Dienstag, 24. April 2018

Traumhafter Frühling im Landgarten

Urlaubsstimmung und bunte Lebensfreude im Frühlingsgarten


Nachdem ich es im vergangenen  Gemüse-Beitrag versprochen habe, liefere ich heute ein paar Eindrücke vom Frühlingsgarten. 

Die Kübel sind ausgeräumt. Die Seerose erobert wieder ihren Pool und die Solar-Fontäne sprudelt. Je mehr Sonne, desto höher. Hier am mediterranen Platz herrscht Urlaubsstimmung. 




Im Vorgarten blühen keine Schneeglöckchen und Krokusse mehr. Die Narzissen sind ebenfalls verblüht. Jetzt wird es dafür richtig  farbig. Rote und lila Tulpen, Wiesenschaumkraut und ganz viel Löwenzahn. Hin und wieder ist noch eine spätere Wildtulpe dabei. Der Flieder blüht in den nächsten Tagen auf. Und die Kirsche vom Nachbarn dekoriert alles mit weißen herabfallenden Kirschblüten. 



Sagte ich "keine" Narzissen blühen mehr? Das stimmt wohl nicht so ganz. In der Blumenwiese, die frühen gelben Narzissen sind verblüht. In der Wiese auf der anderen Seite der Auffahrt allerdings stehen spätere, weiße Narzissen. Die sind jetzt in voller Blüte. So geben sich quer durch den Garten die Blüten den Staffelstab immer weiter. Und das wirklich rund ums Jahr. Ein ganz schönes Stück Arbeit, das so hin zu bekommen. 



Die Obstblüte im Vollfrühling


Hier sind wir zwar schon wieder im Nutzgarten, aber die herrliche Obstblüte ist es wert, im Ziergartenbeitrag erwähnt zu werden.

Die Säulenobstbäume blühen. Also zumindest Birne und Kirsche.



Der alte Apfelbaum mitten im Gemüsebeet blüht wie ein Junger. Er ist krank, der Pilz wuchert aus dem Stamm und sein Schatten genau wie die Wurzeln sind im Gemüsebeet alles andere als hilfreich. Ich will ihn eigentlich umsägen. Aber jetzt blüht er wieder so schön und wird vielleicht auch wieder Äpfel tragen. Ich kann ihn nicht absägen. Ach ja, zeigen die Blüten der Birne und Kirsche den  Erstfrühling an, so kennzeichnet der Beginn der Apfelblüte bei frühen Apfelsorten den Einzug Vollfrühlings. Und wer könnte angesichts dieser Bilder von etwas anderem als vollem Frühling sprechen. Ein Frühling, wie ihn wohl jeder im Sinn hat, wenn das Wort fällt. 



Von Lenzrosen und Tulpen


Wenden wir uns lieber wieder den weniger dramatischen Blüten zu. Eine meiner Lenzrosen bekommt gar nicht genug vom Blühen. 




Die Hitze der vergangenen Tage (jeden Tag 30°C und blauer Himmel) hat die Tulpen in windeseile aufblühen lassen. Gottseidank hat es jetzt ein wenig abgekühlt. Bei knapp unter 20°C blühen sie nun noch ein wenig länger, als wenn es so arg heiß ist. Damit hält auch die Freude über sie länger an. 

Ich liebe diese Papageitulpensorte mit den gelb-orange-rote-grünen Farbtönen.  Die hatte ich schon damals im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Natürlich nicht diese Zwiebeln sondern eben diese Sorte. 




Auch eine ganz reizende Kombination sind die späten, gefüllten, weißen Narzissen mit den gefüllten lila Tulpen. Diese Mischung gab es komplett zu kaufen.  Wir kauften sie auf einer Landesgartenschau als Mitbringsel. 



Die Tulpenmischung steht zu Füßen unseres Hausbaumes im Buchs-Rondell. Bilde ich mir das nur ein oder ist das Rondel im Verhältnis zum Baum irgendwie zu klein? Mir scheint es so. Der Baum wächst aber auch so was von rasend schnell. Als wir das Rondell vor drei Jahren anlegten war der Baum kaum 2m hoch. Jetzt hat er bestimmt schon fast 5 Meter. 




Das Tulpenthema ist aber noch nicht zu Ende. Draußen bei unseren Karpfenweihern hatte ich irgendwann einmal ein paar Tulpen von irgendeinem Discounter gesteckt. Und jedes Jahr auf's neue blühen sie so wunderschön. Mitten in einer Wiese in der freien Landschaft irgendwo in Franken. 



Winterharte Sukkulente


Große Freude auch über die winterharten Sukkulenten. Sie haben alle den harten Winter im Freien überstanden. Der einzige Schutz den sie hatten, war das Dach des Carports. Feuchtigkeit wäre ihr Tod im Winter. Fünfzehn Grad Kälte dagegen machen ihnen gar nichts. 




Mauerblümchen


Wenn ich versucht hätte, in den Fugen Blumen zu sähen oder zu pflanzen, so wäre es unter Garantie schief gegangen. Wenn sie sich den Platz selbst aussuchen - und man sie lässt! - kommt es einfach immer und überall zu solch schönen und witzigen Situationen im Garten. 




Der Giersch wird bedrohlich, kann man ihn eindämmen?


Alles allerdings kann auch ich nicht gewähren lassen. Mein größtes Problem im Staudengarten ist der übereifrig wachsende Gierschteppich. Im gedüngten Staudenbeet hat er eine Höhe von gut 30 cm und mehr und bildet einen dichten Teppich. Die Stauden kommen überhaupt nicht ans Licht und zum Wachsen. Ausgraben geht nicht. Der Wurzelfilz ist so stark, ich müsste mit einem Bagger die ganzen Staudenbeete bestimmt 40 cm abtragen, neu auffüllen und von vorne Anfangen. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Und bitte, falls es jemand vor hat, verkneift euch den Vorschlag mit aufessen! Wer schon mal Giersch probiert hat, weiß, dass er enorm intensiv schmeckt. Und den ganzen Giersch essen, wäre für den Magen auch nicht gut, bei der Menge. Und nein, ich bin kein Ignorant. Ich verwende ihn tatsächlich in der Küche (siehe unten). Aber eben nur blättchenweise und nicht eimerweise. 

Zurück also zu einem der Staudenbeete. Ich habe jetzt den Giersch hier auf einem Stück abgerupft. Dabei gingen natürlich auch die vielen Akeleien kaputt, die aber im Garten noch anderweitig vorhanden sind. Ein paar große Stauden treiben schon, die blieben stehen. 

Dann habe ich alles  mit Wellpappe von Verpackungskartons belegt und diese mit Erdspießen fixiert. 



Da das Beet am Zaun ist und meine Pappe dort echt unschön wirkt, habe ich alles noch mit Rasenschnitt zugemulcht. So fällt die Pappe nicht mehr auf. Meine Hoffnung ist, wenn ich es übers Jahr (und länger?) dicht halte, kann ich den Giersch reduzieren. Wenn ich es nicht probiere, werde ich nie erfahren, ob es funktioniert und wo anders auch angewendet werden kann. 





Im großen Staudenbeet am Gemüsegarten wuchert er auch. Oft aber so, daß ich die Stauden mit dem Giersch unter Pappe ersticken müsste, so hat der die Staudenhorste durchwurzelt. 

Wenn die großen Stauden im Beet wachsen, stehen sie über ihm. Bis dahin aber ist noch eine Weile und ich muss manchmal Angst haben, sie schaffen es nicht durch das Gierschdickicht. 



Unkraut kann man auch in der Küche verwenden

Ich bin ja sehr liberal, was Unkraut oder "Begleitgrün" angeht. Wenn es schön blüht freut es mich sogar. Aber der Girsch wird wirklich zur  Gefahr. Da nützt es auch nichts, dass ich etwas von ihm, zusammen mit den Verwandten der hier abgebildeten Schönheiten beim Gewächshaus, zu einer getrockneten Salatdressing-Würze oder Frühlingskräuter-Instant-Gemüsebrühe verarbeitet habe. 

Was ich also genau mit  Giersch, Gundermann, Löwenzahn und Co. anstelle, können interessierte LeserInnen HIER nachschlagen. 















Der Gemüsegarten kommt langsam in Fahrt

Es ist an der Zeit, den Gemüsegarten zu bearbeiten


Es ist nun bereits Ende April und wir haben eine ganze Reihe traumhaft schöner Frühlingstage hinter uns. Ich denke, es ist höchste Zeit, auch einmal wieder etwas vom Gemüsegarten zu berichten. 

Viel zu lange stand der dieses Jahr hinten an. Naja eigentlich stand ja der ganze Garten hinten an, weil das Wetter die ersten Monate wirklich ganz greislig war. Nun gibt es ach so viel an Arbeit nach zu holen, auf zu holen oder zu überspringen. Ich habe mir - und das ist das erste mal, daß es auch richtig nötig war - ein paar Tage Urlaub genommen um wirklich voran zu kommen. 

Die Gemüsejungpflanzen


Fangen wir mit dem Gemüse an. Vielleicht zu erst einmal die Dinge, die "jeder" hat. Zumindest werden sie in den Gartenforen reichlich und prächtig präsentiert. 

Tomaten, Chili, Paprika stehen hier (zu) dicht gedrängt im  Regal. Auf der unteren Etage gedeihen Yaconpflanzen (hallo Anna, dies sind wunderbar geworden!), Süßkartoffelpflanzen und Basilikum. 

Das Regal ist recht praktisch. Nimmt man die Böden heraus, sackt es auf wenige Zentimeter zusammen und kann so platzsparend verstaut werden. Dazu geliefert wurde eine Gewächshaushaube mit Reißverschluss-Tür zum Öffnen. Die war am Anfang noch drüber, als es in dem Raum noch nicht so von der Sonne aufgeheizt war. Wir haben noch einen billigen Möbelroller vom Baumarkt besorgt (er muss ja keine 200 kg bewältigen können) und eine Holzplatte darauf geschraubt. Somit hat das  Regal einen fahrbaren Untersatz und ist mobil. Abends ziehe ich es zurück und schließe die Türen. Tagsüber dürfen sie sich sonnen und den Wind um die Blätter streifen lassen (letzteres ist übrigens sehr wichtig für ihre Gesundheit!). Ich achte darauf, dass jeden Tag eine andere Seite vorne am Licht steht. 

Wenn im Gewächshaus auf den Tischen Platz ist, kommen die Töpfe dorthin. Da haben sie von allen Seiten Sonne. Ich hoffe nur, dass die Temperaturen nachts nicht zu weit absacken und ihnen Wachstumsdämpfer verpassen. 





Was auch "jeder" hat, aber nicht jeder selbst aus  Samen anzieht, ist der Salat. Den werden wir später noch einmal sehen. 




Kommen wir aber jetzt zu den spannenden Dingen, die eben nicht "jeder" hat. Super stolz gemacht und so erfreut hat mich der Grünspargel. Kurz die Vorgeschichte: Letztes Jahr habe ich auf dem extra für ihn (und Kartoffeln) hinzu genommen Stück Land, dem Weihergarten etwa 40 Grünspargelwurzeln gepflanzt. Sie sind nicht sündhaft teuer, kosten aber auch ihr Geld. Ganz zu schweigen von der Arbeit damit. Was soll ich sagen, es war der totale Reinfall. Nichts kam. Hier und da ein Trieb, der unwesentlich größer war, als die hier Gekeimten. Der war dann schnell auch wieder weg. Alles umsonst. Dann sah ich im Samenkatalog Samen vom Grünspargel. Die dachte ich, sähe ich und setze dann die komplette Pflanze, vielleicht geht das dann an. 

Erst schien es so, als ob Grünspargel generell nicht gewillt ist, mit mir zusammen zu arbeiten. Es keimte nichts. Und dann kam ich eines Tages ins Gewächshaus und sah die herrlichen Sämlinge. Ich habe extra nach gesehen. Es hat 4 Wochen gedauert, bis er keimte. Nun Geduld brauchen wir damit sowieso noch. Schätze mal, daß wir in 4 oder 5 Jahre den ersten werden Ernten können. Oder ist das zu optimistisch? Wenn jemand Erfahrung damit hat, bitte gerne melden. 




Auch nicht so oft wird man wohl diese Sämlinge finden. Es sind die Zwiebeln. Meistens werden sie als Steckzwiebeln in die Erde kommen. Da hatte ich aber die letzten Jahre insgesamt keine Gute Erfahrung gemacht. Seit 2017 nun sähe ich sie und mache wieder gute Zwiebel-Erfahrungen. 

Vorteil ist die größere Sortenauswahl und dass keine Krankheit eingeschleppt wird. An den Saatzwiebeln können sich Krankheitskeime befinden, die man sich so in den Garten holt. Auch ein Grund übrigens, warum ich allen Kohl sowieso immer selbst ziehe. Kohlhernie holt man sich auch über die gekauften Pflanzen in den Garten. Nicht über die eigenen gesäten. Das minimiert schon mal die Gefahr diese Krankheit im Garten ertragen zu müssen. 



Meine Kohlsämlinge. Weißkraut für Sauerkraut (diesmal die Sorte Filderkraut). Frühkohl, der bei mir immer deutlich besser gedeiht, als der späte Kohl. Und Blaukraut, das wir am meisten benötigen. In den vergangene Jahren, waren die Pflanzen zu der Zeit jetzt schon deutlich größer. Dieses Jahr aber hat mir das schlimme Frühjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. 



Bei der vielen Arbeit im Garten muss man auch immer sehen, wie man sie sich erleichtert. So sähe ich etwa die Melden nicht mehr vor und päpple sie mühsam hoch. Bei denen ist es echt langwierig, sät man sie in Saatschalen selbst aus. Da warte ich immer, bis sie überall in den Beeten keimen und suche mir dann schöne Pflanzen heraus. Die kommen dann in die Reihe, wo sie gedeihen sollen. Der Rest wird gejätet. So kräftige Sämlinge bekommt man durch Aussaat selbst nicht hin. Glaubt mir!


Saat-Kartoffeln stecken. Meine Methode dafür spart Arbeit und bringt super Ernte

Bereits vor einer Woche schon habe ich den beim Grünspargel erwähnten Weihergarten angefangen zu bewirtschaften. Zuerst haben wir die ganze Fläche mit Rasenschnitt gemulcht. Der Boden hier ist sehr gut, es fehlen im aber die Regenwürmer. Da muss ich jetzt wirklich daran arbeiten. Wie anders ist es, wenn ich oben im Hausgarten in der Erde herumstochere.  Alle Größen an Würmern in und auf der Erde unter dem Mulch.

Das rechte Häuschen ist übrigens unseres, falls neue LeserInnen hier sind. 



Ach ja Entschuldigung. Ich erwähne neue LeserInnen und vergesse doch glatt zu zeigen, warum ich dieses Stück Land "Weihergarten" nenne. Ich drehe mich mal schnell um und mache noch ein Foto. 
Et voilà, der Dorfweiher. 


Zweieinhalb Stunden habe ich gerackert bis alle 100 Knollen verbuddelt waren.  30°C hatten wir,  kein  Wind und keine Wolke. Und ich Dödel habe mein Trinken oben im Garten stehen lassen.....

Was habe ich hier gemacht? Kartoffeln gesteckt, Topinambur gesteckt, Ackerbohnen gesät. 

Ein paar Worte möchte ich zum Kartoffeln-Stecken äußern, weil ich das auch nicht mache wie "jeder" und doch super Ernten einfahre. Wir essen noch immer die Kartoffeln vom letzten Jahr. Die halten hervorragend und die Menge ist mehr als ausreichen. 

Was mache ich also anders? Es ist eher das, was ich nicht mache, das interessant sein dürfte. Und das wahnsinnig viel Arbeit spart und den Rücken schont. Mehr als jedes Hochbeet....

Der Boden ist also gemulcht und ich spanne erst mal eine Schnur, damit die Reihen nicht schräg zum Weg verlaufen werden. 



Dann reche ich den Mulch großflächig zur Seite. Mit dem Handpflug und nachhelfend dem Spaten ziehe ich eine Rille. Umgegraben wird bei mir übrigens nicht im Herbst und nicht zu einer anderen Jahreszeit.  

In die Rille lege ich meine vorgekeimten Kartoffeln. Allesamt (bis auf eine Sorte) Kartoffeln aus eigener Ernte. 



Darüber kommen 2 Schaufeln dieser Mischung. Die Reihe ist in etwa 4 Meter lang. Die Mischung besteht aus reifen Kompost, Hornmehl, Algenkalk und einer Prise Holzasche (Kartoffeln lieben Kalium im Boden). Wie kommt man auf die richtige Menge? Ich wußte, wie viele Reihen ich brauche.  Ich weiß auch wie lang eine Reihe ist und in welchem Abstand die nächste Reihe kommt. So lässt sich die gesamte Fläche ausrechnen. Wie viel Hornmehl, Algenkalk oder Kompost pro Quadratmetern bei Starkzehrern nötig ist, steht ja fest (oder eben auf der Packung). Beim Kompost ist es übrigens bei Starkzehrern etwa ein 10 l Eimer pro Quadratmeter, was ausgebracht gar nicht viel erscheint. 

Die Mengen habe ich abgemessen, vermischt und dann gleichmäßig auf die Reihen verteilt. 


Danach werden die Reihen wieder mit dem Aushub zugerecht. Der beiseite geschobene Mulch kommt wieder drüber und fertig. Jetzt muss ich nur rasch noch Stroh besorgen, das dann in einer dicken Schicht über die ganze Fläche kommt. 20 cm hoch sollte die Schicht schon sein. Schnell muss ich sein, weil ich jetzt noch einfach das Stroh über die gesamte Fläche werfen kann. Sind die Kartoffeln erst einmal über der Erde, müsste ich es sorgsam zwischen die Reihen legen. 

Wie das letztes Jahr so lief und zu was es führte, könnt ihr HIER nachlesen.  Anhäufeln ist nicht  nötig. Und Hacken auch nicht. Kartoffeln lieben einen eher kühlen und frischen, also feuchten Boden. Bei uns ist es, gerade hier unten am Weiher aber immer heiß und trocken. Da ist es besser, den Boden durch das Stroh frisch und kühl und locker zu halten. Im Herbst musste ich nur das Stroh beiseite schieben und mit einer Handschaufel die sehr oberflächlich liegenden Kartoffeln vorsichtig freischarren. Manche lagen auch auf der Erde, geschützt unter dem Stroh und mussten gar nicht ausgegraben werden. Über den Winter ist das Stroh restlich verrottet und nichts ist mehr davon zu sehen. 

Hätte ich nicht die wirklich ekelhaften Winden im Garten, gäbe es wegen dem Stroh auch keinerlei Unkraut. Also leichter und rückenschonender habe ich  noch nie Kartoffeln angebaut. Auch ich habe einmal angehäufelt und Unkraut gehackt und dann nach den Kartoffeln gegraben. Ich weiß, wie anstrengend das ist. Daher probierte dich damals, als ich darüber las, sofort und gerne die jetzige Methode aus. Die gebe ich auch nicht mehr her.....

Wie ich mir beim Gemüsepflanzen und Beetvorbereiten eine Menge Arbeit spare


So, und nun noch einmal kurz zurück, hoch in den Hausgarten. 

Bei den Tomaten, zu Beginn dieses Beitrages, habe ich es erwähnt. Der Platz auf den Gewächshaustischen muss frei werden. Daher sollte das dortige Gemüse endlich ins Freie. 

Aber die Beete liegen noch da, wie ich sie im Herbst verlassen habe. Zeit ist trotz Urlaub Mangelware. Sie ist knapp und rast zudem noch. Also müssen alle Arbeiten auf ihre Notwendigkeit überprüft werden. 

  • Restlichen Mulch von den Beeten entfernen zum Pflanzen. Kann entfallen. Dann liegt eben noch Laub  und ein paar Pflanzenstängel im Beet. 
  • Boden mit der Grabegabel lockern, bevor gepflanzt wird. Kann entfallen. Ich lese von Gärtnern, die selbst das nie machen, ganz abgesehen vom Umgraben. Umgraben tue ich sowieso nicht. Es ist ansträngend und für meine  Boden (ist kein reiner Lehmboden) nicht nützlich. Ausserdem ist der Boden locker, wenn ich so mit meinem Schäufelchen darin herum stochere.

  • Unkraut jäten. Kann entfallen. Also fast jedenfalls. Hier und da steht ein Löwenzahn oder Brennnessel oder ein ein Grasbüschel. Das ist schnell beseitigt. Ich bin selbst ganz überrascht, dass nicht mehr kommt und schon keimt.  Ich habe da eine Idee, die muß ich aber erst überprüfen und werden, wenn es stimmt noch darüber berichten.
  • Der Kompost müsste noch gesiebt werden. Kann entfallen. Er ist locker bröselig und trocken. Nur wenig grobe Stücke sind enthalten. Klar, es wird ja auch alles gehäckselt, bevor es auf den Kompost kommt. Die Arbeit spare ich mir also. 
So mische ich mir wieder, wie bei den Kartoffeln beschrieben meine Düngemischung aus Kompost, Hornmehl und Algenkalk. Zusätzlich kommt in jedes Pflanzloch ein wenig vom "Gartengold", meinem Wurmhumus aus der Wurmfarm. 

Und schon sind die jungen Salatpflanzen (die wir oben schon einmal im Gewächshaus gesehen haben) und Sommerlauchpflanzen in der Erde. Zwischen dem Salat wurden Radieschen gesät. Und dann waren da noch ein paar Kohlpflanzen der ersten Aussaaten Anfang März. Weil dieses Jahr einfach nichts gelingen wollte, keimten sie fast nicht, dann doch zog ich die Saatschalen irgendwie durch. Nun weiß ich nicht mal  mehr, was es genau ist. Doch die Pflänzchen waren schön und ich habe sie jetzt einfach wild in der Reihe gemischt gesetzt. Es kann nur Frühkohl oder Kohlrabi sein. Zwei Stunden war ich dennoch locker damit beschäftigt. Wie lange wäre ich wohl beschäftigt gewesen,  hätte ich die Arbeiten oben ausgeführt, statt ausgelassen? 

Und ich bin sicher, die Pflanzen gedeihen prächtig. Verfolgt es einfach in den künftigen Beiträgen.



Hier die ersten Gemüse im Beet für dieses Jahr. 


Es ist erst April und doch denkt der Selbstversorger schon wieder ans Konservieren

Neben den  notwendigen Arbeiten im Garten geht es parallel in der Küche weiter. Die Ernte muß ja auch verarbeitet und konserviert werden. Ja! Auch jetzt wird beim Selbstversorger schon an später, den Winter und schlechte Zeiten gedacht. 

Heute habe ich erst einmal vom Bärlauch Bärlauchbutter gemacht und portionsweise eingefroren. 

In den Fotos seht ihr meinen Bärlauch. Hier im Gemüsebeet. 



Und hier in der Wildnis an der Grundstücksgrenze unter den Haselnußsträuchern. Schaut mal hinten rechts im Bild....


Der wird auch demnächst geerntet werden können. Es ist meine Waldmeisterplantage. 











Sonntag, 15. April 2018

Ein elektrischer Gartenhäcksler im Test - ein Werbe-Beitrag


Heute gibt es einmal einen etwas anderen Beitrag in meinem Blog. Es ist tatsächlich ein sogenannter "bezahlter Beitrag". Ach ja, bezahlt wurde übrigens nur der Test, nicht meine Meinung. Das ist mir wichtig. 

Ganz zeitig im Jahr - noch vor der leidigen Datenschutzverordnungsdiskussion und dem  wahrscheinlichen Ende vieler  Blogs - bekam ich eine Anfrage, ob ich den Elektro Gartenhäcksler IEG 2500  testen möchte. Natürlich sollte ich dann auch darüber schreiben. 

Ein Gartenhäcksler kam mir eigentlich ganz gelegen. Will ich doch mehr über die Humuswirtschaft vom Kompost bis zum Mulch schreiben. Und werde ich nicht immer wieder einmal gefragt, was ich für einen Häcksler habe und dass man einen sucht und nicht weiß, welchen nehmen?

Vielleicht ist das ja einer, den ich künftig empfehlen kann? 

Rasch wurde der Häcksler geliefert und von mir sofort neugierig ausgepackt. Da war noch lange nicht ans Häckseln im Garten zu denken. 




Der Häcksler ist zwar ein wenig zerlegt, damit er in den Karton passt.  Da er sehr leicht ist und das Werkzeug mitgeliefert wird, konnte ich ihn gleich ohne weitere Vorbereitungen und geistige Anstrengungen, noch im Vorraum zum Haus, zusammen bauen. Ich war eben neugierig. 



Gleich wurde er an den Strom angeschlossen und einmal laufen lassen. Das klingt gut und kraftvoll. Wenn doch endlich Frühling wäre und ich Sträucher und Gestrüpp, Rosen oder Beerenobst schneiden muss. 




Lange ließ das Frühjahr auf sich warten. Aber irgendwann war es so weit. Im Staudenbeet habe ich, was lange nötig war, die große Weigelie auf den Stock gesetzt. Da fällt eine Menge Schnittgut an. Jetzt wird gehäckselt. 

Im ersten Bild sieht man den Häcksler mit dem Haufen Strauchschnitt. Im Zweiten Bild, etwas 45 Minuten später, ist alles klein geschreddert. 





Jetzt wird es Zeit einmal was über den Gartenhäcksler zu sagen. 

Der Häcksler ist komplett aus Kunststoff und daher wirklich sehr leicht. Mit den Rädern lässt er sich problemlos von A nach B bewegen. Auch über die Wiese. 

Nun, die Lautstärke erreicht fast die Dezibelwerte meines großen benzinbetriebenen  Hammerwerkhäckslers. So sagen es jedenfalls die Aufdrucke auf den beiden Geräten. Dennoch erscheint mir der Lärm des kleinen, elektrischen Häckslers gefühlt nicht ganz so unangenehm, wie der vom Benzinhäcksler. 

Sofort positiv aufgefallen sind mir beim IKRA Häcksler bereits auf den Internetseiten des Herstellers zwei Dinge. 

Der große (50l) Auffangkorb direkt unter dem Schneidewerk. Ich lege bei meinem Großen immer eine Plane unter und muss dann das Gehäckselte in zusätzlichen Arbeitsschritten mit der Schaufel in Eimer füllen und dann verteilen. Nehme ich keine Plane muss ich das Material aus dem Rasen rechen, was echt aufwändig ist. Beim IKRA stoppe ich einfach den Motor, ziehe den vollen Auffangbehälter heraus und kann das Häckselmaterial verwenden. Der große Haufen Weigelienschnitt im Bild erforderte nur 3 maliges Leeren des Behälters. Dieser Auffangkorb ist wirklich Gold wert. 

Zum Anderen hat dieser kleine und wirklich  preisgünstige Häcksler noch ein Feature, das ich so noch bei keinem anderen gesehen und doch immer vermisst habe. Dieses geniale mitgelieferte Plastikteil zum Nachstopfen der Äste. Da hat endlich mal ein Hersteller mit gedacht. Diejenigen unter euch, die auch häckseln, haben mit Sicherheit auch diverse Äste zum Nachstopfen. Die werden aber immer kürzer und müssen wieder und wieder ausgetauscht werden, weil man immer damit an die Messer kommt. Nicht mit diesem Teil. Es passt genau in den Einfüllschlitz. Besser als ein Ast, denn es ist so breit und so geformt wie die Öffnung. Und man hat einen Griff zum festen Stopfen und es ist so lang, dass es nie an die Messer kommen kann. Super! 



Und wie häckselt das Gerät? Also ich war derart überrascht, das kann ich sagen. Ich habe schon ein paar Häcksler gehabt. Mit Messern oder die Leisehäcksler die nur quetschen. Dicke Äste musste ich immer im Leisehäcksler zermalmen, weil die Messer vom anderen dabei sofort blockierten. Der IKRA soll laut Handbuch Äste bis 4 cm Durchmesser klein bekommen. Das ist ein Ansage. Messt einmal 4 cm am Lineal ab! 

Klar, dass die Weigelie auch dicke Äste hatte. Äste, die ich nie mit einem meiner anderen Messerhäcksler hätte zerkleinern können. Wie anders ist dieser neue, kleine Häcksler. Er saugt selbst die dicken Äste regelrecht ein und  ohne dass der Motor langsamer wird haut er sie in winzige Stücke. Ich bin wirklich baff. 




Das Häckselgut ist wirklich wunderbar fein zerkleinert. Es kann so unmittelbar als Mulch in den Beeten verteilt werden. Oder man gibt es auf den Kompost. Ich verteilte es gleich im Staudenbeet,wo es seinen Ursprung (Weigelie) hatte. 



Nur ganz dünne, biegsame Zweige werden kaum zerkleinert und gelangen ungeschreddert in den Auffangkorb. 





Der Häcksler ist laut Katalog gemacht für "Äste- und Zweige (Durchmesser max. 40mm), Gehölz- und Baumschnittabfälle, Schnittabfälle von Hecken, Planzenmaterial und andere Gartenabfälle". Er ist nicht gemacht für Küchenabfälle und allgemein weiche und saftige Abfälle. Die sollen direkt verkompostiert werden. 



Ich habe noch einen Haufen mit Staudenschnitt vom kürzlichen Reinigen des großen Staudenbeetes. 



Und einen Haufen mit Brombeerranken. Die wilden Brombeeren überwuchern mir immer die Haselnußhecke und müssen entfernt werden. 



Nach dem Erfolg mit dem Astschnitt versuche ich mich mit den Staudenresten. Ich muß gestehen, dass ich da sehr skeptisch war. Mut machte mir noch ein Detail vom Häcksler, das mich sehr positiv überrascht hat. Mit nur einer Schraube, die selbst mit Handschuhen leicht aufgedreht werden kann, öffnet man die Kammer zu den Messern und kann bei Verstopfung rasch alles ausräumen. Was gäbe ich für so eine einfache Handhabe bei meinem großen Häcksler. Also hätte ich nicht von der Schraube gewusst, hätte ich die Stauden nicht gehäckselt, weil die sicher alles verstopfen. 



Gut, daß es die Schraube gibt. Die Abfälle waren zu weich. Jedenfalls kam im Auffangbehälter nichts an und rasch war der Häcksler verstopft. Aufgemacht ist er rasch, freigeräumt eher nicht so rasch. Der Auswurf in den Korb ist, warum auch immer, mit Stegen blockiert, so dass man ihn schlecht freiräumen kann. Aber immer noch viel leichter als ich das von allen anderen Häckslern kannte, bei denen zum Teil die Messerscheibe von unten abgeschraubt werden musste, wenn er verstopft war.  

Ein Vorteil des IKRA ist sein geringes Gewicht. Ich habe ihn auch einfach umgedreht und alles ausgekippt. Jedenfalls war das jetzt kein Erfolg mit den überwinterten Staudenüberresten. Postiv allerdings ist wirklich die Möglichkeit, so unkompliziert an den Ort der Verstopfung zu Problemlösung heran zu kommen. 




Was ist wohl mit den Brombeerranken, die ich vor vielleicht 14 Tagen schon geschnitten hatte. Ich fasse mich kurz. Gleiches Prozedere, wie mit den Stauden. Jetzt bin ich echt enttäuscht. Brombeerranken würde ich schon erwarten, dass er klein bekommt, ohne zu verfilzen. 





Kann ich ihn so empfehlen? Ich gebe ihm noch eine Chance. Wenn denn endlich richtig Frühjahr wird, werde ich die Rosen schneiden. Rambler, Kletterrosen, historische Rosen mit sehr starken Dornen, Moosrosen mit weichen Trieben und einem Filz aus Dornen und Wildrosen. Also da ist alles dabei. 



Was war ich überrascht. Vollkommen problemlos  gingen die durch. Keine Verstopfung. Lag es daran, daß die Brombeerranken nicht frisch geschnitten waren? Oder sind Brombeerranken so fieses Gestrüpp? Ich weiß es nicht. Die Rosen jedenfalls gingen butterweich durch die Messer. 

Könnte ich das nur auch vom Einfüllstutzen sagen. Leider ist es der gleiche enge und schmale Schlitz, wie bei allen anderen Häckslern auch. Hätten die nicht nach der guten Idee mit dem Stopfer, der Schraube zum Öffnen oder dem praktischen  Auffanggkorb nicht auch hier weiter denken können? Weigelie geht gut rein. Rosen mit Dornen und Verzweigung geht eher langsam. Man braucht auch den Stopfer. Das aber ist wie gesagt eine Macke, die ich von allen Häckslern kenne. Nur die wirklich großen und starken habe eine breitflächige Öffnung für dergleichen Gestrüpp. 

Damit beende ich fürs Erste meinen Test des Häckslers. Da ich ihn behalten darf, kann ich im Laufe des Jahres noch weitere Materialen testen.  Ist das  nun ein Häcksler, den ich meinen Lesern empfehlen kann, wenn ich immer auffordere, mehr zu kompostieren und weniger über braune Tonne oder sonstige Dienste zu entsorgen? Biomaterial und wertvoller Dünger der verloren ist und durch teuren gekauften ersetzt werden muss. 

Ich kann hier nicht eindeutig ja oder nein sagen, sondern muss differenzieren. 

Habe ich einen kleinen Garten und wenig Stauraum. Möchte ich das von mir abgeschnittene harte Material nicht all zu großen Umfangs, zerkleinern und als Mulch auf die Beete streuen oder den Kompostwurm damit füttern. Möchte ich vielleicht das alles erst mal probieren, ohne groß in eine teures Gerät investieren zu müssen? Meist sehe ich ja auch, dass Frauen garteln und vielleicht von der Leichtigkeit und einfachen Handhabung im Transport von dem Gerät erfreut wären. Für all diejenigen kann ich den Häcksler wirklich empfehlen. 

Habe ich einen großen Garten, viel Material zum Häckseln, entsorge ich nichts und will alles über den Kompost oder Mulch recyceln? Habe ich keinen Strom im Garten? Will ich auch weicheres und saftigeres Material zerkleinern? Dann ist das Gerät, zumindest als Hauptgerät, eher ungeeignet. 

Für die Mengen, die bei mir (1700 qm Garten) anfallen und verarbeitet werden müssen ist er jedenfalls als Hauptgerät deutlich zu klein. Ich entsorge bekanntlich nur Wurzelunkräuter oder Walnußlaub in der Biotonne. Alles andere wird gehäckselt oder zu Brennholz geschnitten. 

Ich werde ihn dennoch gern als kleines, rasch einsetzbares und wirklich sehr (!) leistungsstarkes Zweitgerät gerne weiter nutzen. Ich kenne auch andere Häcksler, deren Vorteile und Makken. Der  Gartenhäcksler  IEG 2500 hat mich, für das von mir umrissene Einsatzfeld aber überzeugt. Dazu beigetragen haben das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis, die hohe Leistung, das geringe Gewicht, die stabile Verarbeitung, das einfache Öffnen bei Verschmutzung, der Auffangkorb und natürlich der beigefügte Stopfer für Aste. 

Und zum Schluß noch eine Belohnung für alle, die meinen Bericht bis hierher gelesen haben. Ich gehe davon aus, daß diejenigen dann vielleicht auch gerade Interesse an einem Häcksler haben. Oder sich mit dem Gedanken tragen, einen zu zu legen. 

Die Firma IKRA hat mir freundlicherweise erlaubt einen Rabatt-Code hier zu nennen. 

SPAREN125

Wer also sich entscheidet, den Häcksler oder ein anderes Produkt zu kaufen, sollte den Code bei der Bestellung eingeben. Dadurch erhält man 25% Rabatt, was eine ganz schöne Sache ist, wie ich meine. (Der Gutscheincode gilt für alle IKRA und Tonino Lamborghini Produkte (nicht Zubehör, nicht Ersatzteile) - also natürlich auch für den Häcksler).