Montag, 17. Juni 2013

Ein Sommertag im Garten

Heute habe ich frei  und einen ganzen Tag im Garten verbracht. Traumhaftes warmes Wetter, ab und zu Wolken, daß die Sonne nicht zu sehr brennen kann und ein Lüftchen kühlt ebenfalls von Zeit zu Zeit.

Vor dem großen Fest in vierzehn Tagen muß noch einiges erledigt werden. Oberste Priortiät hat im Moment das Aufräumen und Ordnen oder Pflegen.

Ich habe die letzten übrigen selbst gezogenen Tomatenpflanzen in das Gewächshaus gesetzt. Mit Gurken wird das dieses Jahr nichts. Ich habe wieder eine Fingergurke mit 2 reifen Gürkchen, die mache ich ab und das wird es dann gewesen sein für diese Pflanze. Sie wächst eher rückwärts. Ich habe mir schon vorgenommen im kommenden Jahr, wenn dann das Palmenhaus zum Überwintern fertig ist, dort im Frühjahr meine Pflanzen vermehrt selbst zu ziehen. Dann habe ich auch gleich bio-Saatgut verwendet. Und die Sorten, wie ich sie mir aussuche. Die Tomaten, die ich dieses Jahr spät noch gesät habe, und die Kürbisse waren erste Klasse.

Im Gewächshaus habe ich nun auch meine 4 dortigen Tomaten mit Schnüren von der Decke zum Boden versorgt. Ich ziehe Tomaten immer 3-4-triebig. Und diese Seitentriebe, die ja auch Früchte tragen müssen gut gestützt werden. Im Gewächshaus die Tomaten blühen nun bereits. Ich bin schon sehr gespannt auf die unterschiedlichen Sortenmerkmale. Die werde ich mir sorgfältig notieren für die Entcsheidungsfindung im nächsten Frühjahr.

Ich habe auch meinen Brombeerstrauch aus der Schweiz, den wir von Volkers  Tante zur Hochzeit bekommen habe eingepflanzt. Im Moment ist an der Stange die als Rankgerüst dienen soll zwar noch das Dach mit  Feuerholz darunter angebracht. Dieses soll ohnehin von dort weggeräumt werden. Jetzt muß es wenigstens zeitnah geschehen damit die Brombeere befestigt werden und nächstes Jahr hoffentlich richlich tragen kann. Da der Wurzelstock immer kühl unter Mulch sein soll habe ich halbverrotteten Hecken-Hecksel darüber gegeben. Jetzt kann sie loslegen mit Wachsen.

Im Beet am Haus habe ich meinen Maggibusch umgesetzt. Er ist wie üblich jetzt bereits schon fast 2m hoch und erdrückt mein Khaki-Bäumchen. Jetzt habe ich ihn ausgegraben, geteilt und abgeschnitten. Die Blätter zum Teil zum Trocknen ausgelegt und die Pflanzenstöcke  bei Kompost wieder eingepflanzt. Dort kann er wachsen und stört nicht. Als Gewürz verwende ich ihn im Kräutersalz und der selbst gemachten Instant-Gemüsebrühe. Da er aber derart geschmacksintensiv ist braucht man ja nur sehr wenig davon. Mit dem frischen Blattgrün kann man allerdings ähnlich Pesto-Genovese ein Liebstöckel-Pesto (Walnüsse statt Pinienkerne) zubereiten. Über Tomaten-Mozzarella schmeckt es sehr gut und kam bei den Gästen auch sehr gut an.

Meine Blauwschokker Erbsen haben bald die 2m-Höhe erreicht. In der Beschreibung stand sie werden über einen Meter hoch und müssen gestützt werden. Nun habe ich meine Rankhilfe schon mit Stöcken und Leinen überarbeitet. Jetzt geht es nicht mehr höher. Nun aber sind die ersten Knospen erkennbar. Auf die flieder-blauen Blütchen bin ich schon sehr gespannt. Wenn die Erbsen auch gut schmecken nehme ich gleich fürs nächste Jahr Samen ab. Dann muß ich mir aber eine Bohnen-Ranghilfe zulegen oder basteln. Bei der Wuchsfreudigkeit sind Erbsenrankgitter hoffnungslos zu niedrig.

Die Kartoffeln treiben auch sehr schön. Interessant ist auch zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten in Statur und Blattfärbung sind. Meine Sellerie haben schon den ersten Knollenansatz sichtbar und der Lauch und überhaupt aller Kohl wächst flott. Mancher Kohl ist von Schnecken arg zerfressen. Jetzt muß ich anfangen nach Raupen zu sehen. Ich werde mir von Neudorff das Raupenspritzmittel Xentari zulegen, da die Raupen erfahrungsgemäß sehr unschöne Schäden hervorrufen und in Massen auftreten. Absammel ist auch immer eine eklige Angelegenheit.

Dann haben wir die Betonwegplatte aufgefräst und unser Stromkabel wieder ein wenig in Richtung  Brunnen verlegt.

(C) by Joachim F. Wenk
die Wegplatte ist schon wieder zubetoniert

(C) by Joachim F. Wenk
von hier ist es nicht mehr weit bis zum Brunnen

(C) by Joachim F. Wenk
am linken Bildrand wird der Brunnen installiert




Eine meiner letztjährigen Rosen hat nun auch geblüht. 3 Blüten waren es. Es ist Marguerite Hilling vorne am Zaun. Letztes Jahr gepflanzt und dann im fürchterlichen Hitze- und Trockensommer 2012 mit Gießkanne gepeppelt, weil sie an relativ trockener Stelle im Garten steht. Dort ist der Grund auch noch abschüssig, daß das Gießwasser eher fortläuft als zu versickern. Und ich erinnerte mich immer an die Pflanzenbeschreibeung von 2 m Höher der Strauchrose. Sie ist vielleicht 30 cm hoch. Aber dieses Jahr hat sie nun geblüht und man sieht schon Triebe die wohl noch ein wenig wachsen wollen in dieser Saison. Toi toi toi damit endlich am Zaun auch etwas großes blühendes steht. Und  robust muß es dort sein, damit es die am Zaun entlangtobenden Hunde nicht immer platt treten....

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüten Marguerite Hilling gepflanzt 2012

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüte Marguerite Hilling gepflanzt 2012


(C) by Joachim F. Wenk
der Zaun vom Standpunkt der  Marguerite Hilling aus


Und weil die Farbe sehr schön zur Rose passt hier noch ein paar Blüten vom blauen Storchschnabel. Der war schon im Garten. Ich habe ihn dieses Frühjahr ausgegraben geteilt und in mein neues Studenbeet gepflanzt. Dort blüht er bereits neben dem gekauften Storchschnabel. Die Rosen sind wohl fast ertrunken und die Dahlien und anders haben die Schnecken aufgefressen. Dort habe ich auch einen echten Eibisch gepflanzt. Jetzt habe ich in einer Zeitschrift gelesen, daß die Bauerngartenpflanze, Stockrose, die ich auch ausgesät und dorthin gepflanzt habe in eine Familie gehören. Und was ich super interessant fand. Der Eibisch heißt im Englischen Marshmallow, also Sumpfmalve. Stimmt den Begriffe kennt man wo ganz anders her. Und genau das ist richtig. Laut dem Bericht wurden diese Süßigkeiten aus den schleimigen Substanzen aus der Eibischwurzel, Eiweiß und Zucker hergestellt. Wenn er die Schnecken überlebt und blüht werde ich ihn fotografieren.
(C) by Joachim F. Wenk
blauer Storchschnabel

Ansonsten habe ich noch in stundenlanger Arbeit auf den Knien den Bewuchs zwischen den Terrassenplatten herausgekratzt. Da stand das Gras schon so hoch, daß man darüber stolperte....

Dann habe ich die Wildniss bei den Geranien und meiner Captain John Ingram abgemäht. Ich weiß einfach noch nicht was ich mit dieser Stelle im Garten mache. Direkt am Zaun, neben der Haupteinfahrt ins Grundstück und so wenig schmuck gestaltet. Dort haben wir 3 sehr große Nadelbäume umgesägt, deren Stümpfe natürlich jetzt noch im Boden stecken. Ich habe meine Kletterhortensie und die Wildrosensämlingsrose und meine Aronia-Beere hingepflanzt. Diesjahr dann die Mossrose. Aber der Wildwuchs ist wirklich ungestüm und bis ich weiß, wie ich das Eckchen anlengen will muß ich halt mir der Sense durch. .

Die automatische Bewässerung meiner Kübelpflanzen mußte überholt werden. Meine größte Palme hat den Topf derart durchwurzelt, daß kein Wasser, nicht einmal durch die Tropfbewässerung in das Erdreich gelang. Jetzt habe ich mit Hammer und Meisel an ein paar Stellen etwa 5cm tief die Wurzeln entfernt und somit Mulden für das Wasser geschaffen. Dort kann es hineintropfen und dann besser versickern. Ich denke da muß ich mit dem Topf und den Wurzeln im Herbst oder Frühjahr etwas unternehmen.



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