Sonntag, 23. Juni 2013

Rosenblüten, ein erfrischender Brunnen und ein köstliches Abendessen im Freien....

....zuvor ein paar Stunden Arbeit. Das wollen wir doch nicht verschweigen!

Vor unserem großen Fest am Wochenende heißt es noch immer groß-Reinemachen. Im Garten fangen wir an und arbeiten uns dann ins Haus vor.

Ich habe mal wieder den halben Tag auf allen Vieren verbracht und das "Unkraut" was meine Pflanzen zu nahe kam beseitigt. Dann war ich im ganzen Garten mit dem Schlauch zum Gießen unterwegs. Es ist warm, war die Tage glühend heiß und es fällt kein Regen. Heute weht ein starker  Wind und so ist alles schon wieder steinhart und trocken. Gut dass wir einen eigene Brunnen haben, sonst würde das Gießwasser uns noch finanziell ruinieren.

Die Empress Josephine  vom letzten Jahr blüht mit etlichen Blüten. Wunderschöne zersauste oder gerüschte große Blüten mit süßem Duft.  Auch die Rose de Resht von diesem Jahr hat eine erste intensiv gefärbte Blüte mit schönem Duft. Sie steht unmittelbar hinter unserem Brunnen und wird, wenn sie gewachsen ist ein schöner Hintergrund für das plätschernde Wasser sein.

(C) by Joachim F. Wenk
Empress Josephine


(C) by Joachim F. Wenk
Empress Josephine


(C) by Joachim F. Wenk
Empress Josephine

(C) by Joachim F. Wenk
Empress Josephine

(C) by Joachim F. Wenk
Rose de Resht

(C) by Joachim F. Wenk
Rose de Resht

Die Geranien haben sich auch langsam erholt und fangen an sich an den Sommersitz zu gewöhnen. Die ersten Blüten sind  Vorfreude auf die folgende kitschig-bunte Vielfalt.

(C) by Joachim F. Wenk
bunte Geraniensammlung
 Die Malven blühen bereits in mystischem Lila. Sie sähen sich reichlich selbst aus und stehen verteilt im Garten, wo immer es ihnen gefällt. Unkraut oder Zierkraut? Wer will das entscheiden.

(C) by Joachim F. Wenk
Malven, die sich selbst aussähen

(C) by Joachim F. Wenk
Malven, Storchschnabel und Strelitzie

(C) by Joachim F. Wenk
Malven, Storchschnabel und Strelitzie


Und an mehreren Stellen im Garten blüht er jetzt der Holler. Der Holunder. Der Holundersirup für Salatsaucen, Sekt à la Hugo, Gebäck und Glasuren und vieles  mehr ist schon fertig bereitet und wartet in der Speisekammer auf seinen großen Auftritt.

(C) by Joachim F. Wenk
der Holler hinter dem ehemaligen Hühnerhaus

(C) by Joachim F. Wenk
Holler neben der Gartenbank


(C) by Joachim F. Wenk
Holler von der Bank aus gesehen


Mein Kräutergarten bringt die erste Ernte für die Küche in diesem Jahr.

(C) by Joachim F. Wenk
der Kräutergarten


Beim großen Pflanzenumzug im vergangen Jahr kam auch eine schon ältere Kletterhortensie mit in den Garten. Sie stand auf Betonboden in einem Beton-Kanalrohr-Ring. Sie erklomm die Hauswand mehrere Meter hoch und blühte überreich in jedem Jahr. Wie bringt man so eine große Pflanze 20km weiter in einen Garten? Trotzt Anhänger musste sie auf etwa 80cm Höhe gekappt werden. So bekamen wir sie mit dem Wurzelballen aus dem Betonring heraus. Leider war ja letztes Jahr nach der Umzugsaktion sofort der lange trockene Sommer und das gefiel ihr garnicht. Sie wurde grün aber wuchs überhaupt nicht. Dieses Jahr blüht sie wieder und ich hoffe, dass sie wieder wächst und das Dreibein-Gerüst aus Haselnußruten schön bewächst. 

(C) by Joachim F. Wenk
Kletterhortensie


Volker hat sich daran gemacht das Loch für unseren Brunnen auszuheben. Von der Arbeitswut gepackt hat er dann den Brunnen komplett und betriebsbereit installiert.

(C) by Joachim F. Wenk
der Unterbau

(C) by Joachim F. Wenk
die Einzelteile



(C) by Joachim F. Wenk
das Ergebnis - unser beleuchteter Brunnen

(C) by Joachim F. Wenk
das Ergebnis - unser beleuchteter Brunnen


(C) by Joachim F. Wenk
das Ergebnis - unser beleuchteter Brunnen


(C) by Joachim F. Wenk
das Ergebnis - unser beleuchteter Brunnen


Gegen Abend haben wir dann ein Lagerfeuer in unserer Feuerschale entfacht. Fleißig nachgefeuert und als genug Glut vorhanden war begann der gemütliche Teil des  Abends. Gegrillte Gemüse, ein Stückchen Fleisch und Wurst (klar blieb für die Hunde auch ein wenig übrig) und ein kühles Bier mit Blick auf den in der Dämmerung schon schön leuchtende Brunnen. Herrlich!






Dienstag, 18. Juni 2013

Wachstum bei Hitze

So ein Jahr! Erst erfroren, dann "ersoffen" und jetzt verbrannt. 38°C hatten wir heute!

Dennoch muß ich sagen, daß die Pflanzen erstaunlich gut dastehen. Sie haben einen regelrechten Wachstumsschub hinter sich. Scheinbar ist noch genug Feuchte im Boden.

Meine fliederfarbenen Blauwschokker-Erbsen blühen endlich. In etwa 1,90cm Höhe. Wundervolle Farbe. Eine Zierde für den Gemüsegarten. Daneben die normalen Erbslein blühen auf Kniehöhe.

(C) by Joachim F. Wenk
Blauwschokker Blüte

(C) by Joachim F. Wenk
Blauwschokker  Blüte

(C) by Joachim F. Wenk
normale Erbse in Blüte

(C) by Joachim F. Wenk
Vergleich Blauwschokker Erbse und normale Erbse


Die kürzlich gepflanzten Tomaten stehen auch aufrecht und sind nicht welk. Das freut mich sehr.

Meine Pfingstrosen werden wohl auch heute noch oder morgen aufblühen. Gut dass dann die Hitze vorüber ist und so die Blüten doch vielleicht ein paart Tage halten. Eine Staude vom letzten Jahr ist auch wieder gekommen und blüht mit schönen blauen Glocken. Ich glaube, neben dem Tränenden Herz ist es meine erste im Garten von mir gepflanzte Staude die wieder gekommen ist und blüht. Eigentlich nichts weltbewegendes. Mir fällte es nur auf, da ich ja immerfort am Pflanzen bin und ungeduldig auf Wachstum und Blüten warte und das eben in der Natur nicht zu erzwingen. Es braucht seine Zeit. Und bei den ersten Pflanzen ist die tatsächlich gekommen und sie sind eingewachsen und blühen. Schön!

(C) by Joachim F. Wenk
Pfingstrosen

(C) by Joachim F. Wenk
Pfingstrosen


Eine weitere Rose hat dicke Knospen mit bereits rosa Schimmer. Die blüht auch jetzt bald auf. Und meine Kübelpflanzen stehen auch schön im Saft. Die Zitruspflanzen und den Drachenbaum hat die Kälte/Frost mit Dauerregen im Mai geschädigt, aber sie scheinen noch zu leben und werden sich sicher erholen. Meine Datura treibt auch reichlich aus. Ich habe sie im letzten Herbst nicht stark zurückgeschnitten. Sonst musste ich sie immer fast auf Bodennähe abschneiden, da kein Überwinterungsplatz vorhanden war. Bis sie dann wieder da war und blühen konnte war es immer schon Herbst. Und ich habe gelesen, daß sie schneller blüht, wenn sie nicht so stark geschnitten wird.Wir werden  sehen, wann die ersten Blüten kommen.

(C) by Joachim F. Wenk
meine Kübelpflanzen

(C) by Joachim F. Wenk
meine Kübelpflanzen


Meine Zwergseerose im Regenfass hat auch schon 2 offene Blüten und eine Knospe. So früh war sie noch nie dran mit Blütenschmuck.

(C) by Joachim F. Wenk
Zwergseerose im Regenfass


Montag, 17. Juni 2013

Ein Sommertag im Garten

Heute habe ich frei  und einen ganzen Tag im Garten verbracht. Traumhaftes warmes Wetter, ab und zu Wolken, daß die Sonne nicht zu sehr brennen kann und ein Lüftchen kühlt ebenfalls von Zeit zu Zeit.

Vor dem großen Fest in vierzehn Tagen muß noch einiges erledigt werden. Oberste Priortiät hat im Moment das Aufräumen und Ordnen oder Pflegen.

Ich habe die letzten übrigen selbst gezogenen Tomatenpflanzen in das Gewächshaus gesetzt. Mit Gurken wird das dieses Jahr nichts. Ich habe wieder eine Fingergurke mit 2 reifen Gürkchen, die mache ich ab und das wird es dann gewesen sein für diese Pflanze. Sie wächst eher rückwärts. Ich habe mir schon vorgenommen im kommenden Jahr, wenn dann das Palmenhaus zum Überwintern fertig ist, dort im Frühjahr meine Pflanzen vermehrt selbst zu ziehen. Dann habe ich auch gleich bio-Saatgut verwendet. Und die Sorten, wie ich sie mir aussuche. Die Tomaten, die ich dieses Jahr spät noch gesät habe, und die Kürbisse waren erste Klasse.

Im Gewächshaus habe ich nun auch meine 4 dortigen Tomaten mit Schnüren von der Decke zum Boden versorgt. Ich ziehe Tomaten immer 3-4-triebig. Und diese Seitentriebe, die ja auch Früchte tragen müssen gut gestützt werden. Im Gewächshaus die Tomaten blühen nun bereits. Ich bin schon sehr gespannt auf die unterschiedlichen Sortenmerkmale. Die werde ich mir sorgfältig notieren für die Entcsheidungsfindung im nächsten Frühjahr.

Ich habe auch meinen Brombeerstrauch aus der Schweiz, den wir von Volkers  Tante zur Hochzeit bekommen habe eingepflanzt. Im Moment ist an der Stange die als Rankgerüst dienen soll zwar noch das Dach mit  Feuerholz darunter angebracht. Dieses soll ohnehin von dort weggeräumt werden. Jetzt muß es wenigstens zeitnah geschehen damit die Brombeere befestigt werden und nächstes Jahr hoffentlich richlich tragen kann. Da der Wurzelstock immer kühl unter Mulch sein soll habe ich halbverrotteten Hecken-Hecksel darüber gegeben. Jetzt kann sie loslegen mit Wachsen.

Im Beet am Haus habe ich meinen Maggibusch umgesetzt. Er ist wie üblich jetzt bereits schon fast 2m hoch und erdrückt mein Khaki-Bäumchen. Jetzt habe ich ihn ausgegraben, geteilt und abgeschnitten. Die Blätter zum Teil zum Trocknen ausgelegt und die Pflanzenstöcke  bei Kompost wieder eingepflanzt. Dort kann er wachsen und stört nicht. Als Gewürz verwende ich ihn im Kräutersalz und der selbst gemachten Instant-Gemüsebrühe. Da er aber derart geschmacksintensiv ist braucht man ja nur sehr wenig davon. Mit dem frischen Blattgrün kann man allerdings ähnlich Pesto-Genovese ein Liebstöckel-Pesto (Walnüsse statt Pinienkerne) zubereiten. Über Tomaten-Mozzarella schmeckt es sehr gut und kam bei den Gästen auch sehr gut an.

Meine Blauwschokker Erbsen haben bald die 2m-Höhe erreicht. In der Beschreibung stand sie werden über einen Meter hoch und müssen gestützt werden. Nun habe ich meine Rankhilfe schon mit Stöcken und Leinen überarbeitet. Jetzt geht es nicht mehr höher. Nun aber sind die ersten Knospen erkennbar. Auf die flieder-blauen Blütchen bin ich schon sehr gespannt. Wenn die Erbsen auch gut schmecken nehme ich gleich fürs nächste Jahr Samen ab. Dann muß ich mir aber eine Bohnen-Ranghilfe zulegen oder basteln. Bei der Wuchsfreudigkeit sind Erbsenrankgitter hoffnungslos zu niedrig.

Die Kartoffeln treiben auch sehr schön. Interessant ist auch zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten in Statur und Blattfärbung sind. Meine Sellerie haben schon den ersten Knollenansatz sichtbar und der Lauch und überhaupt aller Kohl wächst flott. Mancher Kohl ist von Schnecken arg zerfressen. Jetzt muß ich anfangen nach Raupen zu sehen. Ich werde mir von Neudorff das Raupenspritzmittel Xentari zulegen, da die Raupen erfahrungsgemäß sehr unschöne Schäden hervorrufen und in Massen auftreten. Absammel ist auch immer eine eklige Angelegenheit.

Dann haben wir die Betonwegplatte aufgefräst und unser Stromkabel wieder ein wenig in Richtung  Brunnen verlegt.

(C) by Joachim F. Wenk
die Wegplatte ist schon wieder zubetoniert

(C) by Joachim F. Wenk
von hier ist es nicht mehr weit bis zum Brunnen

(C) by Joachim F. Wenk
am linken Bildrand wird der Brunnen installiert




Eine meiner letztjährigen Rosen hat nun auch geblüht. 3 Blüten waren es. Es ist Marguerite Hilling vorne am Zaun. Letztes Jahr gepflanzt und dann im fürchterlichen Hitze- und Trockensommer 2012 mit Gießkanne gepeppelt, weil sie an relativ trockener Stelle im Garten steht. Dort ist der Grund auch noch abschüssig, daß das Gießwasser eher fortläuft als zu versickern. Und ich erinnerte mich immer an die Pflanzenbeschreibeung von 2 m Höher der Strauchrose. Sie ist vielleicht 30 cm hoch. Aber dieses Jahr hat sie nun geblüht und man sieht schon Triebe die wohl noch ein wenig wachsen wollen in dieser Saison. Toi toi toi damit endlich am Zaun auch etwas großes blühendes steht. Und  robust muß es dort sein, damit es die am Zaun entlangtobenden Hunde nicht immer platt treten....

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüten Marguerite Hilling gepflanzt 2012

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüte Marguerite Hilling gepflanzt 2012


(C) by Joachim F. Wenk
der Zaun vom Standpunkt der  Marguerite Hilling aus


Und weil die Farbe sehr schön zur Rose passt hier noch ein paar Blüten vom blauen Storchschnabel. Der war schon im Garten. Ich habe ihn dieses Frühjahr ausgegraben geteilt und in mein neues Studenbeet gepflanzt. Dort blüht er bereits neben dem gekauften Storchschnabel. Die Rosen sind wohl fast ertrunken und die Dahlien und anders haben die Schnecken aufgefressen. Dort habe ich auch einen echten Eibisch gepflanzt. Jetzt habe ich in einer Zeitschrift gelesen, daß die Bauerngartenpflanze, Stockrose, die ich auch ausgesät und dorthin gepflanzt habe in eine Familie gehören. Und was ich super interessant fand. Der Eibisch heißt im Englischen Marshmallow, also Sumpfmalve. Stimmt den Begriffe kennt man wo ganz anders her. Und genau das ist richtig. Laut dem Bericht wurden diese Süßigkeiten aus den schleimigen Substanzen aus der Eibischwurzel, Eiweiß und Zucker hergestellt. Wenn er die Schnecken überlebt und blüht werde ich ihn fotografieren.
(C) by Joachim F. Wenk
blauer Storchschnabel

Ansonsten habe ich noch in stundenlanger Arbeit auf den Knien den Bewuchs zwischen den Terrassenplatten herausgekratzt. Da stand das Gras schon so hoch, daß man darüber stolperte....

Dann habe ich die Wildniss bei den Geranien und meiner Captain John Ingram abgemäht. Ich weiß einfach noch nicht was ich mit dieser Stelle im Garten mache. Direkt am Zaun, neben der Haupteinfahrt ins Grundstück und so wenig schmuck gestaltet. Dort haben wir 3 sehr große Nadelbäume umgesägt, deren Stümpfe natürlich jetzt noch im Boden stecken. Ich habe meine Kletterhortensie und die Wildrosensämlingsrose und meine Aronia-Beere hingepflanzt. Diesjahr dann die Mossrose. Aber der Wildwuchs ist wirklich ungestüm und bis ich weiß, wie ich das Eckchen anlengen will muß ich halt mir der Sense durch. .

Die automatische Bewässerung meiner Kübelpflanzen mußte überholt werden. Meine größte Palme hat den Topf derart durchwurzelt, daß kein Wasser, nicht einmal durch die Tropfbewässerung in das Erdreich gelang. Jetzt habe ich mit Hammer und Meisel an ein paar Stellen etwa 5cm tief die Wurzeln entfernt und somit Mulden für das Wasser geschaffen. Dort kann es hineintropfen und dann besser versickern. Ich denke da muß ich mit dem Topf und den Wurzeln im Herbst oder Frühjahr etwas unternehmen.



Montag, 10. Juni 2013

Zu tun gibt es immer etwas

Endlich einmal wieder Sonnenschein und warme Luft. Wir waren in kurzen Hosen und im T-Shirt im Garten. Hier ein Lagerbericht:

Volker hat die Fenster vom Hüttenzauber, dem Gärtnerzimmer und künftigen Palmenhaus abgeschliffen und mit dem Pinsel in fieser Feinarbeit lackiert. Ebenso das neue Hintertürchen mit Rostschutz und dann mit grünem Lack gepinselt.

Ich habe die ersten Rosenblüten entdeckt. Einmal die Wildrose, deren Samen ich ca. 1992 oder 1993 von meinem Lieblingsberg am Gardasee mitgebracht hatte. Der Sämling stand dann im Topf im Hof  und dann viele Jahre in meinem Feldgarten. Geblüht hat er irgendwie nicht. Aber die Sentimentalität und Loyalität zu meinen Pflanzen hat mich zu ihr halten lassen. Letztes Jahr habe ich die Pflanze dann, spät im Jahr (April oder Mai) am Feld ausgegraben und bei der großen Trockenheit in meinen neuen Garten gepflanzt. Sie ging sofort an und wuchs. Jetzt hat sie wundervolle intensiv rosa-pinkfarbene Blüten in großer Zahl. Schöööööön



Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling  gesät ca. 1992

Wildrosensämling gesät ca. 1992



Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling gesät ca. 1992





Und wenn ich schon über meine Rosen rede. Ich habe seit ebenfalls vielen Jahren eine so entzückende kleine Rose, wie sie es wohl nicht gleich ein zweites  Mal gibt. Ich habe früher in einem Hinterhof gegärtnert. In der Stadt mit Betonboden. Das heißt, daß ich alle Pflanzen in Töpfen und Kübeln halten musste. Das wiederum bedeutet, der Wuchs darf nicht sehr stark ausfallen und die winterharten Pflanzen müssen wirklich winterhart sein, um im Topf draußen überleben zu können. Als Rosenfan habe ich viele probiert. Von der ersten  Blüte an begeistert war ich von der Pompon de Bourgogne . Sie hat - nach meinem persönlichen Geschmack - perfekte Rosenblüten und das in  Miniaturform. Eben nur daumennagelgroß. Darüber ist das Laub proportional perfekt passen, hellgrün und die Blütchen duften auch noch dazu. Sie war viele Jahre in einem Betonkübel von etwa 40 cm Höhe rund ums Jahr im Freien. Dann ist sie in meinen neuen Garten umgezogen und das Ergebnis seht ihr hier. Um daran zu riechen müsstet ihr mich allerdings demnächst einmal besuchen.


Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)





Aber die Rosen sind nicht die einzigen Blüten, die jetzt so nach und nach im Garten aufgehen. Im Exotenbeet vor dem Haus (winterharte Exoten wie Hibiskus, Zitrone, Palmlilie, Eukalyptus und Banane) blüht der Mohn und der Storchschnabel. Und dahinter in der Tulpen-und Narzissenwiese blühen gelbe Blüten. Da wir die Wiese bis jetzt nicht mähen konnten, da die Zwiebelpflanzen noch nicht eingezogen waren, erscheinen schon die nächsten Blüten mit denen wir nicht gerechnet haben.

Die Banane, die ich jetzt dorthin gepflanzt habe steht seit einiger Zeit in einem riesigen Kübel. In einem Winter der sehr kalt war ist sie uns in der Garage total zurückgefroren. Also alles oberirdische, um dann um so kräftiger von Unten wieder auszutreiben. Der Kaufbeschreibung nach ist sie auch winterhart. So habe ich jetzt einen Ableger beim Umtopfen abgetrennt und in das Exotenbeet gepflanzt. Im Winter werde ich sie über dem Boden abschneiden und mit Laub bedecken. Das ist ein Versuch um zu sehen, ob sie wirklich bei uns ausgepflanzt werden kann. 


Staudenmohn und Storchschnabel    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn und Storchschnabel

Staudenmohn    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn

gelbe Wiesenblumen    (c) Joachim Wenk
gelbe Wiesenblumen


Und in meinem Waldgarten, der noch ein wenig verwildert ist blüht mein neuer Fingerhut. Mein Waldmeister wächst auch stark. Er hat sich gut eingebürgert und ich werde ein paar Pflanzen davon zu Likör verarbeiten. Auch einen Baldrian habe ich dort gepflanzt, der ist aber im Moment noch dabei Fuß zu fassen. Er ist noch nicht gewachsen.

weißer Fingerhut im Waldgarten    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

weißer Fingerhut    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten


Ansonsten habe ich noch meine restlichen Paprika gepflanzt. Im Gewächshaus ist wieder ein Gurke von vor-der-Kälte kaputt gegangen. Den Glockenpaprika habe ich schon einmal mit einem Stützstab versehen, auch wenn er noch nicht gewachsen ist. Dafür wachsen meine Blauwschokker -Erbsen wie verrückt. Ich habe schon 2 Spanndrähte darüber neu spannen müssen. Dafür ist noch keine einzige Blüte zu sehen.

Die Tomaten unter den Hauben sehen zum Teil wirklich fürchterlich aus. Ich bin am Überlegen, ob ich, wenn am Mittwoch der erneute Regen wieder vorbei ist, diese Pflanzen ausgrabe und dafür meine noch nachgezogenen Pflanzen einsetzen werde. 

Und Pastinaken habe ich nochmals gesät, da die im April gesäten nicht aufgegangen sind. Nachdem ich mir ein Büchlein über Pastinaken (Rezepte, Anbau, Historie) gekauft habe sind nun die neuen Pastinaken ähnlich der Kartoffeln auf kleine Hügel gesät. Hoffentlich gehen sie rasch auf, was aber bei diesen Wurzeln ohnehin einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch etwas Dill in die Reihe mit gesät. Normal mache ich das um mit dem schnell aufgehenden Dill die Reihe zu kennzeichnen. Da die Reihe ja diesmal aber ein Hügel ist wäre es nicht nötig gewesen. Bei den Roten Rüben habe ich es auch so gemacht, hier allerdings mit Radieschen. Die waren auch noch in meiner Samenbox aber leider nicht in der Erde. Hier habe ich aber auch immer gute Ernten gehabt, wenn ich im Mai oder Juni gesät habe.

Zum Schluss noch eine traurige Nachricht. Das Storchennest ist leer. Am Samstag morgen als ich vom Gassigehen heimkam, kreisten beide Störche in Serpentinen über unseren Häusern und nun sind sie weg. Wahrscheinlich haben sie sich da verabschiedet? Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende keinen Storch mehr gesehen oder gehört. Es war wohl doch zu nass und kalt. Hoffentlich probieren sie die nächste Brut wieder bei unseren Nachbarn und hoffentlich dann als glückliche Familie.