenhecke geschnitten  (c) by  Joachim Wenk
sieht doch ganz ordentlich aus oder?

Wasserstand am Weiher (c) by  Joachim Wenk
so viel Wasser fehlt schon wieder im Weiher

lauschiger Pfad zwischen den Weihern  (c) by  Joachim Wenk
lauschiger Pfad zwischen den Weihern

die Uferpromenade  (c) by  Joachim Wenk
die Uferpromenade

Heckenblick von Uferpromenade  (c) by  Joachim Wenk
Blick zur geschnittenen Hecke von der Uferpromenade

 Ausblick der Fische aus dem Weiher  (c) by  Joachim Wenk
Ausblick der Fische aus dem Weiher.....

Ausblick der Fische aus dem Weiher  (c) by  Joachim Wenk
Ausblick der Fische aus dem Weiher

trockener  Weiher  (c) by  Joachim Wenk
trockener Weiher
 Wir kommen noch rechtzeitig zurück in den Garten um die Bewässerungen zu starten und die neuen Bewässerungsschläuche zu installieren  - bevor dann der ruhige Teil des Tages beginnt.
Durch die Scheune und den Walnussbaum liegt das neue Staudenbeet noch im Schatten. Erste zaghafte Blüten zeigen sich hier und da.
Phlox in weiß-pink (C) by Joachim Wenk
ein echter Hingucker finde ich

weiß pink gestreifter Phlox  (c) by  Joachim Wenk
der weiß-pink-gestreifter Phlox blüht



Ehrenpreis (c) by  Joachim Wenk
blauer Ehrenpreis
Hier wird ersichtlich, warum ich von zaghaften ersten Blüten sprach. Vom Haus aus gesehen sind sie kaum erkennbar. Aber nächstes Jahr, da sieht man bestimmt dann mehr von meinen Stauden. Das Beet war bis Ende März ja noch Wiese. Und dann kam das Frühjahr 2013 und so sieht man das doch gleich mit ganz anderen Augen. Eigentlich sind die Stauden ja sogar ganz prächtig. Sie hätten ja auch alle ganz absaufen können oder von den Schnecken zernagt werden .
Blick vom Haus zum Staudenbeet  (c) by  Joachim Wenk
Blick vom Haus zum Staudenbeet
Und so sehen die Stauden das Haus...Hier sieht es noch erstaunlich grün aus. In Wirklichkeit glaube ich ist es viel brauner, verbrannter. Wir haben jedenfalls den ganzen Tag den Regner laufen lassen. Sehr zur Freude meiner Neffen, die sich darunter erfrischen und viel Spass dabei haben. 

Blick von den Stauden zum Haus  (c) by  Joachim Wenk
Blick von den Stauden zum Haus
 Wie schnell doch alles wieder geht. Mein Gemüsegarten sieht nicht mehr sehr schön aus. Erstens ist alles von Schnecken durchlöchert (sofern es überhaupt noch da steht) und zweitens ist es so gewachsen, daß alles aus dem Rahmen fällt. Meine Blauwschokker reißen die Schnüre, welche sie halten sollten bald durch. Drittens ist so heiß und trocken daß alles eher verdörrt und nicht mehr üppig wuchernd aussieht.




Trotzdem kann man immer wieder auch ernten.  Heute habe ich einen ganzen Schwung Petersilie geerntet und fein gehackt. Eingefroren in Eiswürfelbehälter werden das die Vorräte für den Winter. Wenn sie durchgefroren sind, stürze ich sie aus dem Eiswürfelbehälter in einen Gefrierbehälter und habe wieder Platz für die nächste Ration Kräuter.

Der Kohl wächst ganz gut und noch habe ich die weiße Fliege nicht ganz verbannt aber deutlich reduziert. Da muß ich die Tage noch einmal mit Niemöl spritzen. Der Kohlweißling fliegt sehr fleißig und ich bin gespannt ob das Niehmöl auf den Blättern ihn von der Eiablage abhält. Oder ob die ersten Freßversuche der Raupen gleich tödlich enden, wegen des noch auf den Blättern haftenden Niehmöls. Erste Flächen sind schon abgeerntet (Brokkoli, Salat, Spinat, Erbsen) und ich habe Gründünger (Sommerwicke als Erstversuch) gesät.

Grünkohl  (c) by  Joachim Wenk
Grünkohl in der Mittagssonne
Grünkohl    (C) by Joachim Wenk
Grünkohl

Blaukraut    (C) by Joachim Wenk
Blaukraut und abgeerntete Fläche

Weißkraut   (C) by Joachim Wenk
Weißkraut neben Tomaten


(C) by Joachim Wenk
Gründünger gesät - ob der aufgeht?

Meine Erbsen konnte ich nicht mehr grün ernten, die Zeit hat mich eingeholt und die Hitze. Jetzt lasse ich sie am Strauch reifen, es sind ja Palerbsen  und ernte sie dann trocken für  Suppen.

fast reife Blauwschokker    (C) by Joachim Wenk
fast erntereife Blauwschokker
fast erntereife  Blauwschokker    (C) by Joachim Wenk
fast erntereife Blauwschokker 

Erbsen    (C) by Joachim Wenk

Erbsen in der Sommerhitze




Meine Feuerbohnen sind prächtig gewachsen und haben sehr viele  Blüten angesetzt. Denen gefällt glaube ich das Wetter.
Feuerbohnen am Bohnenzelt  (C) by Joachim Wenk
Feuerbohnen am Bohnenzelt
Feuerbohnen am Bohnenzelt   (C) by Joachim Wenk
Feuerbohnen am Bohnenzelt, links daneben Erbsen

Mein Schneckenzaun. Darin habe ich den vorgezogenen Hirschhornwegerich gepflanzt. Er ist angegangen und muß nun nur noch wachsen, auch der Schnittknoblauch steht hier. Neu dazugekommen sind selbst gezogenen Kohlrabi. Gesät habe ich Winterrettich und Herbstrüben. Fleißig gegossen habe ich. Heute komme ich nicht dazu und hoffe dass sie das überstehen. Aber scheinbar sind wirklich keine Schnecken im Beet. Bisher habe ich noch keinen Schaden zu vermelden. Oder aber sie mögen Hirschhornwegerich nicht. Das heißt ich muß meine Kohlrabi gut beobachten. Wenn Schnecken drin sind werden sie sich über diese hermachen und das muß ich dann verhindern. Sofern ich noch dazu komme....Aber ich habe keine Schnecke mehr getötet! Ich will es ja in Grenzen halten und nicht in sinnloses Abschlachten übergehen. Ich habe schon etliche Schüsseln mit eingesammelten Schnecken hinten zum Garten hinausgetragen, die lange Einfahrt hoch, über die Straße in den Graben zur Pferdekoppel. Ich will ja Frieden in meinem Paradies und keinen Krieg. Das heißt ja nicht, daß ich nichts spritze oder auch mal Schneckenkorn streue. Ich denke in der Natur ist es ja so, daß jeder sein Essen und Revier verteidigt. Ich möchte es aber nicht unnötig machen und nur im für mich absolut nötigen Rahmen.  Und ich habe ja gemerkt, dass, je mehr ich Schneckenkorn streue und sie ermorde, desto mehr kommen von draußen wieder rein. Ich gewinne dabei garnichts. Jetzt will ich mal sehen wie die Natur selbst das regelt. Im Moment durch Trockenheit, die hindert die Schnecken den Kohl weiter so rasant zu durchlöchern. Meine zarten neuen Pflänzchen allerdings glaube ich würden sie dennoch zunichte machen. Daher der friedliche Schneckenzaun. Wenn das funktioniert, werde ich nächstes Jahr die Fläche neben dem Gewächshaus komplett damit einzäunen. Dort bietet es sich an weil es rechteckig und nicht dreieckig wie die anderen Beete ist. Und dort ist es besonders nötig, weil sie dort durch den Zaun nachgerückt kommen. Direkt daneben ist eine Wiese und Bäume und dort vermehren sie sich ungestört.




Schneckenzaunbeet  (C) by  Joachim Wenk
Schneckenzaun-Beet


Buschbohnen und Tomaten in der Mittagssonne  (C) by  Joachim Wenk
Buschbohnen und Tomaten in der Mittagssonne
Meine Himbeerableger, die ich letztes Frühjahr gepflanzt habe sind im zeitigen Frühjahr 2013 schön gewachsen. Die Triebe vom vergangen Jahr habe einige Beeren angesetzt. Die neuen Triebe habe ich schön hochgebunden und werde wohl nächstes Jahr mal wieder eine reiche Ernte haben. Die Sträucher habe ich schon viele  Jahre. Sie tragen im Sommer reichlich große Beeren. Davor  meine schwarze Johannisbeere ist ja schon abgeerntet. Da muß ich jetzt nachlesen wann man bei der was genau herausschneidet. Jetzt im Sommer nach der Ernte oder im Frühjahr vor Austrieb? 



Himbeeren und Johannisbeeren  (C) by  Joachim Wenk
Hinten Himbeeren vorne Johannisbeeren

Kartoffeln unterm Walnussbaum  (C) by  Joachim Wenk
Kartoffeln unterm Walnussbaum


Tomatenpflanzen   (C) by  Joachim Wenk
Tomaten mit ersten kleinen Ansätzen von Tomaten

Tomatenpflanzen   (C) by  Joachim Wenk
Tomatenpflanzen 
So das war ein kleiner sommerlicher Rundgang durch den Garten. Es hat nun schon seit 2 Wochen täglich fast 30°C oder mehr. Nachts kühlt es noch unter 20°C ab. Ich messe in Hausnähe aber immer noch warme 15°C oder mehr. Regnen tut es seit dem 30. Juni keinen einzigen Tropfen mehr und der Vorhersage nach bleibt es so und wird noch deutlich heißer tagsüber und auch nachts.  Puhhhhhh das wird was werden.

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