Mittwoch, 25. Dezember 2013

Was für eine Auswahl - da muß man sich erst einmal zurechtfinden.

Ich nutze die ruhigen Tage, genauer die ruhigen Stunden zwischen all den leckeren Mahlzeiten, und studiere einen Katalog mit Gemüsesamen. Ich habe hier die "Ökologischen Saaten  von Bingenheimer Saatgut" vor mir. Hier bekommt man Samen in Bio- bzw. Demeterqualität. Und vielen Sorten sind samenecht. Das heißt, wenn ich von einer Pflanze Samen nehmen und sie im folgenden Jahr wieder aussähe, dann bekomme ich auch wieder genau diese Pflanze. Kauft man Saatgut im Baumarkt oder sonstigen Gartenversendern erhält man fast zu 100% nur noch F1-Hybriden. Nimmt man von den daraus entstandenen Pflanzen Samen, so erhält man im folgenden Jahr zwei ganz unterschiedliche Sorten, eben die beiden eingekreuzten Eltern. Die haben oft nicht viel gemeinsam mit den Eigenschaften der Sorte die man vom Vorjahr her kannte. Außerdem haben die Bingenheimer auch alte Sorten die oftmals für den einen oder anderen im Garten viel besser sind. Vielleicht weil sie andere Aussaatzeitpunkte haben. Wer kann als Hobbygärtner schon im Januar zum Beispiel mit der Aussaat beginnen? Da nehme ich dann eben eine Sorte die auch später im Jahr noch gesät und dann gepflanzt werden kann. Oder ich suche eine Sorte die meinen Bedürfnissen besonders entspricht. So möchte ich Blumenkohl lieber im Sommer ernten und das eher im zeitigen als dann im Herbst. Da habe ich persönlich lieber den Wirsing anstatt ihn schon im Sommer zu haben. Wenn ich die Sorte beschrieben bekomme und deren Kulturdauer und Erntezeitpunkte kann ich viel besser auswählen. Allerdings muß ich dann auch zu der Zeit sähen, zu der meine Sorte gesät wird.  Den Blumenkohl dann eben doch schon im März statt im Mai oder Juni. Beim Lauch und Lagerkohl nehme ich eine Sorte die auch Frost verträgt, damit ich im Herbst nicht in Stress komme sie davor reinholen und dann wieder nicht richtig Lagern zu können. Außerdem ist mir noch wichtig, daß die Ernte der einzelnen Gemüsesorten nicht auf einen Schlag reif ist. Ich denke etwa an  Buschbohnen oder Tomaten. Für industrielle Verarbeitung wäre genau das wichtig, daß man erntet und verarbeitet. Marktgärtner und Hobbygärtner allerdings ernten ja lieber über einen längeren Zeitraum und dann lieber weniger, so dass es gleich verbraucht werden kann. Man braucht dann auch keine Großküchenutensilien um mit der Verarbeitung der Ernte fertig zu werden.

Diese Möglichkeiten habe ich beim Bingenheimer Saatgut. Die Kehrseite der  Medaille ist dann allerdings eine sehr große Auswahl an Sorten einer Gemüsesorte. Da muß man sich erst einmal in Ruhe damit befassen. Ich kreuze mir dann an für welche Sorte ich mich entscheide und werde demnächst bestellen. Wenn dann die Samen kommen muß ich mit dem Katalog allerdings auch auf die Tütchen schreiben, wann genau die gesät und gepflanzt wird. Ob ich sie im Sommer für eine  Herbsternte vielleicht noch einmal sähen kann. Leider steht das nicht auf den Tütchen, das vermisse ich als Hobbygärtner sehr. Sie wollten das einmal ändern und haben schon einzelne Sorten so beschriftet, wie man es von anderen Samenlieferanten gewohnt ist. Diese Tütchen findet man dann auch öfters in den Bioläden zum Kauf.

Und da ich dieses Jahr möglichst viel selbst sähen und vorziehen will habe ich ganz schön zu studieren und zu entscheiden. Aber noch habe ich ja die Zeit dazu. Auch ein schönes Unterfangen für die tristen Wintertage.

Auch wenn der Winter gerade Pause zu machen scheint. Die Temperaturen sind eher frühlingshaft. Das allerdings spart mir Heizkosten für mein Palmenhaus. Es gibt eben keinen Schaden aus dem man keinen Nutzen ziehen kann. Im Palmenhaus blühen die Geranien.
blühende Geranien im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
blühende Geranien im Winterquartier


Und dass ich die Banane vor dem Einräumen deutlich auf etwa 1m hohe Stammstrünke gekappt habe (und sie damit aller Blätter beraubt habe) sieht man ihr schon lange nicht mehr an.
Banane im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Banane im Winterquartier
Die Andenbeere treibt auch wie üblich schon wieder kräftig durch.
Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Andenbeere
Die Tage haben wir bei der  Tante diskutiert, wie die Agapanthus wohl am besten überwintert wird. Meine hat schon alle Blätter abgeworfen und die der Tante  hat noch alle. Eine Internetrecherche hat uns dann bestätigt, dass sie eher kühl gehalten werden sollte. Wenn sie warm steht blüht sie im Folgejahr nicht. Unter 10 Grad sollte sie stehen. Also da muß ich sie aus meinem Palmenhaus noch rausräumen und in die nebenliegende unbeheizte Werkstatt stellen, damit sie noch ihre Kälte abbekommt. Also wenn es dann eben draußen auch kälter wird. Im Palmenhaus halte ich die Temperatur zwischen 10 und 12 Grad.


Agapanthus im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Agapanthus



Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten euch allen und ein gesundes und schönes 2014

Einmal werden wir noch wach...

Ja das ist lange her, daß ich da noch ganz aufgeregt bin. Heute bin ich froh daß ich ruhig und gelassen bin und mich auf die Feiertage freue. Es ist alles erledigt - bis auf ein paar Lebensmitteleinkäufe heute nachmittags.

Gestern waren wir noch einmal auf einem Weihnachtsmarkt. Es war in Esslingen. Ein wahnsinnig romantischer und riesiger Markt. Eine extra Abteilung ist der Mittelaltermarkt. Die Altstadt ist herrlich beleuchtet und bietet eine traumhafte Kulisse. Leider war es Sonntag Nachmittag und ich habe noch nie in meinem Leben einen derart vollen Weihnachtsmarkt gesehen. Zum Mittelaltermarkt sind wir garnicht vorgedrungen. Auch die anderen Buden haben wir nur aus sicherer Entfernung betrachten können. Und das nur so lange, wie der vorbeitreibende Menschenstrom in dem man feststeckte einem Zeit dazu gewährte. Wirklich schade, denn es wäre ein so schöner Markt gewesen. Aber ein kleines, schräges Tierchen haben wir für unsere Gartendeko dann doch noch ergattern können. Sozusagen in Andenken an unsere neuen Nachbarn vom Frühjahr, die Störche. Leider ist ja das Nest im Sturm jetzt vom Schlot geweht und ob die nach der Pleite und dem Kindstot im Frühjahr wieder kommen ist wohl fraglich. Jedenfalls haben wir ja dann einen eigenen Storch im Garten.

Und somit wünsche ich euch allen ein frohes Fest, ruhige Tage und dann ein gesundes, friedliches und ganz wundervolles Jahr 2014 für euch selbst und unser gemeinsames Hobby den Garten.

Gartendeko Storch (c) by Joachim Wenk
Gartendeko Storch

Samstag, 21. Dezember 2013

3. Adventswochenende ist optimal für den Gehölzekauf

Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür und wir brauchen noch Bilderrahmen für die zu verschenkenden Familienfotos. Also fahren wir heute in den Baumarkt. Etwas gegen Läuse an Zimmerpflanzen brauche ich auch noch. Spruzit zum Sprühen habe ich ja, aber das macht immer Sauerei auf der Fensterbank. Ich glaube da gibt es doch auch Stäbchen  zum in den Topf stecken. Da muß ich mich mal umsehen.

Also die Zimmerpflanzenauswahl am 3 Adventwochenende ist schon sehr bescheiden! Dafür gibt es reichlich Weihnachtsdeko zum Rausverkaufspreis. So bescheiden wie das Pflanzensortiment - außer man steht auf Weihnachtssterne mit Glitter im Laub - ist auch das Pflanzenschutzsortiment. Sprich: es gibt keine Läusestäbchen. Also muß ich doch mit Spruzit herumhantieren.

Mir fällt aber ein, daß ich ja auch mal noch etwas Torf brauche. Den bekommt man ja heutzutage - gottseidank! - nicht mehr überall. Und dieser Baumarkt hat noch 3 große Säcke herumliegen. Ohne Dünger und Zusätze. Das suche ich. Ich brauche den Torf zum einlagern vom Wurzelgemüse. Ich verwende ihn mehrere Jahre in meiner Holzkiste. Im Sommer trocknet er und im Herbst, wenn die Ernte beginnt feuchte ich ihn wieder an. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Sonst habe ich keine andere Möglichkeit meine Kren-Wurzeln, Pastinaken, Rote Beete und Pastinaken zu überwintern.

Und wo ich schon mal im Freigelände bin sehe ich große Schilder, daß alle Baumschulprodukte 70% reduziert sind. Die Auswahl ist natürlich sehr begrenzt. Die wollen die Pflanzen ja loswerden bevor es richtig Winter wird. Ich nehme mir eine  Zierkirsche mit. Prunus incisa "Kajou-no-mai" nennt sie sich. Ein kleinbleibender Zierstrauch mit Blüte im März und April. Den werde ich schon noch wo unter bringen und was gibt es schöneres als im Frühjahr die Kirschblüte.

Ich habe einmal im Internet recherchiert und freue mich über meine kleine, langsam wachsende  Zierkirsche. Sie soll wirklich nur wenige Zentimeter im Jahr wachsen und hat knorrige Äste. Das gefällt mir da die jetzt schon erkenntlichen zackig wachsenden Triebe dann im Winter ein schönes Bild geben. Das Herbstlaub soll leuchtend orange sein und die Blüten rosa aufgehen und dann zu weiß verblassen. Sehr schön. Und dann lese ich noch, daß die Früchte zwar klein und bitter aber essbar sein sollen. Na da bin ich ja mal gespannt. Und über solche Schnäppchen freue ich mich immer besonders. Nicht unbedingt wegen der Ersparnis, sondern weil ich mir eigentlich keine Pflanze kaufen wollte sondern sie sich mir somit ja "aufgedrängt" hat. Statt 19,99€ habe ich also nur 5,97€ bezahlt. Es lohnt sich also ein Pflanzenkauf zu Weihnachten.

http://www.eggert-baumschulen.de/products/de/Laubgehoelze/deutsch-botanisch/K/Prunus-incisa-Kojou-no-mai.html

http://www.gartengruen-24.de/products/de/Ziergehoelze/Niedrige-und-Bodendeckende-Ziergehoelze-bis-100cm/Fruchtschmuck/Prunus-incisa-Kojou-no-mai.html

http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/727/8188/Geschlitzte-Kirsche-Kojou-no-mai.html


geschlitzte Kirsche Prunus incisa (c) by Joachim Wenk
geschlitzte Kirsche
Und jetzt habe ich Zeit mir zu überlegen, wo ich sie im Frühjahr hinpflanzen werde. Spontan wollte ich sie vorne an den Gartenzaun pflanzen.
Beet am Zaun (c) by Joachim Wenk
Beet am Zaun

Die dortige Rabatte ist noch immer im Urzustand, da der Zaun erneuert werden muß. Ich will das abwarten, bevor ich meine Pflanzen dort setze. Beim Zaunneubau wird sonst alles zertreten. Im Frühjahr wird er gemacht. Von daher könnte sie dort einen Platz finden. Allerdings ist sie ja ein kleines Gehölz und wir werden sie vom Haus aus nicht sehen. Und nur für die Passanten will ich ja auch nicht pflanzen. Ich will ja selbst auch etwas davon haben.

Ich könnte sie aber auch in das Beet bei der Garagenauffahrt setzen. Dort habe ich ja angefangen Stauden zu setzen. Lauter trockenheitstolerante Pflanzen, da es im Sommer dort recht trocken ist. Sonnig will sie stehen und mäßig feucht habe ich gelesen. Das könnte passen. Vor allem wäre es dort der beste Platz was die regelmäßige Sichtbarkeit angeht. Man sähe sie vom Wohnzimmer- und Küchenfenster und wenn man heimkommt. Und die Passanten - also Nachbarn - sehen sie auch.
Beet neben Auffahrt (c) by Joachim Wenk
Beet neben Auffahrt
Andererseits ist auch das Beet vor dem Haus noch relativ unberührt. Dort wuchert Flieder und eine Strelitzie. Das ist im Frühjahr- Frühsommer herrlich da es erhöht liegt und man vom Wohnzimmerfenster direkt unter den Blüten zu sitzen scheint. Und der Fliederduft in warmen Maiabenden.... Jedenfalls steht dort auch unser beleuchteter Brunnen und ein paar neue, im Herbst gepflanzte Stauden. Allzuviel kann ich auch dort noch nicht machen. Da soll noch ein Weg gemacht werden, die Stützmauer muß erneuert werden und die Terrasse daneben, die der Hauseingang ist muß neu verlegt werden. Da wir noch nicht genau wissen wie der Weg verlaufen wird, habe ich da auch nur bisher einjährige Sommerblüher gehabt. Die Kirsche würde sich dort aber auch gut machen. Nur wenn ich sie dann wieder versetzen muß ist das ja auch Schmarrn.

Beet am Haus (c) by Joachim Wenk
Beet am Haus
Mein Mann machte dann noch den Vorschlag sie oben bei der Scheune zum Nachbarzaun hin zu setzen. Dort wollten wir auch einmal irgendwas pflanzen. Aber da ist noch Rasen und sonst gar nichts angelegt oder konzipiert. Dort würde sie relativ einsam und deplatziert herumstehen. Das sieht auch nicht schön aus. Das Beet dort muß noch warten.

Sie ist gut auch für Rabatten steht im Internet und sie wird nicht sehr groß. Ich liebäugle damit, sie ins neue Staudenbeet zu setzen. Die Stauden sind im Winter alle "weg" und das Beet damit irgendwie leer. Ich habe schon die Asternbüsche stehen lassen, damit noch etwas Höhe vorhanden ist. Die beiden Strauchrosen sind auch noch so klein, dass sie kein Gerüst liefern. Aber vielleicht findet sie doch dort ihren künftigen Standort? Dazu müsste ich allerdings noch herausfinden wie groß sie wirklich wird. Die Angaben schwanken von 80cm bis 150cm. Also wenn von euch jemand so eine Zierkirsche hat und mir sagen kann wie groß sie ist, wäre es hilfreich.
neues Staudenbeet (c) by Joachim 'Wenk
neues Staudenbeet
Also wer die Wahl hat, hat die Qual. Wo setze ich sie hin? Gut daß ich da noch in mich gehen kann und ein wenig überlegen. Oder - ich gehe in den Baumarkt und kaufe noch welche. Dann kann ich überall eine hinsetzen....

Mittwoch, 18. Dezember 2013

dauerblühende "Staude"

Heute ist ein richtig schöner fauler Tag zu Hause. Die ersten 4 Weihnachtsfeiern sind erfolgreich überstanden. Einmal ausschlafen war bitter nötig. Und natürlich ist es an einem solchen Tag für mich Pflicht hier wieder etwas zu schreiben. Ich sitze an meinem schönen Arbeitsplatz im Warmen. Unten im Wohnzimmer bollert der Holzofen und beim Nachschüren riecht es nach brennendem Holz. Die Orchideen links neben mir am Fenster rüsten sich fürs Frühjahr und schieben Blütentriebe wo immer sie können. Und auf der anderen Seite des Fensters ist es kühl oder kalt. Nicht übermäßig heute. Und ich habe einen ganz wunderbaren Ausblick auf mein Landgartenparadies.

mein blog-Arbeitsplatz (c)by Joachim Wenk
mein Blog-Arbeitsplatz

Orchideen mit Blütentrieben (c) by Joachim Wenk
Orchideen mit Blütentrieben 
Am vergangenen Wochenende habe mein letztes Weihnachtsgebäck gebacken. Ein Blech Honigkuchen. Als das im Ofen war und der Weihnachtsduft durchs ganze Haus zog haben wir die Weihnachtsdekoration vom Dachboden geholt. Der Christbaum stand ja schon in der Werkstatt. Den haben wir ins Wohnzimmer umgesiedelt. Dann haben wir bei leckerem Weihnachtsduft alles weihnachtlich dekoriert. Wir wissen ja, wie oft wir noch zu Hause sind vor Weihnachten und so haben wir jetzt schon alles fertig gemacht. Schön ist es geworden. Nur leider funktioniert unsere Aussensteckdose, die wir für den Brunnen im Sommer haben legen lassen nicht. Und ich habe extra Lichter für die Sträucher vor dem Wohnzimmerfenster gekauft. Am Sonntag waren wir dann bei Freunden und haben den dortigen Weihnachtsmarkt besucht. Und wieder haben wir etwas Recyceltes mit nach Hause genommen. Ich habe eine sehr hübsche dauerblühende  - und heitere Stimmung verbreitende - Staude gefunden und für unsere Sammlung eigenartiger Tierchen im Garten haben wir eine Eule mitgenommen.

Dauerblüher (c) by Joachim Wenk
Dauerblüher

gemeine Schaufeleule (c) by Joachim Wenk
gemeine Schaufeleule
Meine Glockenpaprika und die Wildchilli habe ich auch geerntet und zum Trocknen hingelegt. Ich denke das war es für heute mit Gartenarbeit. Jetzt wird im Haus noch etwas geräumt und Ordnung gemacht.Aber in Ruhe. Ich lass mich jetzt vor Weihnachten nicht mehr in Stress bringen.



Leider kann man ja in Kommentaren zu Posts keine Bilder einfügen, daher bearbeite ich einfach den Text hier und füge das Bild des Paradiesvogels hier ein.

Paradiesvogel aus Schrott (c) by Joachim Wenk
mein Paradiesvogel

Sonntag, 15. Dezember 2013

Glockenpaprika und Wildchili

So schön der Winter zum Ausruhen von der Gartenarbeit ist, so schade ist es, daß ich hier so wenig schreiben kann. Ich würde gern mehr berichten, aber es ergibt sich im Moment nicht mehr. Also denkt bitte nicht, daß es mich nicht mehr gibt.

Immerhin habe ich heute einmal wieder zwei Fotos gemacht. Meine Glockenpaprika färbt ihre Früchte rot. Sie war im Mai ein Geburtstagsgeschenk, stand im kalten Sommer 2013 im Gewächshaus und begann erst im Herbst zu wachsen und zu blühen (eben auch wieder die von mir so oft beobachteten Wachstumsstockungen in meinem Garten). Dann wurden die Früchte nicht reif und da im September schon der Frost ins alten Foliengewächshaus kam habe ich sie ausgegraben. Seither steht sie im Palmenhaus zum Überwintern. Die Blätter hängen zwar seit dem Ausgraben etwas schlapp herunter, aber die Früchte sind jetzt dann doch noch rot geworden. Und scharf sind sie auch geworden. Ich werde sie wohl ernten und trocknen. 

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika
 Apropos scharf. Das für die Glockenpaprika Gesagte, gilt genauso für mein Wildchili. Die haben sich erst im Winterquartier rot gefärbt, sind etwa ein bis eineinhalb Zentimeter lang aber haben es in sich. Neugierig wie ich bin, habe ich einmal eine abgemacht und hineingebissen. Das Runterschlucken habe ich mir dann aber schnell verkniffen. Auch die werde ich jetzt trocknen und pulverisieren als Gewürz.

Wild-Chili (c) by Joachim Wenk
Wildchili

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jahresrückblick auf die erfolgreichen Projekte im Garten 2013

Unsere Weihnachtspost ist fertig zum Versand. Darin, wie immer auch ein Rückblick auf unser  Jahr. Und wie ich die Briefe heute so eintüte, fällt mir ein, dass ich hier ja auch einmal einen Rückblick zusammenbasteln könnte. Mit Fotos was war und was wir gemacht haben. Es ist ja doch einiges geschehen. Also hier mein persönlicher Gartenrückblick 2013.

Bereits zwischen den Jahren 2012/13 haben wir begonnen die alten riesigen Haselnusssträucher abzuschneiden. Sie nehmen zu viel Licht im (künftigen) Gemüsegarten, der Zaun darin muß erneuert werden und ein Rückschnitt ist ja generell nichts schlechtes. Jetzt lagert das Holz der oft armdicken Stämme und wird uns die künftigen Winterabende daheim erwärmen.

Haselhecke vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselhecke vor dem Schnitt



Haselhecke nach dem Schnitt beim Neuaustrieb (c) by Joachim Wenk
Haselhecke nach dem Schnitt beim Neuaustrieb


Als nächstes habe ich gewartet und gewartet. Ich dachte, daß es doch irgendwann einmal Frühjahr werden müsste und man den Boden bearbeiten kann. Ich wollte doch den ganz früheren Gemüsegarten, jetzt Rasen, wieder kultivieren. Mein Gemüsegarten im Hühnerlauf war einfach zu klein. Das Stück Rasen neben dem Hühnerlauf muß also wieder umgeackert werden, dann kann ich hier auch anbauen. 

rechts ehem. Hühnerlauf, links künftiger Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
rechts ehem. Hühnerlauf, links künftiger Gemüsegarten
Und irgendwann hat es mich garnicht mehr drinnen gehalten. Ich habe die Motorhacke angeworfen und geackert. Es war noch zu nass und der Boden klebrig. Aber ich habe es geschafft. Hier eines der ersten Bilder. Im Blog selbst sind ja noch ganz viele weitere, die ihr euch einmal anschauen könnt. Auf dem oberen Bild, also dem "vorher"-Bild sieht man noch rechts den mannshohen Zaun. Den haben wir jetzt auch weggemacht. Weil ja der große neue Bereich dazu kam, haben wir den Zaun generell verlegt, neues Türchen gebastelt und niedriger gestaltet. Warum überhaupt ein Zaun? Wir haben zwei  Hunde, beides Rüden. Und wer Rüden kennt, weiß warum dieser Bereich hundefreie Zone ist! Leider gehörte auch das zu 2013 dass einer der beiden uns im September verlassen musste. 

frisch umgeackerter und eingesäter neuer Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch umgeackerter und eingesäter neuer Gemüsegarten
neuer Zaun um den ganzen Gemüsebereich (c) by Joachim Wenk
neuer Zaun um den ganzen Gemüsebereich


Dann wartete ja noch ein weiteres Stück Rasen darauf umgeackert zu werden. Vor dem Hühnerlauf-Gemüsegarten wollten wir ein schönes, großes buntes Staudenbeet. Das ist eine super stelle, da man dort immer hinschaut und bisher nichts als der Hühnerzaun ist. Das hat sich deutlich geändert!

Hier habe ich noch ein Foto von 2011, da war es noch Hühnerlauf. 

hier sollte ein Staudenbeet hin (c) by Joachim Wenk
hier sollte ein Staudenbeet hin

Und so sah dann das Beet im Sommer aus. Der Blick aufs Staudenbeet hat ja regelmäßig seinen Platz in meinen Post gefunden. Zwei Fotos aus dem Herbst und dem Sommer habe ich euch hier ausgesucht. 

neues Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
neues Staudenbeet



neues Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
neues Staudenbeet 

Im Frühsommer dann unser großes Fest, das auch einiges an Zeit in Anspruch genommen hat. Aber schön war es. So schön. Davor musste allerdings noch der beleuchtete Brunnen, unser Geburtstagsgeschenk eingegraben werden. Ein Stromleitung war nicht vorhanden und wurde noch rasch vorher verlegt.

beleuchteter Brunnen (c) by Joachim Wenk
beleuchteter Brunnen



Gleich danach ging es wieder im Garten ans Werk. Das Palmenüberwinterungshaus musste umgebaut werden. Ursprünglich waren es ja der Hasen -und der Schafstall. Oben darüber ein Heuboden. Wir haben den Zwischenboden entfernt und das Dach isoliert. Zusätzliche Fenster und eine neue Tür eingebaut. Eine  Gewächshausumluftheizung gibt Wärme und dann wurde noch der Ventilator zugefügt, der die viele Feuchtigkeit nach draußen bringt.

Vorher -und Nachher. Man sieht schon, daß es uns ganz gut gelungen ist.

ehemaliger Hasenstall mit Heuboden (c) by Joachim Wenk
ehemaliger Hasenstall mit Heuboden

Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
Palmenhaus
 Auf diesem Bild hier sieht man noch die Hasenställe im Hintergrund. Ist fast der gleiche Blickwinkel wie das "vorher"-Bild. In den Hasenstellen lagern wir jetzt das zum Gebrauch fertige Brennholz.
Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
Palmenhaus 
Darüber hinaus habe ich noch sehr zahlreich Stauden im Garten verteilt. Bei der Größe aber merkt man immer nicht viel, wenn ein paar Pflänzchen gesetzt wurden. Das muß sich erst entwickeln. Ramblerrosen habe ich gepflanzt und schöne alte Rosensorten. Dutzende Blumenzwiebeln vergraben und 2 Quittenbäume gepflanzt. Das Jahr 2013 war  ohne Frühjahr, viel zu kalt und viel viel zu nass. Im Sommer dann 4 Wochen viel zu heiß und zu trocken. Die Schnecken haben mir beinahe die Lust am Gärtnern verdorben und die Ernte war absolut mickrig und von schlechter Qualität. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen auf ein schönes und ertragreiches und wachstumsförderndes, genussvolles Jahr 2014.

Sonntag, 8. Dezember 2013

nach dem Sturm

Heute ist der 2. Advent.


Gemüsegarten am 2. Advent (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten am 2. Advent

Der Schnee ist wieder weg, genau wie der Sturm. Es war schon ganz schön windig, aber Gottseidank bei weitem nicht so stürmisch wie wohl weiter oben im Norden.

Bei uns im Garten hat er nur eine leere Regentonne umgeworfen und die Gittertür vom Gewächshaus ins Gemüsebeet gekippt.Die Blechabdeckung von der Karpfenwinterung hat er hochgekippt und ans Haus gelehnt. Die liegt ganz flach auf dem Boden geschützt von einer Hecke, die etwa eineinhalb Meter weg ist. Also muß er da schon ganz schön kräftig geweht haben.

Karpfenwinterung (c) by Joachim Wenk
Karpfenwinterung
Schade finde ich aber das, was ich heute erst nach dem Gassigehen gesehen habe.

Gemüsegarten am 2. Advent (c) by Joachim Wenk
Sturmschaden
Ihr seht keinen Sturmschaden? Ja, es ist nicht sofort ersichtlich, daher ist es mir auch erst heute aufgefallen. Schaut den Giebel einmal an zwischen den  beiden anderen Dächern. Und ich meine mit Sturmschaden nicht, daß der Wind die Vögle weggeblasen hat! Nein das Zuhause von den beiden ist plötzlich weg. Die hatten dieses Jahr auch gehörig Pech. Sie kamen das erste Mal zu unserem Nachbarn, bauten ein Nest und brüteten. Dann wurde es saumäßig kalt und naß und beendete das Familienglück. Sie waren dann noch ein ganze Zeit immer wieder im Nest und sind dann nicht mehr gesehen worden. Und jetzt ist auch noch das Zuhause weg, wenn sie im Frühjahr wieder kommen. Ich fände es schön, wenn sie einen  Neustart probieren würden.
Störche (c)by Joachim Wenk
Störche

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Fliegenpilz-Hagebutten

Es ist Herbst, fast Winter.

Es ist kalt und feucht und ungemütlich. 

Es ist ruhig geworden im Garten. 

Die "stade Zeit" hat uns erwischt. 

Ich genieße die Entschleunigung, das Nichts-Tun im Garten und kann doch nicht umhin, mindestens zweimal am Tag durch den Garten zu schlendern und alles zu betrachten. Da ich eben zweimal täglich mit dem Hund hinaus muß, verbinde ich das miteinander. 

Aber ich möchte doch auch wieder hier etwas schreiben. Weil es mir Spass macht. Weil meine mittlerweile treuen Leserinnen und Leser sich doch auch über ein Lebenszeichen von  mir freuen. 

Aber was schreibe ich? Leere Worthülsen und Phrasen? Nein, nicht bei mir. 

Impressionen vom  Landgarten fotografisch dokumentiert? Gerne. Aber im Moment? Mit den Farben die gerade vorherrschen? Was mache ich nur. 

Unsere ganzen Projekte ruhen, was ich ja doch auch sehr angenehm finde. Dumm nur, daß ich dann auch nichts davon berichten kann. 

Und bis ich lange meinen Gedanken hinterher sinniere, sehe ich beim Schließen des Hoftores diese entzückenden Hagebutten mit ihren Rauhreiftupfen. Sofort wird das Handy gezückt und es festgehalten. 

Wäre ich auch nur wenig später gekommen, hätten sie wieder wie normale Hagebutten ausgesehen. Die Tageswärme hat den weißen Tupfen den Gar ausgemacht. 

Solche Momentaufnahmen finde ich immer wieder super schön. Man muß im genau richtigen Moment vor Ort sein und - ganz wichtig - man muß es auch wahrnehmen. 

Diesen Moment teile ich jetzt mit meinen Leserinnen und Lesern und wünsche euch einen schönen Freitag. 

Hagebutten im Reif (c) by Joachim Wenk
Hagebutten im Reif

Hagebutten im Reif (c) by Joachim Wenk
Hagebutten im Reif 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

neues Gewächshaus?

Ich habe vor mir im Frühjahr dieses Gewächshaus hier zu kaufen. Ich habe es bei Gartenbedarf-Versand schon vor einiger Zeit gesehen und finde es einerseits schön anzusehen und andererseits ist auch der Preis ok.

Bei der großen Version wird ein fertiges Plastikfundament mitgeliefert. Eigentlich wollte ich ein Betonfundament. Das geht ein ganzes Stück in den Boden hinein. Somit müssen Schnecken und Gräser oder Unkraut draußen bleiben. Auch wollte ich es ein wenig über die Erdoberfläche emporragen lassen, damit mit zum Beispiel beim Rasenmähen nicht immer an die Kunststoffplatten kommt. Gleiches gilt für die Bodenarbeiten im Inneren.

Der Anbieter hat mir zu meinen Fragen zum Fundament folgende Fotos gesendet. Ich denke aber dass ich das Fertigfundament nicht verwenden werde, es würde ja nur auf der Erde aufliegen und nicht (weit) hineinreichen oder darüber hinausstehen.

Fertigfundament für Modul-Gewächshaus

Fertigfundament für Modul-Gewächshaus

Fertigfundament für Modul-Gewächshaus
Hat jemand Erfahrung mit Gewächshaus mit so einem fertigen Plastikfundament oder mit selbst gemauertem oder gegossenem Fundament?

Ich würde mich hier über einen Erfahrungsaustausch sehr freuen.

Mein jetziges Gewächshaus - auch "Häusle" genannt - besteht aus unbehandelten Dachlatten mit Kunststoff-Eckverbindern und Plastikfolie. Das steht schon über 20 Jahre direkt auf der Erde. Jetzt sind die Hölzer endgültig morsch. es wird unten immer breiter und die Tür hat immer größere Spalten. Schließen lässt sie sich nur noch mittels Schloss mit Lasche, weil die Tür nicht mehr passt.

  bisheriges Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
bisheriges Foliengewächshaus

  bisheriges Foliengewächshaus (c) by Joachim Wenk
  bisheriges Foliengewächshaus 
Das neue Gewächshaus hätte dann auch ordentliche Fenster zum Lüften und automatische Öffner. So muß ich nicht jedesmal überlegen, ob ich das Haus auflasse oder zumache, wenn ich nicht daheim bin. Tags ist es dann oft zu warm, wenn es zu ist und nachts oder abends zu kalt, wenn ich es offen lasse. Diese  automatischen Öffner hatte meine Mutter im Schrebergartengewächshaus auch. Sie haben gut funktioniert.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Plätzchen für die Vögel

Heute ist der 1. Advent. Die Weihnachtsbeleuchtung erhellen bereits die dunklen Abendstunden und bei mir ist seit einiger Zeit auch schon das Weihnachtsgefühl am Wachsen und Gedeihen. Die ersten Plätzchen und Stollen sind gebacken. Heute hatte ich nicht viel Zeit. Aber die Zutaten sind alle schon im Keller vorhanden und gesammelt. Ich mache "Plätzchen" für die Vögel. Die sollen ja auch etwas Leckeres zum Advent haben.

Ich habe beim Discounter festes Pflanzenfett in der Stange gekauft und ein paar Eimer Vogelfuttermix stehen auch schon daheim. Darin sind diverse Nüsse in Tüten und Säckchen, kerniges Futter und eine Haferflockenmischung. Dann habe ich noch im Baumarkt Fichtenzapfen kaufen müssen. Sonst hatte ich immer im Herbst beim Gassigehen die hiesigen kleinen Kiefernzapfen als Dekoration gesammelt. Nach unserem Umzug habe ich eine andere Runde und dort wachsen keine Kiefern. Jetzt musste ich tatsächlich welche kaufen. Das wird nächstes Jahr wieder anders.

Vogelfutter für die "Vogel-Plätzchen" (c) by Joachim Wenk
Vogelfutter für die "Vogel-Plätzchen"
Das Pflanzenfett schmelze ich einem großen Topf und gebe das Vogelfutter dazu. Ich habe 1kg Vogelfutter, gemischt aus den Nüssen, Körner und  Flocken. Dazu nehme ich 800g Fett. Jetzt stelle ich den Topf ins Freie. Dort kühlt er am schnellsten wieder aus. Denn ich brauche die Masse schon fast wieder fest zum weiter Verarbeiten.


Futter-Fett-Mischung beim Auskühlen (c) by Joachim Wenk
Futter-Fett-Mischung 
Das dauert auch im Freien eine gewisse Zeit. Inzwischen binde ich Schnüre an die Kiefernzapfen, oben an die Spitze. Die knote ich zu Schlaufen, an denen man die  Plätzchen für die Vögel dann aufhängen kann. Und was muß ich beim Knoten feststellen? Scheinbar war die Luftfeuchte recht hoch die letzte Zeit. Jedenfalls sind die Kiefernzapfen ziemlich zu gegangen. Das ist schlecht, denn so bekomme ich ja keine Futtermischung hinein. Also ab in den Backofen bei 50°C und leicht geöffneter Tür zum Trocknen.

Ich  habe auch eine Papprolle von Postern in Scheiben geschnitten. Diese Ringe befülle ich auch mit der Masse. Hier knote ich dann nach dem Erkalten eine Schnur mit Schlaufe zum Aufhängen dran. Die Masse bleibt ja weich und kann leicht zum Durchfädeln der Schnur durchstoßen werden. Ein Löffelstiel ist ein praktisches Werkzeug dazu.

"Weihnachtsplätzechen" für die Vögel (c) by Joachim Wenk
"Weihnachtsplätzchen für die Vögel"
Jetzt lasse ich alles liegen, bis es gar fest geworden ist. Die Zapfen werden noch mit  bunten Schleifen aus Geschenkband verziert und in Klarsichtgeschenkfolie verpackt. Das sind kleine Mitbringsel für liebe Menschen und deren Vögel. Die Ringe hänge ich bei mir im Garten auf. Das Futterhaus steht auch schon und im Gemüsegarten hängt ein weiteres, neu angeschafftes.

Die Vögel sollen sich schließlich in meinem Garten wohl fühlen und auch im Frühjahr und im Sommer wieder da sein.

Ich weiß noch genau, wie dieses Frühjahr die Nachbarin klagte, daß so viele Läuse auf den frischen Trieben der Rosen sind. Ich hatte da bei  mir auch schon die Läuse entdeckt. Ich riet ihr aber, nichts zu spritzen. Es war schließlich Frühling und die Vögel brüteten. Das bedeutete, daß bald großer Nahrungsbedarf besteht. Ich habe jedenfalls nicht gespritzt und bis ich wieder an die Läuse dachte, waren auch keine mehr da. Ich denke die haben sicher sehr gut geschmeckt und für kräftigen Nachwuchs gesorgt.

Mittwoch, 27. November 2013

ph-neutral

Heute Nacht war es bitter kalt. Wir hatten -7°C.

Heute wollte ich mich um meine Bodenproben kümmern. Sie einsammeln, eintüten und fortschicken. Aber daraus wird nichts, da der Boden ja gefroren ist. Aber wenigstens im Gewächshaus ist er nur ganz leicht an der Oberfläche fest. Dort kann ich für den selbst anzustellenden PH-Bodentest von Neudorff ein wenig Erde nehmen.

Ich steche mit dem Blumenzwiebelpflanzgerät 4  Proben aus, vermische sie gründlich in einem Eimer und fülle dann 1 cm hoch davon in das mitgelieferte Glasröhrchen ein.Jetzt kommt bis zur 3,5 cm Marke destilliertes Wasser dazu. Und nun eine der Test-Tabletten. Dummerweise zerbröselt sie beim Rausdrücken aus der Packung total. Beinahe wäre das alles am Boden gelandet. Ich kann es aber noch retten und irgendwie ins Glas bringen. Korken darauf und schütteln, bis sie sich gelöst hat.

Jetzt heißt es abwarten. Das Glas hinstellen bis sich alles gesetzt hat. Dann müsste eine Farbe im Wasser erkennbar sein. Auf der Packung sind auch Farben abgebildet. Man muß nur noch vergleichen und kennt ungefähr den PH-Wert des Bodens.

Seht selbst auf dem Foto. Der Boden in meinem Gewächshaus  ist neutral. Also nicht zu sauer, wie ich befürchtet hatte.

Bodenprobe aus Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Bodenprobe aus Gewächshaus
Jetzt sind noch 7 Tabletten für weitere Tests vorhanden. Da kann ich dann noch das Staudenbeet und andere Bereiche untersuchen. Wenn sie wieder aufgetaut sind.

Auf dem Weg ins Gewächshaus habe ich noch schöne Details entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Es ist zwar frostig aber auch blauer  Himmel und Sonnenschein. Das ist ein Kombination die immer für schöne Motive sorgt.

Heute hat der Reif meinen abgeernteten Rosenkohl und die verblühten Astern dekoriert.

Rosenkohl im Morgen-Reif (c) by Joachim  Wenk
Rosenkohl im Morgen-Reif

Rosenkohl im Morgen-Reif (c) by Joachim  Wenk
Rosenkohl im Morgen-Reif

Rosenkohl im Morgen-Reif (c) by Joachim  Wenk
Rosenkohl im Morgen-Reif

Herbstastern in der Morgensonne (c) by Joachim Wenk
Herbstastern in der Morgensonne
So und jetzt, da draußen  nichts mehr zu machen ist, schüre ich gemütlich unseren Ofen im Wohnzimmer ein. Und dann werden Plätzchen gebacken.