Montag, 10. Juni 2013

Zu tun gibt es immer etwas

Endlich einmal wieder Sonnenschein und warme Luft. Wir waren in kurzen Hosen und im T-Shirt im Garten. Hier ein Lagerbericht:

Volker hat die Fenster vom Hüttenzauber, dem Gärtnerzimmer und künftigen Palmenhaus abgeschliffen und mit dem Pinsel in fieser Feinarbeit lackiert. Ebenso das neue Hintertürchen mit Rostschutz und dann mit grünem Lack gepinselt.

Ich habe die ersten Rosenblüten entdeckt. Einmal die Wildrose, deren Samen ich ca. 1992 oder 1993 von meinem Lieblingsberg am Gardasee mitgebracht hatte. Der Sämling stand dann im Topf im Hof  und dann viele Jahre in meinem Feldgarten. Geblüht hat er irgendwie nicht. Aber die Sentimentalität und Loyalität zu meinen Pflanzen hat mich zu ihr halten lassen. Letztes Jahr habe ich die Pflanze dann, spät im Jahr (April oder Mai) am Feld ausgegraben und bei der großen Trockenheit in meinen neuen Garten gepflanzt. Sie ging sofort an und wuchs. Jetzt hat sie wundervolle intensiv rosa-pinkfarbene Blüten in großer Zahl. Schöööööön



Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling  gesät ca. 1992

Wildrosensämling gesät ca. 1992



Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling gesät ca. 1992





Und wenn ich schon über meine Rosen rede. Ich habe seit ebenfalls vielen Jahren eine so entzückende kleine Rose, wie sie es wohl nicht gleich ein zweites  Mal gibt. Ich habe früher in einem Hinterhof gegärtnert. In der Stadt mit Betonboden. Das heißt, daß ich alle Pflanzen in Töpfen und Kübeln halten musste. Das wiederum bedeutet, der Wuchs darf nicht sehr stark ausfallen und die winterharten Pflanzen müssen wirklich winterhart sein, um im Topf draußen überleben zu können. Als Rosenfan habe ich viele probiert. Von der ersten  Blüte an begeistert war ich von der Pompon de Bourgogne . Sie hat - nach meinem persönlichen Geschmack - perfekte Rosenblüten und das in  Miniaturform. Eben nur daumennagelgroß. Darüber ist das Laub proportional perfekt passen, hellgrün und die Blütchen duften auch noch dazu. Sie war viele Jahre in einem Betonkübel von etwa 40 cm Höhe rund ums Jahr im Freien. Dann ist sie in meinen neuen Garten umgezogen und das Ergebnis seht ihr hier. Um daran zu riechen müsstet ihr mich allerdings demnächst einmal besuchen.


Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)





Aber die Rosen sind nicht die einzigen Blüten, die jetzt so nach und nach im Garten aufgehen. Im Exotenbeet vor dem Haus (winterharte Exoten wie Hibiskus, Zitrone, Palmlilie, Eukalyptus und Banane) blüht der Mohn und der Storchschnabel. Und dahinter in der Tulpen-und Narzissenwiese blühen gelbe Blüten. Da wir die Wiese bis jetzt nicht mähen konnten, da die Zwiebelpflanzen noch nicht eingezogen waren, erscheinen schon die nächsten Blüten mit denen wir nicht gerechnet haben.

Die Banane, die ich jetzt dorthin gepflanzt habe steht seit einiger Zeit in einem riesigen Kübel. In einem Winter der sehr kalt war ist sie uns in der Garage total zurückgefroren. Also alles oberirdische, um dann um so kräftiger von Unten wieder auszutreiben. Der Kaufbeschreibung nach ist sie auch winterhart. So habe ich jetzt einen Ableger beim Umtopfen abgetrennt und in das Exotenbeet gepflanzt. Im Winter werde ich sie über dem Boden abschneiden und mit Laub bedecken. Das ist ein Versuch um zu sehen, ob sie wirklich bei uns ausgepflanzt werden kann. 


Staudenmohn und Storchschnabel    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn und Storchschnabel

Staudenmohn    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn

gelbe Wiesenblumen    (c) Joachim Wenk
gelbe Wiesenblumen


Und in meinem Waldgarten, der noch ein wenig verwildert ist blüht mein neuer Fingerhut. Mein Waldmeister wächst auch stark. Er hat sich gut eingebürgert und ich werde ein paar Pflanzen davon zu Likör verarbeiten. Auch einen Baldrian habe ich dort gepflanzt, der ist aber im Moment noch dabei Fuß zu fassen. Er ist noch nicht gewachsen.

weißer Fingerhut im Waldgarten    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

weißer Fingerhut    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten


Ansonsten habe ich noch meine restlichen Paprika gepflanzt. Im Gewächshaus ist wieder ein Gurke von vor-der-Kälte kaputt gegangen. Den Glockenpaprika habe ich schon einmal mit einem Stützstab versehen, auch wenn er noch nicht gewachsen ist. Dafür wachsen meine Blauwschokker -Erbsen wie verrückt. Ich habe schon 2 Spanndrähte darüber neu spannen müssen. Dafür ist noch keine einzige Blüte zu sehen.

Die Tomaten unter den Hauben sehen zum Teil wirklich fürchterlich aus. Ich bin am Überlegen, ob ich, wenn am Mittwoch der erneute Regen wieder vorbei ist, diese Pflanzen ausgrabe und dafür meine noch nachgezogenen Pflanzen einsetzen werde. 

Und Pastinaken habe ich nochmals gesät, da die im April gesäten nicht aufgegangen sind. Nachdem ich mir ein Büchlein über Pastinaken (Rezepte, Anbau, Historie) gekauft habe sind nun die neuen Pastinaken ähnlich der Kartoffeln auf kleine Hügel gesät. Hoffentlich gehen sie rasch auf, was aber bei diesen Wurzeln ohnehin einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch etwas Dill in die Reihe mit gesät. Normal mache ich das um mit dem schnell aufgehenden Dill die Reihe zu kennzeichnen. Da die Reihe ja diesmal aber ein Hügel ist wäre es nicht nötig gewesen. Bei den Roten Rüben habe ich es auch so gemacht, hier allerdings mit Radieschen. Die waren auch noch in meiner Samenbox aber leider nicht in der Erde. Hier habe ich aber auch immer gute Ernten gehabt, wenn ich im Mai oder Juni gesät habe.

Zum Schluss noch eine traurige Nachricht. Das Storchennest ist leer. Am Samstag morgen als ich vom Gassigehen heimkam, kreisten beide Störche in Serpentinen über unseren Häusern und nun sind sie weg. Wahrscheinlich haben sie sich da verabschiedet? Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende keinen Storch mehr gesehen oder gehört. Es war wohl doch zu nass und kalt. Hoffentlich probieren sie die nächste Brut wieder bei unseren Nachbarn und hoffentlich dann als glückliche Familie.













Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen