Mittwoch, 13. Dezember 2017

Hollerröster und Schneegestöber

Jetzt ist er da der Winter und er zeigt sich dem ganzen Jahr 2017 ebenbürtig. 

Ein Jahr voller Aprilwetter

Von Anfang an wußte das Wetter bei uns nicht, was es will. Wir hatten quasi das ganze Jahr über Aprilwetter. Von einem Tag zum anderen wechselte es von viel zu kalt auf sehr warm, von Sturm und Orkan auf Windstille, vom strömenden Regen bis hin zu Dürre. Die Trockenheit beschränkte sich diesjahr aber auf den Mai und Juni, was das Ganze aber nicht weniger lästig machte. Sind das doch die Hauptwachstumsmonate und Wasser ist das bitter nötig. 

Auch der Winter ist einmal da mit allem was dazu gehört. Klirrende Kälte, Schneesturm und keinerlei Sonne. Bis man dann alles wahrgenommen hat, den Schnee beiseite geschoben hat und sich wieder zur Ruhe gesetzt hat, ist bereits alles wieder vorüber. Es taut, ein milder Wind weht und die Sonne scheint. 

So war es auch am Wochenende. Eine erneute kleine Karpfen-Schmaus-Gesellschaft hat sich für den Sonntag im Hüttenzauber angemeldet. Ich räumte alle Wege frei, damit niemand zu Schaden kommt. Die älteste Besucherin der Familienrunde war immerhin weit über 90 Jahre alt. 

Wenn es schneller schneit, als ich räumen kann


Wir sitzen also, man kennt es ja mittlerweile bei 28 Grad und bollerndem Holzofen im Hüttenzauber, genießen den Karpfen und die Nachspeise (siehe unten), da geht es los. Schneesturm egal zu welchem Fenster wir hinaus sehen. 

Eine Weile genießen wir die Wärme drinnen und das wilde Treiben draußen. Dann irgendwann soll die Tafel aufgehoben werden. Jemand macht die Tür auf und schon ist alles voller Schnee innen im Raum. Der Wind bläst ihn rein und unten an der Türschwelle hat er sich hoch aufgetürmt. 

So kann man nicht aufräumen. Ich ziehe mich dick an, schnappe mir die Räumschaufel  und beginne an der Haustüre. Zwei Stufen höher und wenige Meter weiter komme ich an der Hüttenzaubertüre an. Der Weg ist frei, wir können aufräumen.....

Dachte ich! Ich drehe mich um, gehe zum Haus zurück, die Schneeschaufel abstellen und traue meinen Augen nicht. Als hätte ich überhaupt nicht gekehrt, ist der ganze freigeschobenen Weg wieder 10 cm und mehr mit der weichen, kalten und weißen Substanz zugeweht. 

Also so macht Schneeräumen ja noch weniger Spaß, als es das ohnehin schon tut. 

Irgendwie schaffen wir es dann doch noch, mit nassen Hosen und Schuhen das Geschirr heil in die Küche zu bringen. 

Und nun kommt wieder das sehr spezielle Wetter 2017 zum Tragen. In der Nacht -6,6°C. Nachmittag Schneesturm und -3°C. Bis 20 Uhr dann leichter Regen und 5° über Null. 

Ja so geht das wohl weiter mit dem Wetter und seinen Extremen. In weniger als zwei Wochen ist Wintersonnenwende, dann ist Schluß mit immer kürzer werdenden Tagen. Neujahr lässt dann nicht mehr lange auf sich warten und im Nu werden wir 2018 überall darauf schreiben. Was wird dieses Jahr wohl für ein Wetter mit sich bringen? Ich bin wirklich gespannt. 

Schneegestöber im Landgarten
Schneegestöber im Landgarten


Im Palmen-Haus hat es leider auch immer Minusgrade. -3°C bei Grad Kälte draußen. Ich schaffe es leider auch nicht mit der  zweiten, leistungsstärkeren Heizung die Temperatur über dem Gefrierpunkt zu halten. Wie das wohl alles ausgeht?

Wer die ganze Geschichte nicht verfolgt hat, kann hier über die Washingtonia im Freiland noch einmal nachlesen

Winterschutz für Palme im Freiland
Winterschutz für Palme im Freiland


Ach  und die hier will ich euch auch zeigen. Der erste Winter bei mir im Garten und ohne Heizung und Schutz. Angeblich halten sie das problemlos aus. Wer? Na die Kakteen natürlich. Irgendwie schon ein reizvolles Thema, dass es da so frostharte und wetterfeste Spezies von denen  gibt. Denkt man sonst doch bei Kakteen immer an glühende Sonne  und Hitze.

Wichtig für sie ist Trockenheit bei der Kälte. Wie beschrieben haben sie sich wirklich verändert. Stehen sie im Sommer grün und drall in den Pflanzgefässen, blühen wunderschön und wachsen fleißig, so sind sie jetzt total schlaff und runzelig. Sie haben rechtzeitig vor dem Frost dafür gesorgt, daß sie nicht mehr prall gefüllt mit Wasser sind. Was macht Wasser, wenn es gefriert? Genau, es dehnt sich aus. Täte es das in den Kakteen, würden sie platzen. Daher entwässern sie vorher, hängen jetzt schlaff in der Kurve und wenn sie gefrieren, kann sich das Wasser ausdehnen, ohne ihnen zu schaden. Ist das nicht ein genialer Trick der Natur?

winterharte Sukkulenten im Schnee
winterharte Sukkulenten im Schnee

winterharte Sukkulenten im Schnee
winterharte Sukkulenten im Schnee

Jetzt habe ich so viel über Schnee geschrieben, daß ich doch glatt meinen leckeren Nachtisch vom Sonntag auch noch erwähnen möchte. Er passt zum Thema, habe ich ihn doch "Holleröster im Schneegestöber" getauft. Hollerröster oder Holunderkompott in einer Creme aus Schmand und Joghurt. Wer jetzt Lust hat, das nach zu machen, findet bei achimsgartenzumessen.de unter "Hollerröster im Schneegestöber" das Rezept. 

Im Moment allerdings kann ich aus technischen Gründen keinen neuen Rezepte hochladen. Ich muß warten, bis die Programmierer eine Lösung finden. Daher ist das Rezept zur Zeit zwar fertig geschrieben, aber noch nicht online. Bitte entschuldigt das. Aus diesem Grund habe ich das Rezept einfach am Ende dieses Beitrages eingefügt.  
Hollerröster im Schneegestöber
Hollerröster im Schneegestöber


So, das war's  für Heute. Aus dem Garten gibt es gerade nicht viel zu berichten und so soll dieser Beitrag eher ein Lebenszeichen sein. Ja es gibt mich noch und auch meinen Garten.

Viele Grüße aus der Ruhezone und eine schöne Adventszeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.


Hollerröster im Schneegestöber


Wer kein Holunderkompott eingekocht hat kann auch aus TK-Heidelbeeren eine Portion dickes Kompott direkt kochen und dann anstelle des Hollerrösters verwenden.

Eine Nachspeise, wie für die Wintermonate gemacht. Optisch sieht es wirklich aus, als wäre das Kompott in einen reinweißen Schneesturm gekommen. Geschmacklich überrascht der erdig-fruchtige Winter-Geschmack vom Holunderkompott in der leichten, wenig säuerlichen weißen Crème.


Zutaten für 4 Personen:
4 Gläser à 300 ml
250 ml Hollerröster / Holunderkompott  (1 Einkochglas voll)
1 Bio-Zitrone
Zucker nach Geschmack
1-2 Teel. Stärkemehl
50 g Puderzucker
200 g Joghurt (3,5%)
200 g Schmand
Zubereitung:
Hollerröster mit dem Saft der halben Zitrone und Zucker nach Geschmack zum Kochen bringen.
In etwas Wasser die Stärke (1-2 Teel.) auflösen.
Die Flüssigkeit mit der Stärke zu einem Drittel mit dem Holunderkompott aufkochen. Beobachten, wie sehr es eindickt. Holunder dickt unterschiedlich ein. Das Kompott sollte schließlich ein dicke Konsistenz, wie warmer Pudding haben. Bei Bedarf immer wieder etwas von der Flüssigkeit mit der Stärke zugeben, aufkochen und beobachten. Kompott abkühlen lassen.
Schmand mit Puderzucker in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen auf höchster Stufe ca. 3 Minuten cremig aufschlagen. Joghurt zugeben und kurz unterrühren.

Schmand-Crème und Kompott nun schichtweise auf die 4 Gläser verteilen und mindestens 1 Stunde kalt stellen. 

Samstag, 2. Dezember 2017

Winterliche Gartenszenen und Grablichter als Notnagel

Ja ist denn schon wieder Advent? 


Der erste Advent, meteorologischer Winteranfang und Dauerfrost mit einer zuckerigen Schneedecke. 

So der Ist-Zustand Momentan. Meine Adventsvorbereitungen sind bei weitem nicht so weit voran geschritten, wie letztes Jahr. Aber ich habe mit der Bäckerei begonnen und erste Kekse und Stollen in der Speisekammer. Adventsdekoration ist fast noch vollkommen Fehlanzeige. Heute habe ich jetzt die Kisten vom Dachboden geholt und das Haus dekoriert. Die Beleuchtung im Garten und im Haus ist seit ein paar Tagen installiert und wird heute in Betrieb genommen. Der erste Advent morgen kann kommen. 

Ein Adventskalender hängt auch im Treppenhaus. Eine Schnur mit 24 Wäscheklammern, auf denen die Nummern aufgeklebt sind. An jeder Schnur hängt ein Foto mit schönen Erinnerungen an das zu Ende gehende Jahr 2017. Jeden Tag wird eines umgedreht und entführt in vergangen Tage, ferne Orte oder schöne Momente. 

Winterliche Gartenszenen


Über den Garten kann ich momentan ja wirklich wenig berichten. Schön ist die Puderzuckerdecke aus Pulverschnee überall. Man sieht da das Unordentliche und Liegengebliebene nicht so. 

Und kalt ist das. Man sieht es dem armen Gesellen am Seerosenbecken direkt an. 

eingeschneiter Blechfrosch am Seerosenpool
eingeschneiter Blechfrosch am Seerosenpool


Das Wasser ist schon fest gefroren, aber bis runter zu Rose kommt das Eis natürlich (noch) nicht. 

Die Blätter der Seerose unter einer dicken Eisschicht
Die Blätter der Seerose unter einer dicken Eisschicht

Seerosenpool zugefroren
Seerosenpool zugefroren

Beim Blick aus der Haustüre merke ich jedes Mal, dass es mich gerade nicht sonderlich stark hinaus zieht. 

Gut dass aber das, was gemacht werden mußte, auch erledigt ist. Alles ist vor der Kälte geschützt. Naja fast alles, aber dazu komme ich noch. 

Wintergarten Blick Garten  Winter
Blick in den winterlichen Garten

Farblos ist der Blick aus dem Fenster über den Dorfweiher zur Zeit.

Winter, Garten, Dorfweiher, Winter, winterlich
Blick über den Garten und Dorfweiher

Und trostlos der Blick ins Staudenbeet. Aber das ist gut, daß es so ist. Dass wir Jahreszeiten haben. Ich möchte nicht auf einem Fleck Erde wohnen, wo es keinen Winter gibt. Nicht diesen unabänderlichen Schlußstrich unter eine  Saison und dann der herrliche Neuanfang im kommenden Frühjahr. Genießen wir jetzt die Ruhe, die alles ausstrahlt, den Stillstand und nutzen die Tage und Wochen zum Regenerieren, Kraft-sammeln und gedanklichem Verarbeiten der letzten Monate. 

Staudenbeet, Winter, winterliches Staudenbeet
das Staudenbeet im Winter


Manches sieht dann doch auch mit dem Eis und Schnee ganz entzückend aus. Wenig ist es dieses Jahr, aber immerhin ein paar Fotos waren möglich. Auch das ist jedes Jahr ein wenig anders. Mal mehr mal weniger übrige Blüten. Mal gibt es Reif drauf und mal nicht. Und genau so ist es mit meinen Advents- und Backvorbereitungen. Ich stresse mich nicht, daß vergangenes Jahr mehr erledigt und vorbereitet war. Dieses Jahr ist eben ein solches Weihnachten oder Advent und nächstes Jahr wird wieder anders. Es muß und kann nicht immerzu das exakt Gleiche geben oder, was ja noch schlimmer ist und ganz modern: es muß alles jedes mal immer größer, besser, fantastischer sein. Sonst ist es schlimm. 

Nein! Es es nicht! Die kurze stade Zeit vor lauter Rennen nach dem Ultimativen, den perfekten Zutaten und Abläufen verpassen. Das ist schlimm!

rote Rose weißer Rauh-Reif  Winter Rosenblüte Schnee
rote Rose weißer Rauh-Reif

Samenstände vom Brandkraut mit Schneehaube
Samenstände vom Brandkraut mit Schneehaube

Rosenblüte, Schnee, Winter, Eis, Golden Celebration
Rose golden Celebration mit Schneehaube

Dachwurze Dachwurz
Dachwurze

Sorgenkind mit zu schwacher Heizung- Palmenüberwinterung im Freiland

Ich will aber doch von etwas noch berichten, was die letzte Zeit öfter in meinen Berichten das Thema war:  die Palmenüberwinterung. 

Die Washingtonia im neuen Überwinterungskonstrukt macht mir ernsthaft Sorgen. Gewächshausfolie und mehrschichtige Luftpolster-Gewächshaus-Isolierfolie kleiden das Gestell aus. Die Temperatur kommt aber nie über die Außentemperatur hinaus. Jetzt sind nachts aber -4°C und heute Nacht sollen -6°C oder weniger kommen. Scheinbar ist die Heizung zu schwach. Ich habe die größere bestellt, die aber erst Ende der kommenden Woche kommt. 

Wir griffen zur Notlösung und haben noch 2 Grabkerzen mit hinein gestellt. Heute morgen hatten wir draußen -4°C und drinne etwa 3°C. Also ist die Heizung zu schwach. Die Kerzen  halfen. Hoffentlich klappt es heute Nacht wieder. Dann wird es wieder frostfrei und ich hoffe, daß die Heizung bald eintrifft. Und noch mehr hoffe ich, daß die dann den Luftraum über der Palme frostfrei halten kann. Immerhin gibt es bei uns auch Nächte mit -10°C oder noch weniger. 

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Grablichter unterstützen im Moment die zu schwache Heizung im Palmenhaus


Lange Vorweihnachtsabende werden zur Bastelei und Bäckerei genutzt


Bald wird es dunkel draußen und die Abende lang. Zeit, die Weihnachtsvorbereitungen zu treffen. Zum Beispiel die Geschenke für die Kollegen müssen zusammengebastelt werden. 

selbst gemachte Weihnachtsgeschenke werden  vorbereitet
selbst gemachte Weihnachtsgeschenke werden  vorbereitet


Toll, was es so alles gibt. Die vorgestanzten Schildchen, Stempel passend für alle möglichen Gelegenheiten und die kleinen Gläschen. Drinnen ist ein pikantes Salz für die Gewürzmühle aus den Kräutern und Gemüsen meines Gartens: Wildchili, Tomate, Winterheckenzwiebel und Oregano.

Dabei duftet es im Haus nach den Plätzchen, die jetzt fast jeden Tag ein Rezept, im Ofen vollenden.

Es wird doch und alles noch immer im rechten Zeitrahmen. Also kein Grund zum Streß. Weihnachten kommt und wird schön.

selbst gemachte Weihnachtsgeschenke  -hier Gewürzsalz - werden  vorbereitet
selbst gemachte Weihnachtsgeschenke  -hier Gewürzsalz - werden  vorbereitet

selbst gemachte Weihnachtsgeschenke  -hier Gewürzsalz
selbst gemachte Weihnachtsgeschenke  -hier Gewürzsalz 






Montag, 27. November 2017

draußen schmuddelig naß und kalt - drinnen gesellig und kuschelig warm

Draußen scheußlich kalt und nass, drinnen warm und kuschelig

Im Sommer finde ich es schlimm. Zu dieser Jahreszeit war es genial. Was? Na das scheußliche Wetter eben! 

Keine Bange, ich habe nicht zu viel von den Pilzen geraucht, die gerade überall im Garten sprießen. Nein, ich empfand es wirklich so. 

Am Samstag kam pünktlich zu unserem Karpfenessen mit Freunden der Wetterumschwung von 15°C und blauem Himmel zu 3°C und (Schnee)-Regen. 

Schon Mittag begann ich, den Ofen im  Partyraum zu schüren. Von etwa 11°C mußten wir ihn auf die üblichen, wohligen 27°C oder mehr hoch heizen. 

Während ich also noch die Herzplätzchen für die Tischdeko gebacken habe, lief ich immer wieder raus, um Holz nach zu legen. 

Im Gewächshaus konnte ich eigenen Endivien frisch ernten und in der Küche als Beilage zu den Karpfen zubereiten. 

Volker fuhr zu den Weihern und holte die Karpfen. Nachmittag geschlachtet und Abends am Teller. Frischer kann Fisch ja hier in Franken gar nicht sein. 

Später wird noch ein wenig dekoriert, eingedeckt oder die Kerzen drinnen und draußen nachgefüllt. Die Getränke sind rasch kalt gestellt. Man mußte sie nur aus dem Keller holen und vor den Hüttenzauber stellen. Da hatten sie es kälter, als in jedem Kühlschrank. 

So verging die Zeit und wir freuten uns schon den ganzen Tag auf einen gemütlichen Winterabend im wunderbar warm aufgeheizten Hüttenzauber, zusammen mit unseren Freunden.

Hundert Lichter zeigen den Gästen den Weg


Je näher der Abend kam, desto unwirtlicher wurde es draußen. Und um so mehr Lichter zündete ich an. Wenn die Gäste kommen, sollten sie einfach nur dem Licht folgen müssen.

Vor der Haustüre steht die Eule mit der Kerze im Bauch. Sie steht dort rund ums Jahr. Erleuchtet wird sie aber nur bei besonderen Gelegenheitn. 

Zu ihr gesellt hat sich der Schneemann mit der Teelicht-Laterne in der Hand. Fast ein wenig früh noch für ihn. Aber ich habe schon mal angefangen, vom Dachboden Lichter und Weihnachtsdeko zu holen. Eher Winterdeko ist es im Moment noch. Der muntere Geselle schaute mich dort oben an und stand mir auch ein wenig im Weg. Da habe ich ihn kurzerhand mit runter gebracht. Am Abend in der kalten und dunklen Nacht hat er uns gute Dienste erbracht und den Weg geleuchtet. 

Lichter weisen den Gästen den Weg
Lichter weisen den Gästen den Weg


Drinnen im Wohnzimmer brannten auch die Lichter und der Kaminofen. 

Blick aus dunkler  Nacht ins warm erleuchtete Zimmer
Blick aus dunkler  Nacht ins warm erleuchtete Zimmer

Der Besuch mußte also am Weihnachtsmann vorbei, die Stufen hoch und wurde vom warm erleuchteten Hüttenzauber empfangen. Eine gemütliche Oase in der der stockdusteren und ziemlich  regenreichen Winternacht. Und manch einer kam schließlich zu Fuß....

Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet
Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet


Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet
Unser Partyraum  "Hüttenzauber"im Garten, festlich erleuchtet

Der Hüttenzauber - unser Partyraum - herausgeputzt für die Gäste


Mehr als 25 Grad Temperaturunterschied merkt man den Besuchern sofort an. Ja klar, die Brillen beschlagen sofort. Aber auch die Mimik lockert sich, ein Strahlen und entspanntes Angekommen-sein zeigt sich auf den vom Regen nassen Gesichtern. 

Die dicken Klamotten werden rasch abgelegt und mit ihnen die Dunkelheit der Nacht und ihre klamme Kälte. 

die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen

Ich weiß, daß viele sehr kreative Menschen hier unterwegs sind und so mancher sich über die spartanische Tischdekoration wundert. Hierzu kann ich nur sagen, daß jede Deko und wären es nur Teelichter, zu viel wäre. Wenn die großen Karpfen auf den Tellern sind, die Gläser und Getränke am Tisch stehen, sich die Grätenteller füllen und alle 15 Personen eng an eng sitzen, dann vermißt niemand eine Tischdekoration. Im Gegenteil, die wäre dann schon längst abgeräumt. Somit spare ich mir die dann gleich von Anbeginn. Eine  nette Serviette und selbst gebackene Herz-Plätzchen sagen hier auch mehr, als ein  ausgefeiltes Deko-Konzept. 

die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen
die Tafel ist gedeckt, die Gäste können kommen


Der Partyraum hat seinen eigenen Charme. Vor allem freut mich immer wieder, daß wir ihn nicht im Keller ohne Fenster haben. Nein, unser Partyraum steht mitten im Garten. Selbst wenn es draußen dunkel ist, hat man doch ein wunderbares Gefühl mittendrin und doch geschützt zu sein. Egal ob wir im Frühjahr bei Schneeregen Ostern feiern, im Frühsommer unsere Geburtstage, an denen es oftmals regnet oder wir jetzt im Winter bei netten Gesprächen beisammen sitzen. 

Partyraum Hüttenzauber
hier kann man nach dem Essen oder zwischen den Gängen entspannt verweilen (chillen glaube ich sagt man heute dazu....)


Das Schöne an solchen Feiern ist immer wieder die Zusammenarbeit. Jeder bringt was mit, was wir vorher kurz absprechen. So wird dann ein Buffet vermieden, auf dem fünf Schüsseln mit Gurkensalat stehen, bestehend aus gammeligen Billiggurken mit Essigessenz und geschmacklosem Öl angemacht.

Nein bei unseren Festchen, egal ob bei uns oder einem anderen Gastgeberpaar, gibt es immer eine große Auswahl köstlicher Speisen. Heute eben nur verschiedene Salate. Der Karpfen, die Hauptspeise also, kam ja von uns. Und die Nachspeise haben wir gerade in den Ofen zum Backen gestellt. Eine riesige Auflaufform mit Apple-crumble wartet noch auf uns.

Partyraum Hüttenzauber
Aha, die ersten Gäste sind da, das Buffet füllt sich



Wer hier sitzt, kann jeden eintreffenden Gast sofort begrüßen. Neben der Tür der Holzofen. Leider ein Billig-Exemplar, das schon vor dem Umbau hier stand. Aber er heizt und kann irgendwann einmal durch ein effektiveres Modell ersetzt werden. In unserem Wohnzimmer steht ein hochwertiges Modell. Und man merkt es wirklich deutlich, warum der viel teurer war! Leider ist hier gerade mal wieder vom langen Heizen die  Scheibe total verrust. Sonst würde man auf dem Foto schön das Feuer lodern sehen.

Partyraum Hüttenzauber
Partyraum Hüttenzauber

Noch lange saßen wir beisammen, in dieser Winternacht. Und wer in so schöner Atmosphäre und netter Gesellschaft den Winter verflucht und sich in den Sommer träumt, der versteht nicht, das Schöne eines  jeden Moments wahr zu  nehmen und zu genießen. 

Ich jedenfalls konnte beides. Lange genug habe ich mir diese Fähigkeit  erarbeitet. 

Und die nächsten  Freuden-Momente sind auch schon wieder geplant. Nicht immer bei uns, aber immer in warmer und geselliger Atmosphäre. 

Zusammensein mit Freunden
Zusammensein mit Freunden



Montag, 20. November 2017

Hanfpalme im Kübel im Freien überwintern und der Erlkönig


Eine Woche ist es nun schon wieder her. Ich berichtete von grausligem Novemberwetter und wie wir dabei im  Schneegriesel die Washingtonia vollends einbauten und so für den Winter fit machten

Dann brachte ich noch das  Foto der anderen, großen und noch ungeschützten Palme. Einer Hanfpalme im Kübel. 

Heute kann ich meinen Palmenüberwinterungsbericht fortsetzten. Wieder war Wochenende. Wieder war es grauslig kalt und regnete und graupelte. Wieder ist ein Palme eingepackt und geschützt. 



Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel

Die Hanfpalme (Alter etwa 27 Jahre) wird ihren dritten  Winter im Freien verbringen. 

Gepflanzt ist sie, genau wie die Washingtonia, in einen Cortensthal-Pflanzkübel. Der ist quadratisch mit 60x60cm (Washingtonia 80x80cm). Vorteil dieser Kübel sind die Wände. Sie lassen sich von innen mit Dämmplatten leicht verkleiden. Auf die Dämmplatten kommt eine Wurzelheizung und dann wird der  Kübel mit Teichfolie ausgeschlagen (Löcher am Boden nicht vergessen!). 

Berichtet habe ich hierzu bereits beim Umpflanzen der Washingtonia.

Die Hanfpalme hat einen sehr hohen und geraden Stamm. Der kann leicht mit einem Heizkabel für diese Zwecke umwickelt werden. Darüber wird eine etwa 15 mm dicke Dämm-Matte gewickelt und befestigt. 

Oben im Palmenherz endet mit ein paar Umwicklungen das Heizkabel. Die Oberfläche der Erde im Kübel wird von einem speziellen "Mäntelchen" für diese Zwecke, isoliert mit Luftpolsterfolie, isoliert. 

Die letzten beiden Winter kam über den  Schopf, also die Wedel der Palme nun noch ein gigantischer Vliessack. Ebenfalls zum Überwintern von Kübelpflanzen im xxxxxxl-Format erhältlich. 

Die Palme hat überlebt. Im letzten sehr kalten Winter hatten wir mehrer Tage -15°C weniger. Da schützt so ein Vliessack nicht. Die Wedel dieser Palme halten laut Literatur -10 oder -15 °C aus. Dann sind sie gefroren. In diesem Zustand dürften sie auf keinen Fall hin und her bewegt werden. Dadurch brächen die Kapillaren in den Wedeln und beim Auftauen vertrocknen sie, weil von unten nun  kein Wasser durch die geborstenen Kapillare nachfließen kann. Genau das passiert in den Winterstürmen der eisigen Nächte. Im Frühjahr war das Herz und die jungen Triebspitzen saftig grün und alle ausgewachsenen Wedel abgestorben. 

Das soll nicht wieder passieren. Wir mussten uns etwas überlegen, das dieses Hin und Her der gefrorenen Wedel verhindert.....

Die Konstruktion steht nun schon neben der Palme. Erstes Maßnehmen vor Ort. 

Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)
Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)


Gleich wieder zurück in die Werkstatt, den Elektrotacker gezück und los geht's. 

Schnell ist das Häuschen mit Gewächshausfolie bespannt. Hier verzichten wir, wegen der Frosthärte auf die zweite Schicht der Luftpolsterfolie. Wenn letztes Jahr ein Vliessack langte und im Winter davor, wird es dieses Häuschen erst recht schaffen, die Palme zu schützen. 

Zu Zweit ein echter Kraftack, auf der Leiter balancierend, das doch recht schwere Häuschen über-Kopf auf die Palme zu heben und an der Wand zu fixieren. Danach kamen schnell dir Stützbeine dran und wir konnten durchschnaufen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Ganz fertig ist der Schutz aber erst jetzt, wo die Unterseite auch verkleidet ist. Natürlich dürfen wir hier, wie auch bei der Washingtonia nicht nur den Frost im Sinn haben, sondern müssen auf eine gute Belüftung achten. Und so lange kein (Dauer-)Frost kommt, muß die Palmenkrone nicht eingebaut sein. 

So sieht der Schutz nun im Moment aus. Die Lüftungsklappe ist geöffnet. Das heißt, sie hängt dank der Scharniere, einfach nach unten. Damit der Wind sie nicht unnötig beutelt, ist sei mit einem Häkchen am Stamm fixiert. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Will man den Schutz schließen, so klappt man den Haltebügel nach unten....

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

... hebt die Folienklappe an und drückt sie von unten ans Häuschen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Wird jetzt der Haltebügel wieder nach oben geklappt, drückt er die Folie dauerhaft und zuverlässig von unten ans Häuschen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

So sieht der geschlossene Palmenschutz nun endgültig aus. Zwei Kabel aus dem Topf gehen rüber an den Carport-Balken zur Steckdose. Wurzelheizung und Stammheizung werden erst eingeschaltet, wenn Dauerfrost kommt. Am empfindlichsten sind die Wurzeln, dann kommt der Stamm und das Herz und schließlich die robusten  Blätter. 

Der Winter kann kommen. Jetzt sind alle Pflanzen geschützt. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Wie schon einmal erwähnt muß der Winter ja nicht erst kommen. Phänomenologisch sind wir bereits im Winter. Und hier in Mittelfranken ist das Wetter genau so, wie man es sich eben im November vorstellt. 

Kalt, naß, neblig, grau, hellgrau, dunkelgrau und schwarz sind die vorherrschenden Farben. 

Schaut doch mal bei den Karpfenweihern die Zapfen der Schwarzerle. Von einer leichten Eisschicht überzogen. 

Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November


Wenn das keine Novemberstimmung ist. Und doch strahlt das ganze Ruhe aus. Finde ich. Die Ruhe dieser Jahreszeit in der nichts zu machen ist im Garten und am Feld.  Ausser man  muß noch Palmen einbauen....

Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November

Und wer kennt es nicht, den Erlkönig?

Wenn man jetzt hier draußen steht, unter den Erlen im November bei den Karpfenweihern,  dann spürt man ihn. Den Erlkönig. Dann wird es einem kalt und man erschauert. Gut, daß das Auto  in der Nähe steht und man schnell nach Hause gefahren ist....

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Erlkönig Erlenkönig
Erlkönig

Novembernebel
Novembernebel




Dienstag, 14. November 2017

Washingtonia-Palme im Freien überwintern

Seit Wochen wird gebastelt, geschraubt, gesägt und überlegt. Umdisponiert, Material besorgt und schließlich auch noch frei genommen.

Wofür das Ganze?

Es ist Winter und die alte Washingtonia kann diesen  Winter nicht mehr eingeräumt werden.

Im Sommer haben wir sie mit Hilfe der Nachbarn und deren  Schlepper mit Frontlader noch einmal umgetopft. Jetzt kann der gigantische Kübel nicht mehr transportiert werden. Darauf waren wir aber - bis auf das Haus oben drauf - vorbereitet. Isoliert und beheizt ist der Kübel und Strom wurde ebenfalls schon bei Zeiten auf die Terrasse verlegt.

Wie aber wird der oberirdische Teil geschützt?

Im Topf haben wir gleich Leer-Rohre in den Ecken mit eingegraben. Beschrieben ist das alles im damaligen Beitrag. Seinerzeit habe ich auch die Topfisolierung und Wurzelheizung beschrieben.

In die Leerrohre kommt nun das Gerüst für das Palmen-Gewächshaus.


Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Damit es im nächsten Jahr verstaut werden kann, wurde es zusammenklappbar konstruiert.



Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel






Gewächshausfolie und Isolierfolie aus Noppen wurde darüber gespannt.

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel


Ein Holzramen hält die Wedel etwas zusammen.

Beheizt wird das Haus mit einem thermostatgesteuerten Frostwächter für solche Überwinterungs-Gewächshäuser.

Am Sonntag hatten wir Dauerregen. Nachmittag dann  0°C und schließlich noch Schneegraupel. Aber wir haben nicht aufgegeben.  Vier Mann (naja, eher drei Mann und eine Frau)  hat es gebraucht, um es in den Topf zu stellen. Das Haus steht jetzt, ist verkleidet und die Heizung montiert. Sie kann jederzeit angeschaltet werden.

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel


Mindestens genauso wichtig, wie der Schutz vor zu viel Frost, ist gleichzeitig der Schutz vor zu viel Feuchtigkeit. Palmwedel und noch schlimmer das Palmherz könnten durch Schimmelbefall zerstört werden.

Lüftung  Washingtonia  Überwinterungshaus
Lüftungsklappe für die Washingtonia im Überwinterungshaus


Wir versuchen für's erste die überflüssige Luftfeuchte durch eine Lüftungsklappe am Stamm der Palme auszuleiten. Hier soll Frischluft eintreten und oben unterhalb der Dachschräge über den Lüftungsschlitz wieder mit der feuchten Luft entweichen. Der Lüftungsschlitz ist immer offen, nur mit einer darüber hängenden  Lage Gewächshausfolie leicht abgedeckt. So kann permanent ein geringer  Luftaustausch stattfinden.

Im Bild sieht man an de oberen Querstrebe der Seitenwand knapp darunter noch eine Latte. Die Folie vom Dach ist an der oberen Latte befestigt und die Folie der Wand beginnt erst an der darunter befindlichen Latte. Daher ist ein Lüftungsschlitz vorhanden. Über den  hängt in der Verlängerung die Folie des Daches lose darüber. Luft die nach oben steigt kann hier austreten.

Unten sieht man die geöffnete untere Lüftungsklappe im Stammbereich.

Wie der Wurzelballen beheizt wird, habe ich im oben verlinkten Artikel beschrieben.

Der Luftraum im "Gewächshaus" über dem  Kübel wird mittels Frochtwächter (geeignet für Kübelpflanzenüberwinterungshäuser, also geschützt vor der Luftfeuchte) und Thermostat temperiert werden.

Stromanschluß und Thermostat für die Palmenheizung
Stromanschluß und Thermostat für die Palmenheizung

Frostwächter Rohrform Palmenheizung Überwinterungshaus
Frostwächter in Rohrform für die Palmenheizung im Überwinterungshaus


Der Frostwächter ist ein etwa 60 cm langes und 5 cm dickes "Rohr" das sich erhitzt. Wir haben es an einer Querlatte auf halber Höhe befestigt. Den Fühler vom Thermostat habe ich auf die gegenüberliegende Seite in den Raum gehängt.

Die Stromzufuhr gewährleistet ein Mehrfachstecker-Verlängerungskabel für den Außenbereich.

Kaum stand das erste Palmen-Überwinterungshaus, fiel auch schon der erste Schnee.

erster Schnee 2017
erster Schnee 2017


Nun müssen wir warten und hoffen.

Hoffen, dass die Konstruktion Wind und Sturm und Orkan aushält. Sie wird noch irgendwie festgemacht. Wie wissen wir noch nicht ganz genau.

Hoffen, daß die Heizung ausreicht, um den Luftraum über dem Kübel um die 0°C oder leicht drüber zu halten.

Hoffen, daß die Palme diese Art der Überwinterung übersteht und überstehen kann. Es gab aber keine andere Möglichkeit. Entweder erfrieren lassen oder dieses probieren. Wir entschieden uns für's Probieren.



Die zweite Palme, die nun den dritten Winter draußen sein wird, ist die hohe Hanfpalme.


Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel


Ihr Kübel ist genau so isoliert und mit Heizkabel versehen. Sie hat einen hohen Stamm, der mit Heizkabel umwickelt und mit Isoliermatten geschützt ist. Damit nicht wieder die gefrorenen Wedel im Wind bewegt werden, müssen wir hier noch eine Konstruktion für die Krone bauen. Dieses gefrorene Bewegen hat ihr letzten Winter bei 15°C unter Null die Wedel gekostet. Die Kapillaren reißen dabei ab und die Blätte müssen, wenn wieder Tauwetter einsetzt, vertrocknen. Das möchten wir diesen Winter vermeiden. Also muß weiter gebohrt und gesägt, geschraubt und überlegt werden.

Mehr davon im nächsten Bericht.