Sonntag, 19. Februar 2017

Bodenproben, Aufräumarbeiten und die ersten Vorfrühlingsboten

Drei Jahre ist es her, daß ich meinen Gemüsegartenboden habe untersuchen lassen.  (Hier kann man das noch mals nachlesen: Bodenanalyse) Damals zeigte die Analyse ein deutliches Ungleichgewicht. Nun will ich einmal wieder sehen, ob sich etwas verändert hat. Schließlich habe ich immer noch das große Problem, daß Samen nicht keimen wollen im Gartenboden und Pflanzen monatelang nicht wachsen. Erst wenn ihre Saison vorüber ist, beginnen sie mit dem Wachstum. Das ist von Anfang an so und ich weiß einfach nicht, was ich da machen kann.

Jetzt lasse ich einfach einmal wieder den Boden untersuchen und bin gespannt auf die Ergebnisse.

Drei Proben werde ich morgen zur Post geben. Einmal der Gemüsegarten aus dem ehemaligen Hühnerlauf. Dann das Schneckenzaunbeet, das aus Rasen entstanden ist, und schließlich das Gewächshaus in dem letztes Jahr überhaupt nichts wuchs. Weder Tomaten noch Paprika kamen voran oder trugen etwas. Die Tomaten hatten gelbe Blätter die bald abstarben.   Der PH Wert ist mit meiner Sonde gemessen bei manchmal nur 4 meistens 5. Dabei kam da vor 3  Jahren (letzter Sommer war der 2. Sommer) beim Neubau auch neue Erde rein. Auf das Gewächshausergebnis bin ich wirklich gespannt.


heute werden Bodenproben genommen (c) by Joachim Wenk
heute werden Bodenproben genommen (c) by Joachim Wenk


Eigentlich dachte ich mir, heute nur die Probe im Gewächshaus zu entnehmen. Dort habe ich immerhin schon gesät und der Boden ist aufgetaut. Im Freien ist er größtenteils noch hart gefroren gewesen diese Woche. Ich konnte die Erdspieße für die Bewässerungsschläuche nicht in den Boden rammen. Überall war nur Eis. 

Dann versuchte ich es einfach einmal und überall im Gemüsegarten ist der Boden gar nicht mehr gefroren gewesen. Obwohl zum Teil eine Laubschicht als Mulch darauf liegt und die Bodenerwärmung verlangsamt. Nachts waren wieder -5°C, Also bin ich schon verwundert, dort kein Eis vor zu finden. Natürlich habe ich dann gleich dort auch die Proben entnommen.

Das Thermometer zeigt eine Bodentemperatur in vielleicht 15 cm  Tiefe von 2°C. Zum Bearbeiten oder Sähen einfach noch zu kalt. 

aktuelle Bodentemperatur im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
aktuelle Bodentemperatur im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk


Ein Blick ins Gewächshaus zeigt andere Temperaturen. Die Luft hat, weil heute oft die Sonne schien 15°C.
aktuelle Lufttemperatur im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
aktuelle Lufttemperatur im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Misst man hier die Bodentemperatur, so zeigt das Thermoeter sage und schreibe 7°C an. Unter dem Vlies habe ich schon Gemüse gesät. Heute Rettich, Asiasalat und Kohlrabi. Vor ein paar Tagen bereits Kopfsalat, Radieschen, Feldsalat, Portulak, Asiasalat und Rauke. Noch keimt nichts, aber wenn es jetzt noch ein paar  Tage warm bleibt geht es sicher bald los. 

aktuelle Bodentemperatur im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
aktuelle Bodentemperatur im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

So langsam raus aus dem Gewächshaus dürfen die kleinen Gesellen hier. Im vergangen Sommer habe ich Fingerhut gesät. Der überwinterte jetzt hier so wie ihr es seht im Gewächshaus. Im Herbst war er mir einfach noch zu klein zum Auspflanzen. 

Fingerhutsämlinge überwintert im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Fingerhutsämlinge überwintert im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Meine andere Kinderstube ist momentan der Partyraum draußen im Garten. Zwar unbeheizt aber gut isoliert und der Sonne ausgesetzt. Hier keimen bereits Salat, Asiasalat, Butterkohl und früher Wirsing. 

im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk
im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk

im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk
im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk

Gestern machte ich mich noch über diverses Sträucher und Hecken, eben das Gestrüpp im Garten her. Vor der Saison musste da noch einmal eine ordentliche Frisur her. 


nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk

nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk


nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk


Und schon wieder ist der Haufen gewachsen. Jetzt muß ich dann doch bald wieder mit Häckseln beginnen. Noch ist er eingewintert in der Scheune. Aber während der Saison hat er eigentlich dauernd zu tun. Egal wie oft ich meine, dass erst mal Schluß damit ist. Und immer wieder bin ich baff, was sich so ansammelt in einem Garten.

Futter für den Häcksler (c) by Joachim Wenk
Futter für den Häcksler (c) by Joachim Wenk


So langsam kommen auch die ersten Boten. Wenn Schneeglöckchen und Haselnuß blühen, ist Schluß mit Winter und wir haben Vorfrühling. 

Einige der Haselnußschwänzchen sind heute offen gewesen und vebreiten den gelben Staub. Die Schneeglöckchen blühen auch bald. Diese Woche  ist es dann wohl so weit. Der Winter ist vorbei. 

erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk
erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk

erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk
erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk





Dienstag, 14. Februar 2017

Iphone 7 und Nokia Lumia 1050 wer macht die schöneren Aufnahmen?

So und nun einmal Spaß bei Seite. Im letzten Post habe ich es ja bereits angesprochen, daß das neue Handy andere Fotos macht, als das Alte. Leider gefallen mir die Aufnahmen, die ich mit dem alten Smartphone geschossen habe deutlich besser. Und ob das nur ein Eindruck meinerseits war (im letzten Beitrag der Vergleich war ja eher als Witz zu sehen) oder Realität, das wollte ich heute, wo doch wirklich die Sonne den ganzen Tag scheint, einmal testen. 

Der Eindruck bestätigt sich. Oder was sagt ihr dazu? 


neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk



neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


neus Samartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Samartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


Also bis auf die Nahaufnahmen von den Krokussen gefallen mir durchweg die Aufnahmen vom alten Nokia Smartphone besser. Die Dateigröße der Nokiaaufnahmen ist auch um ein Vielfaches größer,(etwa 13 oder mehr Megabite, iPHone etwa 3-5 Megabite) als beim Phone. Was allerdings beim Nokia wirklich nicht gut gelingt, sind Nahaufnahmen. Das geht nur mit weiter weggehen und dann heranzoomen. Das ist für die Qualität der Aufnahmen nicht von Vorteil. Makro ist vollkommen unmöglich. Das gelingt beim Iphone leichter.

Gespannt bin ich jetzt wirklich noch auf die ersten schrillen Farben im Garten. Hier war es beim Nokia oftmals unmöglich auch nur annähernd den Farbton und Farbverlauf der realen Blüten im Foto fest zu halten. Wie wohl das IPhone mit Farben zurecht kommt? Wenn die Sonne weiter so toll scheint, wie heute, dann kann ich das sicher bald testen.

Montag, 13. Februar 2017

Die to-do-Liste steht. Mal sehen, welches Handy dann die Umsetzung dokumentieren wird.

Seid ihr auch schon einmal betrogen worden? Wenn nein, dann herzlichen Glückwunsch. 

Ich jedenfalls bin betrogen worden. Am vergangenen Wochenende. Und das sogar von allen! 

Von allen Wettervorhersagen in Rundfunk oder als App, die ich hatte. Jedenfalls war ich auf ein wärmer werdendes Wetter mit Sonnenschein eingestellt. Die Tage deutlich über Null und ich beim frohen  Schaffen im Garten. Und was kam dann. Gerade der Sonntag war ausnahmslos bedeckt und trist und das bei nicht einmal minimal-positiven Graden am Thermometer. Da war ich beinahe froh, doch am kalten und windigen Samstag etwas gearbeitet zu haben. 

Der Betrug wird noch komplettiert von der Tatsache, daß heute, am Montag,  seit dem Morgen strahlend blauer Himmel mit Sonne pur da draußen ist. Ich sitze natürlich im Büro. Der Rest ist ohne Worte...

Und wenn ich mir denn so die Fotos vom vergangenen Wochenende ansehe, dann frage ich mich, ob es wirklich so elend trist und farblos war, oder ob die  Kamera meines neuen  Handys einfach andere Bilder macht, als die alte Kamera. 

Hier zum Beispiel mein Erdbeerfass. Ich habe alle braunen Blätter abgeschnitten. Viel munterer sieht es nach dieser Frisur allerdings noch immer nicht aus. Beim Wegschneiden stellte ich fest, daß wohl, wie es jetzt noch aussieht, die meisten  Pflanzen überlebt haben. Das war der erste Winter und ich nehme das Erdbeerfaßprojekt auch zum sammeln von Erfahrungen. Solche Erdbeertürme gibt es  in unterschiedlicher Form fertig zu kaufen. Wenn nun die Pflanzen einen Winter so ungeschützt (wie sollte ich die auch schützen?) im Faß nicht überstehen, dann ist dies Anbaumethode ja total praxisuntauglich und damit im Alltag unbrauchbar. Es wäre hinaus geschmissenes Geld. Also bin ich wirklich gespannt, wie sie austreiben, wie viele überlebt haben und wie sie weiter wachsen. 


Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk


Mein vor drei Wochen im unbeheizten Hüttenzauber (6-8°C) gesäter Salat keimt jetzt.  Im Gewächshaus habe ich am Sonntag auch Salat gesät, Radieschen, Winterportulak, Rucola und Feldsalat. Alles Gemüse, die jetzt im unbeheizten Gewächshaus schon gesät werden können. Die richtige Sorte dafür ist natürlich Voraussetzung. Abgedeckt habe ich die Beete auch im Gewächshaus noch mit einem Vlies.

der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk
der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk



Die folgenden Fotos zeigen meinen Gemüsegarten in seiner momentanen Pracht. Fotografiert habe ich vor allem die Stellen, welche noch vor dem Saisonbeginn mit Arbeit verbunden sind. Und genau die ist bei steinhart gefrorenem Boden und Temperaturen wie am Wochenende  nicht machbar. Nee wirklich nicht und  die Lust fehlte bislang auch noch.

Die Pflanzenreste vom Herbst müssen ausgegraben und entsorgt werden. Dann muß der Laub-Mulch weggerecht und der Boden bearbeitet werden. Bald kommen die ersten Samen dort hinein. Ich werde nur die Grabegabel verwenden. Dazu bin ich schon gespannt, wie das mit den Bewässerungsschläuchen, die ja den ersten Winter dort lagen, klappt. Die muß ich irgendwie weg-klappen oder sonst wie zur Seite räumen. Sonst kann ich mit der Grabegabel nicht arbeiten. Mich stört dieser Gedanke sehr. Allerdings lege ich jetzt dann auch in die anderen Beete solche Schläuche. Nach der von Jahr zu Jahr immer mehr zunehmenden Dürre ab Ende Juni bleibt mir gar nichts anderes übrig, wenn ich irgend welches Gemüse ernten möchte.  Hoffentlich ist eine Bodenbearbeitung dennoch möglich. Beseitigen muß ich auch die störrischen schwarzen Bewässerungsschläuche. Sie haben sich im Winter wieder massive gebogen, aufgebäumt und sind einfach zu dick und nicht handhabbar.  Sie werden gegen dünnere ausgetauscht. Man lernt eben nie aus.


viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk
viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk


Und dann diese Unordnung überall. Laub und Äste wo ich auch hinschaue. Wenn das dann endlich mal alles wieder beseitigt ist...

Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk
Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk




Das Projekt hier haben wir gerade heute auf den Herbst verschoben, weil wir nicht mehr rechtzeitig vor Saisonbeginn dazu kommen. Der etwa 170 cm hohe Zaun kommt weg und wird durch einen deutlich niedrigeren ersetzt. Früher mußte er die Hühner daran hindern, aus dem Gehege auszubrechen. Heute dient er nur noch als Pflanzenstütze und Barriere für den Hund, der den Gemüsegarten nicht betreten darf. Es müssen auch 2 Pfosten einbetoniert werden. Das würde jetzt nur unnötig Druck und Streß erzeugen. So bleibt das erst einmal. Im Sommer sieht den Zaun dann ohnehin niemand mehr.

der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk
der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk


Der Häcksler muß auch wieder ran. Die ersten bescheidenen Mengen an Geäst und Gestrüpp liegen schon herum. Da kommen noch die Rosen und Wildrosen dazu und die Haselnußhecken. Das muß bald einmal zerkleinert werden. So viel Zwischenlagerplatz habe ich einfach nicht.

ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk
ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk

Und schon wieder ein Bild zum Thema Unordnung. Maulwurfshaufen und herabgefallene Äste.

von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf) wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk
von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf)
wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk




Ja, auch wieder Unordnung. Aber hauptsächlich sieht man hier wieder einen guten Tag Arbeit. Der Weg ist zu schmal. Hier muß ich unentwegt mit dem Schubkarren durch. Vom Kompostplatz im oberen Bild zum hier im Bild hinten erkennbaren Kompostplatz. Der Schneckenzaun wird nach innen versetzt und eine Reihe Wegplatten zusätzlich verlegt. Auch der Rasen vor dem Kompost wird weg gemacht und  mit immer noch übrigen Platten belegt.  So lässt sich dann leichter arbeiten. Zudem ist es immer fast unmöglich hier hinten mit dem Rasenmäher hin zu kommen. Gerade dort aber wächst, wegen dem Kompost, das Gras immens.

der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk
der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk


Der Kompost ansich muß im Zier- und Gemüsegarten verteilt werden. Die Haselnußhecke dahinter sollte dringend auch jetzt noch einmal gestutzt werden.


der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk
der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk


Letztes Jahr haben wir im Gemüsegarten die Wege neu gemacht und mit Rabatten eingefasst. Dann aber war es schon so spät im Jahr, daß alles schön eingewachsen war. So verschoben wir die letzten Meter Rabatten auf das Frühjahr. Und das ist jetzt! Das Beeren- und Kräuterbeet erhält auch noch so eine sehr praktische Beeteinfassung.

hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk
hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk




Und dann kommt irgendwann die Zeit, dass ich  nicht mehr Fotos mit dem neuen Handy mache. Fotos wie dieses hier.

Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk





Nein, dann krame ich wieder das alte Handy hervor. Seine Bilder gefallen mir einfach viel besser...

Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk


Samstag, 11. Februar 2017

Jähes Erwachen aus den samstäglichen Frühstücksträumen

Es ist schön, am Wochenende morgens durch die Sonne geweckt zu werden. Und jetzt ist es langsam wieder so weit, daß ich dabei  von morgens reden kann, wenn die Sonne mich weckt. Im Winter kommt sie ja erst am Vormittag oder gar nicht hervor. Heute hat sie mich geweckt und es war die richtige Zeit zum Aufstehen.

Im Sommer  bin ich nach dem Wecken immer sehr schnell im Garten. Jetzt aber bin ich doch nach wie vor im Aus-Ruhe-Modus. Ich war flott aus dem Bett draußen aber das Frühstück zog sich dann wieder ewig hin. Die sozialen Medien mussten schließlich gelesen werden und die beiden Magazine, die gestern geradezu versehentlich in meinen Einkaufswagen gerutscht sind, fesselten mich. Mein schöner Landgarten und Landedition Käseküche. Im Landgartenmagazin ist schon mindestens Vollfrühling. Zusammen mit den Sonnenstrahlen, die durch das Fenster an meinem Frühstückstisch scheinen, lässt das natürlich meine Gedanken entschweifen.

Terrassen für meinen Vorgarten? (C) by Joachim Wenk
Terrassen für meinen Vorgarten? (C) by Joachim Wenk

Oh ja mein Vorgarten müsste umgestaltet werden. Terrassieren möchte ich ihn, mit Stufen in den Terrassenmauern und im Mäuerchen beim Mäuerchenbeet. Herrlich diese Bilder mit solchen Terrassen und Mauern in voller Frühlingspracht in genanntem Magazin. Wir haben über den Vorgarten schon mal gesprochen. Wenn, dann muß da ein Bagger rein und wir gehen auch dabei gleich den Erdkeller hinterm Haus an. Klar, wenn im Vorgarten ohnehin dann alles zerfahren und zerstört wird. Ups. Als ob eine Wolke sich vor die Sonne auf meinem Frühstückstisch drängt, trifft mich der Schatten dieser destruktiven Gedanken vollkommen unvorbereitet.

Alles zerstört? Klar die Stauden aus dem Staudenbeet müssen raus. Der Bagger zerfährt die Blumenwiese. Vielleicht gehen die Blumenwziebeln kaputt im Rasen? Wann macht man das? Im Frühjahr auf keinen Fall. Da blüht die Blumenwiese. Im Herbst. Das ginge, aber dann nicht zu früh, daß die komplette Stauden- und Strauchgesellschaft ausgegraben und zwischengelagert werden könnte. Allerdings auch nicht zu spät, so daß man vor Wintereinbruch fertig wird und alles wieder einpflanzen kann.

Oh weh, so schön diese  Fotos im Magazin und in meiner Phantasie sind. Bei der Vorstellung, wieder großes Gerät im Garten zu haben, stellen sich meine Nackenhaare auf.

Aber Moment! Hallo! Was geht denn jetzt? Bin ich jetzt total daneben oder höre ich Baumaschinen unter meinem Wohnzimmerfenster. Mir bleibt das Brötchen im Hals stecken. Stimmen sind auch dabei. Laute, das Motorengebrumme übertönende Stimmen mit Kommandos.

Ich stehe auf und blicke fast auf das Dach eines stockwerkhohen Radladers unten im Hof.

Ach so! Mein Schwager hat die benachbarte Baustoffhändlerin organisiert, die uns geschwinde hilft. Vor der Garage liegen seit Herbst vier Paletten mit den Betonplatten für unsere neue Terrasse. Den ganzen Winter genierten sie beim Einfahren in die Garage und den Hof. Die wollten wir seit Herbst hoch fahren und in die Nähe der Terrasse lagern. Aber erst war der Radlader nicht zur Hand, dann war keine Zeit und schließlich die Wiese total weich vom Regen. Jetzt im Januar war die Fuhr, hoch in den oberen Garten, gefroren und zu einer Eisschicht zusammen gefahren. Heute war wirklich ein guter Zeitpunkt für die Aktion. In wenigen Minuten hat die große  Maschine die Paletten wie Spielzeug gepackt und hochgefahren. Nicht auszudenken,  ich hätte die Platten einzeln im Schubkarren hoch fahren müssen.

der neue Terrassenbelag (c) by Joachim Wenk
der neue Terrassenbelag (c) by Joachim Wenk


Jedenfalls ist jetzt erst einmal Schluß mit träumen. Traumhaftes Wetter und so viel zu tun. Ich mache mich an die  Arbeit.

Gassi gehen, bei den Weihern nach dem Rechten sehen. Langsam gibt es offene Stellen in der noch immer geschlossenen Eisdecke auf den Weihern. Im kleinsten, dem Loch, ist fast kein Eis mehr. Es ist sehr flach und ständig bringen die Quellen am Grund frisches Wasser. Im klaren und sicher eiskalten Wasser sehe ich sie aber schwimmen, die Karpfen. Ein schönes Gefühl, sie wohlauf wiede z sehen. Die haben schon mal den Winter überlebt. Wenn nicht wieder ein Kormoranschwarm kommt, dann ist alles gut. Ansonsten haben sie den Winter umsonst überlebt.

Am Rückweg noch rasch im Dorfladen eingekauft und dann heim.

Nachmittags gehe ich wirklich in den Garten. Trotz Sonne und bis zu 8°C in der Sonne ist es irgendwie noch kalt. Der Boden in großen Teilen bockelhart gefroren.

Ich schneide den verwilderten Kriechwacholder unter der Korkenzieherhasel aus. Auch die kerzengeraden Triebe an der  Korkenzieherhasel, die unterhalb der Veredelung hervortreiben, müssen entfernt werden. Wachsen lassen kann man sie nicht. Sie stören absolut das Erscheinungsbild des Strauches. Auch können sie die veredelte Korkenziehervariante zum Absterben bringen, wenn sie zu sehr wachsen und nicht abgeschnitten werden. So habe ich es einmal gelesen. Unser jahrzehnte alter und viele Meter hoher und breiter Korkenzieherhaselstrauch ist aber ein besonderer Stolz von mir. Der wird natürlich gepflegt.

Korkenzieherhaselnuß und Kriechwacholder (c) by Joachim Wenk
Korkenzieherhaselnuß und Kriechwacholder (c) by Joachim Wenk


Den Khakibaum habe ich geschnitten. Ob der den sehr strengen Frost, ausgepflanzt im Garten, überlebt hat? Er treibt immer sehr spät aus, so dass ich noch ein wenig warten muß, um hier Gewissheit zu erhalten.

Schließlich verlegte ich noch einen jetzt übrig gebliebenen Spritzschlauch im Beet neben dem Eingangstor . In den  Staudenbeeten sind jetzt überall Tropfschläuche. Das Beet hier, in dem mittlerweile vor allem Strauchrosen und Büsche stehen, muß nicht unbedingt gegossen werden. Da der Schlauch aber übrig ist, lege ich ihn, jetzt wo man noch in die unbewachsenen Beete treten kann, einfach einmal aus. Fixieren im Boden kann ich ihn jedoch nicht. Die Erdspieße dringen in den durch und durch gefrorenen Boden nicht ein.

In diesem Beet steht meine Moosrose "Captain John Ingram". Ein Blühwunder und eine Duftexplosion. Das alles in tiefsten, samtigen Lila. Eine wunderbare und unverschämt wüchsige Rose. Sie hat sogar schon einen neuen Rosenbusch als Ausläufer gebildet. Der wird noch ausgegraben und an den Zaun gepflanzt. Dort wächst die andere Rose nicht. Vielleicht bekomme ich den Captain dort zum Wachsen. Die dortige "Marguerite Hilling" ist nicht einmal kniehoch. Und das nach etlichen Jahren. Sie sollte eine starkwüchsige Strauchrose sein. Die Blüten im Sommer sind wunderschön. Aber sie wächst nicht. Nun werde ich sie dort ausgraben, in das Gebüsch neben dem Weinberg pflanzen und beobachten. Dann muß  ich die Erde dort austauschen und den Captain-Ableger einpflanzen. Vielleicht blüht dann endlich einmal am Zaun eine große Rose.

Ach es ist noch so viel zu tun. Aber immerhin, ist wieder etwas geschafft. Ich bin froh, daß das Frühjahr so nach und nach kommt. Jetzt sagen die Prognosen ständig steigende Temperaturen  und dann kein Frost in der Nacht mehr. Sicher kommt  jetzt langsam - so wie es richtig ist - das Frühjahr. Denken muß ich an diejenigen, die  schon seit Wochen sehnsüchtig nach dem Frühjahr rufen. Also ich habe gerade vor noch nicht mal erst 14 Tagen (Lichtmeß) die letzte Weihnachtsdeko weg geräumt  und fahre mich so langsam erst in den Frühjahrs-Aktivitätsmodus hoch.

Ich habe mir doch gleich gedacht, als ich am Tag nach dem letzten Weihnachtsfeiertag schon las, daß die Weihnachtsdeko endlich weg ist: Was machen die jetzt alle, so lang bis in so vielen Wochen erst das Frühjahr beginnt? Jetzt weiß ich es. Während ich im Rhythums der Natur mich den Jahreszeiten hingebe, haben sie es ungeduldig und eilig, so schnell wie möglich die nächste Jahreszeit herbei zu beschwören. Ich finde, das ist Lebenszeitverschwendung, wenn man zu wenig im Jetzt lebt und das mit seinen charakteristischen Eigenschaften genießt. Und wer über "unsere heutige Hektik" im Gegesatz zur Gemütsruhe vergangener Zeiten klagt, kann ja mal darüber nachdenken, wie wir selbst gerade durch solche Dinge uns in Hektik versetzen.

Ich genieße jetzt  erst einmal den Abend vor unserem Holzofen, das Abendessen und einen schönen und ruhigen Samstagausklang.

Morgen geht es dann wieder in den Garten. Ich werde Gemüse sähen. Gott sei dank ist der Boden noch gefroren. So  bleibt mir das Ausgraben des Fundamentes für die neue Terrasse doch noch etwas erspart. Die Platten direkt vor der Haustüre erinnern mich jetzt ohnehin viel zu eindringlich an die bevorstehende und eher ungeliebte Arbeit.